Dienstag, 24. Januar 2017


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Sitkalaus befällt Nadelbäume im Stadtgebiet

(lifePR) (Nordhausen, ) Im Stadtgebiet Nordhausen und den Ortsteilen ist seit geraumer Zeit die Braunfärbung und spätere Verkahlung von Fichten und Blautannen zu beobachten. "Diese Symptome resultieren aus dem Befall der Sitkafichtenlaus oder Fichtenröhrenlaus", sagte jetzt Axel Axt vom städtischen Umweltbereich.

"Der Befall tritt oft nach milden Wintern auf. Auf der Oberfläche der Nadeln entstehen durch den Lausbesatz Saugstellen. Diese führen erst zur Braunfärbung und im weiteren Verlauf zum Absterben der Nadeln, vor allem im inneren und unteren Astbereich. An trockenen Standorten reicht der Befall bis in den oberen Bereich des Baumes. Das befallstypische Erscheinungsbild ist starker Nadelfall. Die einjährigen Triebe sind davon ausgenommen", erklärt er.

Eine Bekämpfung sei nur in einem sehr frühen Stadium möglich. Im urbanen Bereich sei das besonders schwierig, da der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln genehmigungspflichtig und an nur wenigen Standorten möglich sei.

"Die Rate, dass sich die befallenen Nadelbäume wieder erholen, ist jedoch hoch", sagt er. Deshalb sei eine sofortige Fällung nicht erforderlich - auch weil Beeinträchtigungen für den Menschen nicht bekannt seien. Auch sollte der betroffene Baum - wegen der Brutzeit der Vögel- bis Herbst beobachtet werden, bevor man sich im schlimmsten Fall zur Fällung entscheidet.

Vorbeugend könne man einen eventuellen Befall durch die sogenannte Klopfprobe im Oktober bis Dezember und März bis Mai erkennen, die man am besten an den inneren unteren Zweigen über einer hellen Unterlage aus Papier oder Stoff durchführt. Sind Läuse da, sieht man sie dann auf der hellen Unterlage. Die Sitkalaus ähnelt der bekannten Blattlaus. Der etwa zwei Millimeter lange Körper ist stechend hellgrün und flügellos. Die erwachsenen Läuse lassen sich leicht von den Nadeln abklopfen. Bei einem erkennbar starken Befall sind Bekämpfungsmaßnahmen mit Fachleuten und Fachfirmen abzustimmen, rät Axel Axt.

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