Samstag, 10. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 63715

Leer stehende Gebäude als Kunstplattformen

Doppelvernissage in der DRIVE THRU Gallery in Aschersleben, 5. September

(lifePR) (Dessau-Roßlau, ) "Zuhause" und "Hinter dem Fenster" sind die Titel der beiden neuen Ausstellungen, die am 5. September in der DRIVE THRU Gallery in Aschersleben eröffnet werden. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels befragen die beiden vom IBA-Büro kuratierten Ausstellungen das "Zuhausesein". Sind es die Menschen, die einem das Gefühl von Zuhause vermitteln? Welchen Beitrag leisten die "eigenen vier Wände", wenn sie mehr sein wollen als praktische Ecken? Wie weit ist das Zuhause öffentlich, wie weit ist es privat?

In der Ausstellung "Zuhause" zeigt die DRIVE THRU Gallery an einem leer stehenden Eckhaus großformatige Fotografien der Künstlerin Christina Dimitriadis (Berlin/Athen) und der Leipziger Künstlerin Valentina Seidel und des Leipziger Künstlers Albrecht Tübke. Die drei Arbeiten thematisieren auf unterschiedliche Art und Weise das Lebensgefühl Zuhause und lassen dabei ein eindrucksvolles Kaleidoskop entstehen.

Christina Dimitriadis beschreibt den Rückzugsort Zuhause: das Interieur. Eine weibliche Figur in bürgerlicher Pose sitzt im Zentrum des Bildes. Im feinen Spiel mit der Belichtung erscheint die Figur jedoch durchsichtig - das Kommen und Gehen als Aspekt von Zuhause. Für den jungen Mann auf der Fotografie von Albrecht Tübke ist die Straße das Zuhause, und sein Skateboard ist das Instrument, sich hier zu positionieren und den Raum zu erobern. Valentina Seidel spielt mit den Rollen von Gast und Gastgeber. Gäste zu empfangen, heißt ein Zuhause zu haben, als Gast kann man sich "wie zu Hause" fühlen. Für sie ist eine ganze Stadt ein Zuhause.

Im Mittelpunkt der beiden Ausstellungen steht der Mensch. Sein direkter Blick konfrontiert den Vorbeifahrenden mit der Stadt jenseits eines Fassadenensembles. Die Fassaden sind die Schnittstelle zwischen Wohnen und Autoverkehr, durch die Bilder werden sie zu Wohnungswänden, das Innen wird zum Außen.

Die Ausstellung "Hinter dem Fenster" wird am ehemaligen Bahnhofshotel eröffnet. Es wird zum Schauplatz einer Lichtinstallation aus Scherenschnitten der Klasse 5b der Ganztagsschule "Albert Schweitzer", die die Schüler im Rahmen eines Workshops mit dem IBA-Büro hergestellt haben. Sie spielt mit dem bläulichen Flimmern, das Fernsehapparate nachts in die Straßen senden. In den Fenstern zu sehen sind die Schatten-Silhouetten von Film- und Comicprotagonisten. Personen, Superhelden und Comicstars, die sonst auf dem Fernsehbildschirm erscheinen, bewohnen jetzt als "Phantome" temporär das leer stehende Haus.

Kuratorin beider Ausstellungen ist Ursula Achternkamp von der IBA-Büro GbR. Die Ausstel-lung "Zuhause" wird finanziert von der Stadt Aschersleben, der IBA Stadtumbau 2010 und der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, die Ausstellung "Hinter dem Fenster" wird finanziert von der Stadt Aschersleben und der IBA Stadtumbau 2010.

Für Fragen zur DRIVE THRU Gallery sowie für Ideen und Anregungen gibt es in Aschersleben seit kurzem eine neue Anlaufstelle: In einem leer stehenden Gebäude am Markt hat das IBA-Büro die temporäre Informationsstelle "Tempo" der DRIVE THRU Gallery eingerichtet. Sie ist voraussichtlich bis Ende Oktober jeden Donnertsag geöffnet.

Termin: Freitag, 5. September 2008; Ausstellungseröffnung "Zuhause": 18.30 Uhr, Ecke Heinrich- und Bahnhofstraße am Kreisel, Aschersleben Ausstellungseröffnung "Hinter dem Fenster": 21.00 Uhr, Bahnhofstraße 1, Aschersleben

Die DRIVE THRU Gallery

Die DRIVE THRU Gallery in Aschersleben ist die erste Galerie in Deutschland, die im Vorbeifahren besichtigt werden kann. Entlang der Ortsdurchfahrt (B180/ B185/ B6) können die Autofahrer en passant Kunst betrachten. Dabei sind leer stehende Häuser oder Baulücken als Orte für Kunstplattformen hergerichtet, die mit wechselnder Kunst bespielt werden. Die Gallery wurde im Sommer 2007 eröffnet und wird bis zum Ausstellungsjahr der IBA Stadt-umbau 2010 stetig erweitert.

Sie hat jedes Jahr ein Thema, das eng mit der Stadtentwicklung verknüpft ist. Im laufenden Jahr heißt das Thema "Zuhause". Die Eröffnungsausstellung mit Werken des britischen Künstlers Christopher Winter trug den Titel "Hitzefrei" und hatte Kinder zum Thema. Die DRIVE THRU Gallery wird durch die Stadt Aschersleben, die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und die IBA Stadtumbau 2010 finanziert.

IBA Stadtumbau 2010

Die IBA Stadtumbau 2010 wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Das Land Sachsen-Anhalt beauftragte die Stiftung Bauhaus Dessau und die SALEG Sachsen-Anhaltinische Landesentwicklungsgesellschaft mbH mit ihrer Vorbereitung und Durchführung, um sich beispielhaft mit den Problemen und Chancen schrumpfender Städte auseinanderzusetzen.

Dabei versteht sich die IBA Stadtumbau 2010 als ein Labor, in dem unter den Bedingungen des demografischen Wandels verschiedene Werkzeuge des Stadtumbaus exemplarisch erprobt und angewendet werden. Ziel ist es, modellhafte Projekte zu entwickeln, die Zeichen setzen für die internationale Stadtforschung und -gestaltung. Die 19 beteiligten Städte in Sachsen-Anhalt haben sich spezifische Themen zu ihrer Profilierung gewählt. Voraussetzung für die Mitwirkung an der IBA Stadtumbau 2010 ist, dass sich die beteiligte Stadt ein ganz spezifisches Profil erarbeitet, das auf die Stärkung und Nutzung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Potenziale setzt und als Leitlinie der baulich-räumlichen Entwicklung dienen kann. Gleichzeitig soll das Thema für den Gesamtprozess relevant und in seinen Ergebnissen auf andere Städte übertragbar sein.

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