Dienstag, 06. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 62892

„Mit Luther gehen – von Eisleben in die Welt“

Einladung zum 3. Spaziergang auf dem „Lutherweg Eisleben“, 31. August

(lifePR) (Dessau-Roßlau, ) Auf dem Lutherweg Eisleben findet am 31. August der dritte öffentliche Spaziergang statt. Wie im letzten Jahr sind dabei alle Interessierten eingeladen, sich den Fortgang der Konzepte und Realisierungen anzuschauen und mit Vertretern der Stadt, der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt und des IBA-Büros über weitere Planungen für den Lutherweg zu diskutieren.

Eingeweiht wird die Station "Luther und die deutsche Sprache", deren Gestaltungsidee 2007 aus einem Wettbewerb hervorgegangen war, den die Lutherstadt Eisleben in Kooperation mit dem IBA-Büro ausgelobt hatte. Das siegreiche Berliner atelier le balto hatte das Projekt "Ohrenweide - der flüsternde Garten" vorgeschlagen, eine poetische Gartengestaltung aus Stegen und Ohrenweiden. Zur Querung des Grundstücks sieht das Konzept ein System aus Stegen vor, das den Besucher auf eine neue Erfahrungsebene "hebt" - auf ein sinnliches Erlebnis aus Sehen, Riechen und Hören. Dabei werden dem Besucher aus Periskopen, die zwischen den gepflanzten Ohrenweiden installiert sind, Texte und Zitate des Reformators "zugeflüstert".

Darüber hinaus werden auf dem Spaziergang die weiteren Entwicklungen u. a. der Stationen "Luther und die Schöpfung" oder "Luther und die Medienrevolution" vorgestellt. Hier können die Baustellen zum "Schöpfungsgarten" und zu einer künstlerischen Fassadeninstallation mit Textauszügen aus den Schriften Martin Luthers besichtigt werden. Diese war ebenfalls aus dem Wettbewerb 2007 als erster Preis (Stefan Petrat/Anne Hentschel, Halle/Saale) hervor-gegangen.

Unter dem Motto "Mit Luther gehen - von Eisleben in die Welt" verfolgt der Lutherweg im Rahmen des Stadtumbaus einen doppelten Zweck. Zum einen sollen über den Weg die Adressen des Eisleber Welterbes - Luthers Geburts- und Sterbehaus - miteinander verbunden werden. Zum anderen sollen brachliegende Stadträume durch narrative Inszenierungen wieder aktiviert werden. So wird das Wirken des Reformators auf zwei Erzählebenen anschaulich gemacht: Die erste Ebene führt den Besucher zu den historischen "Lutherorten", die zweite Ebene arbeitet entlang dieses Wegs mit "Lutherthemen" und komponiert aus leer stehenden Gebäuden und Freiflächen neue Erzähllandschaften.

Damit werden neue Instrumente des Stadtumbaus erprobt - u. a. ein aktives Flächenmanagement unter den Bedingungen des Bevölkerungsrückgangs sowie die Aufwertung und Reaktivierung von Raum durch temporäre künstlerische Interventionen.

Der "Lutherweg Eisleben" wurde in einem Workshop, den das IBA-Büro gemeinsam mit der Lutherstadt Eisleben, der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt und beteiligten Privateigentümern im Jahr 2006 in Eisleben durchgeführt hat, konzeptionell erarbeitet. Die Vollendung des Lutherwegs bis 2010 ist ein Ziel der Lutherstadt Eisleben im Rahmen der IBA Stadtumbau 2010.

Die öffentlichen Spaziergänge finden jährlich am 31. August statt.

Termin: Sonntag, 31. August 2008, 16.00 - ca. 18.30 Uhr Treffpunkt: Luthergeburtshausensemble, Lutherstraße 15, 06295 Lutherstadt Eisleben Lutherstadt Eisleben und IBA Stadtumbau 2010 Um den mittelalterlichen Stadtkern mit zahlreichen Baudenkmälern sowie UNESCO-Welterbestätten zu profilieren, entschied sich die Lutherstadt Eisleben 2003 mit dem Thema "K3 - kleiner, klüger, kooperativ" eine der mittlerweile 19 Städte der IBA Stadtumbau 2010 zu werden. Zwei Handlungsfelder stehen dabei im Mittelpunkt. Zum einen verfolgt die Stadt einen kleinteiligen, prozessorientierten Umbau zur Aufwertung des Stadtbilds und gründete dazu mit Bürgern, Eigentümern und institutionellen Kooperationspartnern das Gemeinschaftswerk LUTHERSTADTumbau. Hier bildet ein "konzeptioneller Stadtumbauplan mit integrierter Denkmalpflege" die Handlungsgrundlage. Zum anderen arbeitet die Stadt an der Profilierung als Lutherstadt. Hier spielt der "Lutherweg Eisleben" eine zentrale Rolle.

