Montag, 05. Dezember 2016


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Großer Beethoven-Abend mit internationalen Preisträgern

(lifePR) (Stade, ) Beethoven und nochmals Beethoven. Am Samstag, 1. November, dreht sich ab 19.45 Uhr im Stadeum alles um diesen einzigartigen Komponist. Im Mittelpunkt des Abends stehen außerdem die drei Preisträger des weltweit renommierten Géza-Anda-Wettbewerbs 2006. Die in Japan aufgewachsene Tomomi Okumura, der 1985 in Kasach-stan geborene Stanislav Khegay und der 1978 in Moskau geborene Sergey Koudriakov präsentieren zusammen mit der Mährischen Philharmonie drei völlig unterschiedliche Klavierkonzerte von Beethoven - Nummer zwei, eins und fünf. Den Taktstock schwingt Volker Schmidt-Gertenbach.

"Die Kunst verlangt von uns, dass wir nicht stehen bleiben." Wie kaum ein anderer Küns-tler hat Ludwig van Beethoven die Forderung nach Fortschritt in seinem Schaffen verwirklicht. Seine fünf Klavierkonzerte vollziehen den Übergang zu einem Konzerttypus, der in seinem Anspruch und der kompositorischen Ausgestaltung der Sinfonie nahezu gleich geordnet ist.

Das Konzert Nr. 2 ist ein frühes Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven. Einerseits orientiert er sich hier noch an den Vorbildern der Wiener Klassik, andererseits lässt sich hier schon seine spätere Handschrift erkennen. Das Werk entstand zwischen den Jahren 1788 und 1801 und war eigentlich Beethovens erstes Klavierkonzert. Es wurde 1795 in Wien mit Beethoven als Solist uraufgeführt. Beethoven selbst zählte dieses Kon-zert nicht zu seinen besten Werken und arbeitete es in den Jahren 1794,1795, 1798 sowie 1801 immer wieder um. Seine endgültige Gestalt fand das Werk in der Drucklegung im Jahre 1801.

Das Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15 stammt aus dem Jahr 1798. Die drei Sätze mit ih-ren einfachen, symmetrisch gebauten Themen, dem feierlichen Largo in der Mitte und dem spritzigen Schlusssatz bewegen sich stilistisch im Rahmen der damaligen Gesell-schaftsmusik Haydns und Mozarts. Beethoven schrieb das Konzert für den eigenen Ge-brauch. Die reichlichen Verzierungen und brillanten Läufe zeugen noch heute von sei-nen beeindruckenden technischen Fähigkeiten als Klaviervirtuose.

Beethovens 5. Klavierkonzert übertrifft seine Vorgänger an Virtuosität und baut in sich jede Menge Gegensätze auf. Kraftvoll und heldenhaft wirkt das erste Thema, lyrisch sanft das zweite. An den auftrumpfenden Schluss in Es-Dur des ersten Satzes schließt sich ein von den Streichern des Orchesters vorgetragener choralartiger Gedanke an. Er wird von Orchester und Klavier mehrfach variiert und damit zu einem stimmungsvollen Gemälde ausgebreitet. Ein sich ohne Pause anschließendes Schlussrondo, dessen Hauptthema in den letzten Takten des langsamen Satzes fragend und träumend vorweggenommen wird, führt das Konzert zu einem derb-fröhlichen, tänzerischen Ende.

Nähere Informationen zu den Stücken und Solisten gibt es am Veranstaltungstag im Rahmen einer kostenlosen Einführung um 18.45 Uhr in der Konferenzzone.

Eintrittskarten gibt es zum Preis von 17,18 / 26,25 / 28,45 / 30,65 / 32,85 Euro telefonisch unter 04141/409140, im Internet unter www.stadeum.de sowie bei allen bekannten Sta-deum-Vorverkaufsstellen. Schüler, Studenten und Schwerbehinderte zahlen den ermäßigten Preis in Höhe von 9,37 / 13,88 / 14,98 / 16,08 / 17,18 Euro.

Hintergrundinformationen zu den Solisten, die auch in dieser Reihenfolge auftreten:

Tomomi Okumura
3. Preis - Concours Géza Anda 2006
Spielt im Stadeum Beethovens Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19

Mit vier Jahren erhält die 1978 in Hamamatsu aufgewachsene Tomomi Okumura ihren ersten Klavierunterricht. 1997 nimmt sie ihr Studium an der Staatlichen Universität für bil-dende Künste als Schülerin von Frau Professor Mieko Harimoto in Tokyo auf. Nach ihrem Diplom wechselt sie nach Berlin an die Hochschule für Musik "Hanns Eisler", wo sie ihre Ausbildung bei Professor Georg Sava fortsetzt. Tomomi Okumura machte ihre erste Wettbewerbserfahrung 1992 mit dem 1. Preis beim japanischen Musikwettbewerb für Studenten. 1998 erhielt sie den 1. Preis bei der "Pade-rewski International Piano Competition" in Polen. 2002 holte sie den 2. Preis beim Kla-vierwettbewerb der "Renate Schorler-Stiftung" in Berlin, 2005 den 3. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb von Köln. Im Sommer 2006 gewinnt sie mit Bartóks Klavierkonzert Nr. 3 den 3. Preis beim Concours Géza Anda in Zürich.

