Freitag, 20. Januar 2017


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Über 3.500 Rosen blühen auf dem neugestalteten Massengrab an der "Mauer der Nationen" in der Gedenkstätte Ravensbrück

(lifePR) (Oranienburg, ) Nach dem Abschluss der Neugestaltung wurde das Massengrab an der "Mauer der Nationen" in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück am heutigen Donnerstag offiziell an die Öffentlichkeit übergeben. "Das Massengrab ist nicht zuletzt durch seine Rosenbepflanzung ein Ort mit einer besonderen Symbolkraft für die Gedenkstätte Ravensbrück", sagte Gedenkstättenleiterin Dr. Insa Eschebach heute vor Pressevertretern in Fürstenberg/Havel. "Wir freuen uns sehr, dass es in enger Abstimmung mit den Opferverbänden und der Denkmalbehörde und mit finanzieller Unterstützung des brandenburgischen Innenministeriums gelungen ist, diesen besonderen Gedenkort wieder würdig herzurichten."

Die Präsidentin des Internationalen Ravensbrück Komitees, Dr. Eva Bäckerova, sagte: "Wir, die Überlebenden, sind froh und dankbar, dass auch weiterhin dieses große Rosenbeet an unserer Kameradinnen und Kameraden erinnern wird, denn immer schon war die Rose gerade für die Überlebenden von Ravensbrück das zentrale Symbol der Trauer und des Gedenkens."

Im Zuge der Errichtung der 1959 eröffneten Gedenkstätte hatten Überlebende auf dem nach der Befreiung angelegten Massengrab Rosen gepflanzt. Im Winter 2011/12 erfroren alle Rosen auf der 600 Quadratmeter großen Grabfläche. Der für eine Neubepflanzung notwendige Austausch des Erdreichs verbot sich aus sepulkralkulturellen Gründen: Leichenbrand und menschliche Überreste waren durch Bioturbation an die Erdoberfläche getreten und mussten an Ort und Stelle geschützt werden. Durch eine Erhöhung der Grabeinfassung um 45 Zentimeter konnte neue Erde für eine Neubepflanzung aufgeschüttet werden, ohne das denkmalgeschützte Ensemble zu beeinträchtigen. Jetzt blühen 3384 Rosen der flach wurzelnden Sorte "Mainaufeuer", 142 Rosen der Sorte "Résurrection", die eigens gezüchtete und von der Amicale de Ravensbrück gespendete "Ravensbrück-Rose" sowie 15 von der Familie de Gerlach gespendete Rosen auf der Grabfläche.

Die Mittel für die Neugestaltung und Neubepflanzung in Höhe von rund 200.000 Euro wurden durch das brandenburgische Innenministerium bereit gestellt. Die Stadt Fürstenberg wird das Massengrab künftig im Rahmen des "Gesetzes über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft" pflegen.

Information: www.stiftung-bg.de

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