Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Breitbandversorgung liegen vor

Rund 80 Prozent aller Haushalte in Freiburg haben eine überdurchschnittlich gute Breitbanderschließung

(lifePR) (Freiburg, ) .
- Erfolgreiche Gespräche mit Telekommunikationsunternehmen
- Telekom und INEXIO bieten stadtweiten Netzausbau ohne Kostenbeteiligung der Stadt an

Die Gemeinden am Tuniberg im Westen oder Kappel im Osten haben gute Chancen für eine verbesserte Internetversorgung. "Ich bin zuversichtlich, dass wir demnächst den Vertrag mit INEXIO unterzeichnen können", so Oberbürgermeister Dieter Salomon. Mit den jetzt erzielten Ergebnissen mit den beteiligten Telekommunikationsunternehmen hat die Stadt erreicht, dass innerhalb von zwei Jahren nahezu alle Breitbandprobleme im Stadtgebiet gelöst werden könnten.

Online zu sein, ist heute eine Selbstverständlichkeit. Nahezu jeder benutzt seinen Computer oder sein Mobiltelefon, um zu arbeiten oder sich über die aktuellen Geschehnisse auf der ganzen Welt zu informieren. Um dies zu ermöglichen, engagiert sich die Stadtverwaltung schon seit Jahren für eine gute und flächendeckende Breitband-Versorgung in Freiburg, um den ständig steigenden Anforderungen der Wirtschaft wie aber auch den privaten Internetsurfern gerecht zu werden. Ein gutes Beispiel ist das High-Speed-Glasfaserprojekt der Deutschen Telekom, das von der Deutschen Telekom gemeinsam mit der Stadt 2007 umgesetzt wurde.

Nach der Privatisierung des Fernmeldewesens durch den Bund stellen private Anbieter nur dort leistungsfähige und schnelle Netze zur Verfügung, wo die Nachfrage groß ist und sich die erforderlichen Investitionen wirtschaftlich rechnen. Aber im ländlichen Raum oder in den städtischen Randbereichen ist die Versorgung häufig ungenügend, da die erforderlichen Investitionen der Telekommunikationsunternehmen ausbleiben. So sind bisher auch die Tuniberg-Gemeinden im Westen oder Kappel im Osten nicht ausreichend versorgt.

Aus diesem Grund hat das Garten- und Tiefbauamt (GuT) im Oktober 2014 eine Machbarkeitsstudie an das Fachbüro Broadband Academy zur Netzqualität in der Stadt und den eingemeindeten Ortsteilen vergeben, um die verschiedenen Ausbaumöglichkeiten zu prüfen.

Zunächst wurde die Breitbandinfrastruktur in ganz Freiburg untersucht. Unterversorgte Gebiete sind solche, in denen die Versorgung unter 30 Mbit/s Download liegt. In der Kernstadt liegt die Qualität der Breitbandversorgung mit mehr als 50 Mbit/s deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Aber die von der Innenstadt weiter entfernten Ortsteile, wie die Tuniberg-Gemeinden im Westen, Ebnet und Kappel im Osten oder Benzhausen bei Hochdorf sind mit bis zu 3 Mbit/s deutlich unterversorgt. Auch Teile der Industriegebiete Hochdorf, Nord und Gewerbegebiet Haid zählen dazu. Jedes Industriegebiet ist jedoch mit Glasfaserstützpunkten der Telekom und baden IT ausgestattet, wodurch jeder Gewerbetreibende grundsätzlich exklusiv einen hochbreitbandigen Anschluss erhalten kann. Tiengen, Hochdorf, St. Georgen, Vauban und Zähringen haben zwar zwischen 6 und 16 Mbit/s, was für die meisten Haushalte ausreicht, sind aber per Definition noch unterversorgt.

Um die unbefriedigende Versorgungssituation zu beheben, so das Fazit des Gutachters, müsste die Stadt - je nach Ausbaugrad und Umsetzungsvariante - rund 7 Millionen Euro investieren. In einem ersten Schritt wurde mit den in Freiburg agierenden Telekommunikationsunternehmen verhandelt, ob Interesse an einem Breitbandausbau besteht. Die Ergebnisse verliefen sehr positiv. Die Telekom plant im gesamten Stadtgebiet - ausgenommen den Tuniberg-Gemeinden und Benzhausen - einen FTTC-Eigenausbau (Fibre to the curb = Glasfaser bis zum Kabelverzweigerkasten) ohne Kostenbeteiligung der Stadt zwischen 2016 und Ende 2017. Im Zuge des Eigenausbaus sollen 262 Kabelverzweiger mit Glasfaser angebunden und mit Breitbandtechnik ausgebaut werden. Im Umkreis der Kabelverzweiger werden dadurch DSL-Verbindungen mit bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Derzeit bereitet die Telekom den VDSL/Vectoring- Ausbau technisch vor. Sofern die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind, beabsichtigt sie das Netz damit auszustatten. Dann werden Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Die Firma INEXIO aus Saarlouis bekundete Interesse am Ausbau verschiedener Tuniberg-Gemeinden - ebenfalls ohne Kostenbeteiligung der Stadt. Die bundesweit agierende Firma besitzt bereits eine Haupttrasse westlich der A5 und hat somit sehr gute Erschließungsbedingungen. Innerhalb von wenigen Wochen seit dem ersten Kontakt wurde die Vorplanung abgeschlossen. Der Vectoring-Ausbau in den Ortsteilen Munzingen, Opfingen inklusive St. Nikolaus und Waltershofen wurde bei der Netzagentur angemeldet und gesichert. Ein Kooperationsvertrag zwischen Stadt und INEXIO ist in der Vorbereitung.

Nach der Vertragsunterzeichnung mit INEXIO sind Informationsund Beratungsveranstaltungen in den jeweiligen Ortsteilen geplant. Um das wirtschaftliche Risiko eines eigenen Netzes zu minimieren, hat INEXIO den Netzausbau an den Abschluss einer gewissen Anzahl von Vorverträgen gekoppelt. Werden diese erreicht, baut INEXIO kurzfristig innerhalb eines Jahres das Breitbandnetz flächendeckend auf mindestens 30 Mbit/s aus. Mit dem Vectoring-Ausbau sind bis zu 100 Mbit/s möglich.

Im Gegenzug für ihre Ausbauinvestitionen sagt die Stadt den Anbietern aktive Unterstützung bei der Umsetzung der Ausbaupläne zu.

"Jetzt haben die Bürgerinnen und Bürger die Entscheidung selbst in der Hand", so Baubürgermeister Martin Haag. "Damit die Projekte zügig umgesetzt werden können, haben wir den Unternehmen intensive Betreuung und Unterstützung durch das GuT zugesagt und leisten damit als Stadt einen wichtigen Beitrag zu diesem geplanten Netzausbau", erläutert Baubürgermeister Martin Haag

Für die verbleibenden teilweise unterversorgten Ortsteile Tiengen (bis 16 Mbit/s) und Benzhausen (bis 3 Mbit/s) werden weiterführende Gespräche mit Telekommunikationsbetreibern geführt, um auch dort den Nutzerinnen und Nutzern ein besseres Breitbandangebot anzubieten. Gegebenenfalls wird die Stadt prüfen, ob sie in diesen Bereichen selbst investiert, um eine gute Breitbandversorgung auch hier zu gewährleisten.

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