Tomomi Okumura trat u.a. mit dem Orchester des WDR Köln, dem Orchester des Musik-kollegiums Winterthur und dem Tonhalle-Orchester Zürich auf.

Klavierabende gab und gibt sie u.a. in Japan (Hamamatsu), Polen, Kuwait, Deutschland (Berlin, Leipzig, Bonn), Österreich und in der Schweiz. Im Sommer 2006 machte sie Aufnahmen für den MDR.

Stanislav Khegay, Klavier
Gewinner des Géza Anda-Förderpreises 2006 in Zürich
Spielt im Stadeum Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15

Der 1985 in Kasachstan geborene Stanislav Khegay begann seine Studien 1992 bei Ludmila Lapan an der K. Baseitova-Musikschule für begabte Kinder in Almaty/Kasachstan. 2002 wurde er ins staatliche Tschaikowsky-Konservatorium von Moskau aufgenommen, wo er noch heute bei den Professoren Lev Naumov und Elisso Virsaladzé studiert.

1998 gewann Khegay den Grand-Prix des Klavierwettbewerbs von Kasachstan, im Jahr 2000 den Grand-Prix des ersten internationalen Wettbewerbs von Zentralasien und schließlich 2004 den 2. Preis des internationalen Skrjabin-Wettbewerbs in Moskau. 2006 wurde ihm der Förderpreis der Géza Anda-Stiftung im Rahmen der 10. Concours Géza Anda zugesprochen. Er ist ein Preisträger des Concours Reine Elisabeth in Bruxelles 2007.

Er gab Rezitale u.a. in Paris, Nizza, Bruxelles, Casablanca und beim Festival Mecklen-burg-Vorpommern sowie im grossen und kleinen Saal des Moskauer Konservatoriums, in der Rachmaninov-Halle und am Konservatorium von St. Petersburg. Er spielte u.a. mit dem Moscow State Symphony Orchestra, dem Almaty Philharmonic Orchestra, dem Vlams Radio Orkest (Yoel Levi), dem Orchestre National de Belgique (Gilbert Varga) und dem Orchestre Royal de Chambre de Qallonie (Paul Goodwin).

Sergey Koudriakov
Gewinner des Concours Géza Anda 2006
Spielt im Stadeum Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op.73

Der 1978 in Moskau geborene Sergey Koudriakov begann bei Valentina Aristova seine Ausbildung an der bekannten "Gnessin Musikschule". 1995 trat er ins Moskauer Tschai-kowsky-Konservatorium über, wo er in der Meisterklasse von Professor Mikhail Voske-rensky studierte. Nach dem Diplom folgte 2000 ein zweijähriger Nachdiplomkurs bei sei-nem langjährigen Lehrer. Heute ist er dessen Assistent in Moskau. Das Fach Kammermusik belegte er bei Professor Alexander Rudin.

Koudriakov erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise bei internationalen Wettbewerben; Erste Preise gewann er 2002 beim Concours de Genève, 2004 zusammen mit dem Bratschisten Ilya Hoffman beim Gaetano Zinetti-Kammermusikwettbewerb von Verona und 2006 beim Concours Géza Anda in Zürich, wo ihm die Jury auch den Mozart-Preis zugesprochen hat.

Koudriakov trat in Russland, in vielen Ländern Europas, in Japan und den USA auf. Er spielte mit namhaften Orchestern, wie dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Ton-halle-Orchester Zürich, dem Moskauer Tschaikowsky Symphony Orchestra, dem Mos-kauer Symphony Orchestra unter Dirigenten wie Vladimir Fedoseyev, Philippe Entremont, Franco Trinca, Rolf Gupta, Theodor Guschlbauer und anderen. Geplant sind für die Saison 2006/07 u.a. Konzerte mit den Bremer Philharmonikern (Ari Rasilainen), dem Berner Symphonieorchester (Eliahu Inbal) und dem Belgrader Philharmonischen Orchester (Christian Mandeal).

Koudriakovs Rezital-, Orchester- und Kammermusik-Repertoire ist umfangreich und reicht von der barocken bis hin zur zeitgenössischen Musik. Zu hören war und ist er im Rahmen von verschiedensten Festivals. Es sind dies z.B.: das Festival de Radio France in Montpellier, Orpheum-Musikfesttage in Zürich, Lago Maggiore (Italien), Ruhr-Klavierfestival, Osterfestival Moskau, Moskauer Herbst, Lucerne Festival, Sommerfestival von Cesky Krumlov, Festival von Montreux, Festival Nomus in Novi Sad.

In verschiedenen Kammermusikformationen tritt Koudriakov gerne mit dem Pianisten Alexander Ghindin, dem Cellisten Denis Shapovalov, dem Bratschisten Ilya Hoffman und dem Geiger Nikolay Sachenko auf.

Beim Label Pan Classic erschien 2003 eine CD mit Werken von Mozart, Brahms und Strawinsky.

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