Dienstag, 18. Juni 2013


  • Pressemitteilung BoxID 334811

Historische Kaimauer und Brückenkopf nach über 40 Jahren freigelegt

Guter Erhaltungszustand / Denkmalpflege und Hochwasserschutz im Zollhafen

(lifePR) (Mainz, ) Nachdem die Stadtwerke Mainz AG im letzten Herbst die Spitze der Südmole von der Fessel der Stahlspundwand befreit hat und sehr gut erhaltene historische Bausubstanz der 125 Jahre alten Schwergewichtsmauer aus Basaltlava und Sandstein zutage förderte, haben die Planer jetzt den Molenkopf der Nordmole in Augenschein genommen. Im Zuge jüngster Erkundungsarbeiten haben sich die Vermutungen der Planer aufgrund umfangreicher Analysen und Luftbildauswertungen auf eindrucksvolle Weise bestätigt: Auch auf der Nordmole zeigen sich die lange Zeit unsichtbaren Natursteinbauwerke - die aus der Geburtsstunde des Zollhafens stammen - in einem erfreulich guten Erhaltungszustand.


Dank vorsichtiger Schurferkundungen mit leichten Baggern und Handarbeit unter sorgsamer Aufsicht der Bauüberwachung ist die Hoffnung der Gewissheit gewichen. In Kürze finden zusätzliche Kernbohrungen im Umfeld der Kaimauer statt, die der Ermittlung der Gründungstiefe und der Beurteilung der Standsicherheit dienen. Derzeit werden die Schurfgruben aus Sicherheitsgründen wieder verfüllt. Die für das Frühjahr 2013 geplanten Arbeiten zur endgültigen Freilegung des historischen Ufers sollen im Herbst ausgeschrieben und in Abstimmung mit der städtischen Denkmalschutzbehörde durchgeführt werden.

Vor dem Hintergrund des Hochwasserschutzes wird auch die Rückbaumaßnahme der Molenspitze auf der Nordmole im Rahmen des Interreg IVb-Programms (FRC - FloodResilienCity) seitens der Europäischen Union zu 50 Prozent gefördert. Das Förderprogramm ist bis 2013 verlängert worden. Die Stadtwerke beteiligen sich unter anderem neben Orléans, Dublin und Nijmegen an dem europäischen Projekt als einziger deutscher Partner aus sechs EU-Staaten.

"Mit dem Rückbau der Stahlspundwände verfolgen wir mehrere Ziele gleichzeitig", so Stadtwerke-Vorstand Detlev Höhne. "Zum einen wird das historische Gesicht des Hafeneingangs wieder sichtbar - eine wesentliche Maßnahme zur Wiederherstellung des authentischen Hafenbildes. Beim Anblick der alten Brückenköpfe erahnt man förmlich, wie Hafenatmosphäre und Hafenbetrieb in dieser Zeit die Neustadt prägten. Zum Anderen erzielen wir mit dem Rückbau zusätzlichen Retentionsraum für den Hochwasserschutz. Dafür unterstützt uns die Europäische Union in vorbildlicher Weise."

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