Für den Lutherweg sind insgesamt 12 Stationen vorgesehen, davon sind fünf historische Orte, sieben inszenierte (Stationen 3, 4, 5, 6, 7, 8, 11):

1. Station: Luthergeburtshausensemble, Eislebenhof (Lutherstr. 15)

2. Station: Kirche St. Petri-Pauli, Rosenbecken (Petrikirchplatz 1)

3. Station: "Luther und die Schöpfung", "Schöpfungsgarten" (Petrikirchplatz)

4. Station: "Luther und die Festkultur, Showfenster (Lutherstraße 9)

5. Station: "Luther und die deutsche Sprache", "Ohrenweide" (Lutherstraße)

6. Station: "Luther und die Medienrevolution", "Lesezeichen" (Glockenstr. 11)

7. Station: "Luther und das Fremde", "Inside/Outside" (Jüdenhof)

8. Station: "Luther und die Freiheit", Vikariatsgarten (Vikariatsgasse)

9. Station: Luther Sterbehaus (Andreaskirchplatz 7)

10. Station: Kirche St. Andreas, Wortbank (Andreaskirchplatz 1)

11. Station: "Luther und der Protestantismus", Stadtterrassen (Sangerhauser Straße)

12. Station: Kirche St. Annen, Ausblick (Annenkirchplatz 1)

Die IBA Stadtumbau 2010 wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Das Land Sachsen-Anhalt beauftragte die Stiftung Bauhaus Dessau und die SALEG Sachsen-Anhaltinische Landesentwicklungsgesellschaft mbH mit ihrer Vorbereitung und Durchführung, um sich beispielhaft mit den Problemen und Chancen schrumpfender Städte auseinanderzusetzen.

Dabei versteht sich die IBA Stadtumbau 2010 als ein Labor, in dem unter den Bedingungen des demografischen Wandels verschiedene Werkzeuge des Stadtumbaus exemplarisch erprobt und angewendet werden. Ziel ist es, modellhafte Projekte zu entwickeln, die Zeichen setzen für die internationale Stadtforschung und -gestaltung. Die 19 beteiligten Städte in Sachsen-Anhalt haben sich spezifische Themen zu ihrer Profilierung gewählt. Voraussetzung für die Mitwirkung an der IBA Stadtumbau 2010 ist, dass sich die beteiligte Stadt ein ganz spezifisches Profil erarbeitet, das auf die Stärkung und Nutzung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Potenziale setzt und als Leitlinie der baulich-räumlichen Entwicklung dienen kann. Gleichzeitig soll das Thema für den Gesamtprozess relevant und in seinen Er-gebnissen auf andere Städte übertragbar sein.

www.iba-stadtumbau.de www.lutherstadt-eisleben.de

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Konzert: Musik trifft Text in der Reihe "Wir in Kiel"

, Kunst & Kultur, Muthesius Kunsthochschule

Am Dienstag, 13. Dezember sind Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) in der Reihe "Wir in Kiel" zu Gast in der Muthesius Kunsthochschule....

"Memo Café" - Bilder aus 100 Jahren Unteruhldingen

, Kunst & Kultur, Pfahlbaumuseum Unteruhldingen Bodensee

Am Sonntag dem 11. Dezember (3. Advent) findet in der Schulstraße 13 in Unteruhldingen (Ortsmitte) das „Memo Café“ statt. Um 14 Uhr wird das...

Vortrag: Renata Stih und Frieder Schnock (Berlin)

, Kunst & Kultur, Muthesius Kunsthochschule

Kunst und Erinnerung: Die Künstler Renata Stih und Frieder Schnock wurden in die Stadtgalerie Kiel eingeladen um von ihren zahlreichen Projekten...

Disclaimer