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"Per Pedal zur Poesie": Radtour zur Einweihung des literarischen Radwegs Nagold - Calw - Pforzheim
Am Sonntag, 15. Juli - Start ist in Nagold / Die Tour endet in der Schmuckstadt Pforzheim / Vor der Schlosskirche werden die Fahrer gegen 17 Uhr von Reuchlinbeauftragten Christoph Timm und Summerlounge-Organisator Mark Gössl begrüßt
Die Route
Von Nagold aus, wo ein Kuraufenthalt Eduard Mörikes zu einem kunstvollen Gelegenheitsgedicht führte und wo Heimito von Doderer für einen Roman recherchierte, geht der Weg entlang des gleichnamigen Flusses durch ein Zentrum des württembergischen Pietismus. Die Ausläufer des Nordschwarzwalds und des Heckengäus passierend, die in Berthold Auerbachs Dorfgeschichten Spuren hinterließen, macht die Tour dann Station in Calw, wo der Nobelpreisträger Hermann Hesse, dessen 50. Todestag in diesem Jahr begangen wird, aufwuchs. Das benachbarte Hirsau machte Lion Feuchtwanger zum Schauplatz einer gefährdeten jüdischen Identität und dessen berühmtes Benediktinerkloster reizte Ludwig Uhland zum Dichten. Letzte Station ist die Goldstadt Pforzheim.
Eröffnungsveranstaltung
Die Eröffnungsveranstaltung beginnt um 9.30 Uhr im Nagolder Zeller-Mörike-Garten. Die Abfahrt ist gegen 10.45 Uhr. Alle Freunde der Literatur und des Radwanderns sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit Dr. Thomas Schmidt, dessen Marbacher >Arbeitsstelle für literarische Museen in Baden-Württemberg< das Projekt >Per Pedal zur Poesie< ins Leben gerufen hat, und Bernd Möbs, der die Stationen betextet hat, den Radweg einzuweihen.
Die literarischen Radwege sollen - zumeist orientiert an bereits erschlossenen Routen - die Landkarte Baden-Württembergs auf neue Weise erfahrbar machen. Entworfen als Tagestouren, jedoch ebenso integrierbar in längere Wanderungen, führen sie entlang der unzähligen Literaturmuseen und -gedenkstätten Baden-Württembergs, berühren Handlungsorte von literarischen Texten und weitere wichtige Schauplätze der südwestdeutschen Literaturgeschichte. Vermittelt wird dieser topografische Umgang mit der Literaturgeschichte durch ein werbefreies, aufwendig gestaltetes und konsequent auf das Thema bezogenes Faltblatt, das - der Literatur angemessen - das gedruckte Wort und das gestaltete Papier in den Mittelpunkt stellt. Rad- und literatur-'technische' Informationen rahmen dort einen Essay, der die jeweilige Landschaft als eine literarische kenntlich macht.
Für die Idee der literarischen Radwege ist die im Deutschen Literaturarchiv Marbach angesiedelte >Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg< von der Initiative >Deutschland - Land der Ideen< 2010 ausgezeichnet worden. Insgesamt sollen landesweit 25 Radwege eingerichtet werden.
Weitere Informationen: www.literaturland-bw.de
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