Dienstag, 06. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 131715

STADA: Erwartungsgemäß belebte Geschäftsentwicklung im Q3/2009

Planmäßige Entwicklung 1-9/2009 / Bestätigung des Mindestziels für 2009

(lifePR) (Bad Vilbel, ) .
Wichtiges in Kürze

Erwartungsgemäß belebte Geschäftsentwicklung im Q3/2009 im saisonalen Vergleich zu Q3/2008:

- Konzernumsatz 383,3 Mio. EUR (-6%), bereinigt um Akquisitionen/Desinvestitionen und Währungseffekte +4%
- Konzerngewinn 23,2 Mio. EUR (+40%), bereinigt um einmalige Sondereffekte und nicht operative bedingte Effekte 32,1 Mio. EUR (+25%)
- EBITDA 66,2 Mio. EUR (+8%), bereinigt 74,1 Mio. EUR (+8%)
- Operatives Ergebnis 43,7 Mio. EUR (+8%), bereinigt 54,8 Mio. EUR (+8%)
- Operativer Cashflow 68,8 Mio. EUR (+36%, bereinigt +32%)
- Nettoverschuldung um 58,0 Mio. EUR auf 1.004,8 Mio. EUR zurückgeführt (Vergleich 30.09.2009 vs. 30.06.2009)

Damit planmäßige Entwicklung in schwierigem Umfeld in 1-9/2009 im kumulierten Vergleich zu 1-9/2008:

- Konzernumsatz 1.138,5 Mio. EUR (-8%, bereinigt +2%)
- Konzerngewinn 71,5 Mio. EUR (-10%), bereinigt 84,3 Mio. EUR (-7%)
- EBITDA 190,2 Mio. EUR (-9%), bereinigt 200,4 Mio. EUR (-8%)
- Operatives Ergebnis 129,1 Mio. EUR (-14%), bereinigt 143,5 Mio. EUR (-14%)
- Operativer Cashflow: 124,7 Mio. EUR (+135%), bereinigt 135,4 Mio. EUR (+80%)

Bestätigung des Mindestziels für 2009: bereinigtes EBITDA mindestens 250 Mio. EUR

Die heute, am 12.11.2009, von der STADA Arzneimittel AG im Zwischenbericht 9 Monate 2009 publizierten Geschäftszahlen belegten im saisonalen Vergleich des 3. Quartals 2009 zum 3. Quartal 2008 sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag die für das 2. Halbjahr 2009 erwartete Geschäftsbelebung im Konzern. Der im 3. Quartal 2009 erzielte Konzernumsatz in Höhe von 383,3 Mio. EUR war zwar gegenüber dem 3. Quartal 2008 um 6% rückläufig, stieg aber bereinigt um Akquisitionen und Desinvestitionen sowie Währungseffekte um 4%. Zugleich wuchsen alle konzernbezogenen Ertragskennzahlen im 3. Quartal 2009 gegenüber dem 3. Quartal 2008 teilweise sogar kräftig an.

"Die von uns bereits seit Jahresbeginn in Aussicht gestellte Geschäftsbelebung für das 2. Halbjahr 2009 wird in unseren Zahlen des 3. Quartals klar erkennbar. Im saisonalen Vergleich gegenüber dem 3. Quartal 2008 konnten wir eine Steigerung des Konzerngewinns um 40% erzielen. Und auch beim Abbau unserer Nettoverschuldung sind wir einen Schritt vorangekommen und haben diese im 3. Quartal 2009 um erfreuliche 58 Millionen Euro reduzieren können", so der STADAVorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff über die positive Entwicklung des Konzerns im abgelaufenen Quartal.

Kumuliert für die ersten 3 Quartale des laufenden Geschäftsjahres 2009 ergab sich für den STADA-Konzern damit eine planmäßige Entwicklung. Vor dem Hintergrund von weiterhin teilweise sehr schwierigen Rahmenbedingungen in einzelnen nationalen Märkten ging der ausgewiesene Konzernumsatz gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 8% auf 1,138 Mrd. Euro zurück, stieg aber bereinigt um Akquisitionen/Desinvestitionen und Währungseffekte um 2% an. Die Ertragskennzahlen für den STADA-Konzern liegen im kumulierten Vergleich der ersten 9 Monate zwar plangemäß weiterhin unter denen des gleichen Vorjahreszeitraums; der Rückstand des aktuellen Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr hat sich im 3. Quartal 2009 dabei jedoch deutlich verkleinert.

Aus heutiger Sicht des Vorstands sollte somit das Mindestziel eines bereinigten EBITDA von 250 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2009 unverändert zu erfüllen sein. Damit besteht mit einer fortgesetzten Geschäftsbelebung im laufenden 4. Quartal weiterhin die Chance, im Geschäftsjahr 2009 das im Vorjahresabschluss 2008 ausgewiesene Ertragsniveau überschreiten zu können. Allerdings kann wohl das deutlich höhere um einmalige Sondereffekte sowie nicht operativ bedingte Effekte bereinigte Ertragsniveau des Vorjahres in 2009 voraussichtlich nicht mehr erreicht werden.

Umsatzentwicklung des STADA-Konzerns

In den ersten 9 Monaten 2009 ging der Konzernumsatz vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen in einzelnen nationalen Märkten sowie der anhaltenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise um 8% auf 1.138,5 Mio. EUR (1-9/2008: 1.231,8 Mio. EUR) erwartungsgemäß zurück. Auch im 3. Quartal 2009 für sich allein betrachtet lag der Umsatz mit 383,3 Mio. EUR (3. Quartal 2008: 409,0 Mio. EUR) um 6% unter Vorjahresniveau.

Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass es auf Grund von Veränderungen im Konzern-Portfolio sowie Währungseffekten in den ersten 9 Monaten 2009 zu einer Umsatzbelastung gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres von 9 Prozentpunkten bzw. im 3. Quartal 2009 allein betrachtet von 10 Prozentpunkten kam. Der um diese Effekte bereinigte Konzernumsatz erhöhte sich damit im Vergleich zur jeweiligen Vorjahresperiode in den ersten 9 Monaten 2009 um 2% bzw. im 3. Quartal 2009 allein betrachtet um 4%.

Im weiterhin deutlich größeren Kernsegment Generika (Umsatzanteil 71,7%) nahm der Umsatz in den ersten 9 Monaten 2009 angesichts der teilweise sehrschwierigen Rahmenbedingungen um 4% auf 816,6 Mio. EUR (1-9/2008: 854,2 Mio. EUR) ab. Der um Portfolioveränderungen und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz der Generika lag auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes.

Bei den Markenprodukten (Umsatzanteil 24,5%) wies STADA in den ersten 9 Monaten 2009 einen Umsatzzuwachs in Höhe von 2% auf 278,7 Mio. EUR (1- 9/2008: 273,0 Mio. EUR) auf. Unter Berücksichtigung von Portfolioveränderungen und Währungseinflüssen verzeichnete der bereinigte Umsatz der Markenprodukte in den ersten 9 Monaten 2009 sogar ein Umsatzplus von 10%.

Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns

Bei unverändert schwierigen Rahmenbedingungen in einzelnen nationalen Märkten sowie ungünstigen Wechselkursrelationen waren die Ertragskennzahlen des STADA-Konzerns in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres planmäßig weiterhin rückläufig. Der Rückstand des aktuellen Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr hat sich im 3. Quartal 2009 dabei jedoch - wie vom Vorstand erwartet - deutlich verkleinert, da im direkten saisonalen Vergleich des 3. Quartals für sich allein betrachtet alle Ertragskennzahlen teilweise sogar deutlich über dem Niveau des 3. Quartals 2008 lagen.

Die Ertragskennzahlen der ersten 9 Monate 2009 enthielten sowohl einmalige Sondereffekte als auch nicht operativ bedingte Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften. Diese belasteten die Ertragsentwicklung in den ersten 3 Quartalen 2009 mit saldiert 17,2 Mio. EUR vor bzw. 12,8 Mio. EUR nach Steuern (1-9/2008: Ertragsbelastung von saldiert 15,8 Mio. EUR vor bzw. 11,0 Mio. EUR nach Steuern). Im 3. Quartal 2009 allein betrachtet belasteten diese Effekte die Ertragsentwicklung saldiert mit 12,6 Mio. EUR vor bzw. 9,0 Mio. EUR nach Steuern (3. Quartal 2008: Ertragsbelastung von saldiert 12,8 Mio. EUR vor bzw. 9,1 Mio. EUR nach Steuern). Bei den im Folgenden berichteten bereinigten Ertragskennzahlen sind diese Effekte jeweils herausgerechnet.

Der Konzerngewinn reduzierte sich in den ersten 9 Monaten 2009 um 10% auf 71,5 Mio. EUR (1-9/2008: 79,6 Mio. EUR), stieg im 3. Quartal 2009 allein betrachtet dagegen jedoch um 40% auf 23,2 Mio. EUR (3. Quartal 2008: 16,6 Mio. EUR). Der bereinigte Konzerngewinn ging in den ersten 3 Quartalen 2009 um insgesamt 7% auf 84,3 Mio. EUR (1-9 2008: 90,6 Mio. EUR) zurück, stieg jedoch im 3. Quartal 2009 allein betrachtet um 25% auf 32,1 Mio. EUR (3. Quartal 2008: 25,7 Mio. EUR).

Das Ergebnis je Aktie betrug in den ersten 9 Monaten 1,22 EUR (1-9/2008: 1,36 EUR). Das Ergebnis je Aktie für das 3. Quartal 2009 allein betrachtet belief sich auf 0,39 EUR (3. Quartal 2008: 0,28 EUR). Als bereinigtes Ergebnis je Aktie ergab sich für die ersten 3 Quartale 2009 ein Wert von 1,44 EUR (1-9/2008: 1,55 EUR) und für das 3. Quartal 2009 allein betrachtet eine Zahl von 0,55 EUR (3. Quartal 2008: 0,44 EUR).

Das operative Ergebnis war in den ersten 9 Monaten 2009 um 14% auf 129,1 Mio. EUR (1-9/2008: 149,8 Mio. EUR) rückläufig, wuchs jedoch im 3. Quartal 2009 allein betrachtet um 8% auf 43,7 Mio. EUR (3. Quartal 2008: 40,3 Mio. EUR). Das bereinigte operative Ergebnis ging in den ersten 3 Quartalen 2009 um 14% auf 143,5 Mio. EUR (1-9/2008: 166,2 Mio. EUR) zurück und zeigte dagegen im 3. Quartal 2009 allein betrachtet einen Anstieg um 8% auf 54,8 Mio. EUR (3. Quartal 2008: 50,8 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns belief sich in den ersten 9 Monaten 2009 auf 190,2 Mio. EUR (1-9/2008: 208,4 Mio. EUR) und war damit um 9% geringer als in dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im 3. Quartal 2009 allein betrachtet stieg das EBITDA allerdings um 8% auf 66,2 Mio. EUR (3. Quartal 2008: 61,3 Mio. EUR) an. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Aschreibungen (bereinigtes EBITDA) ging in den ersten 9 Monaten 2009 im Konzern um 8% auf 200,4 Mio. EUR (1-9/2008: 218,5 Mio. EUR) zurück, wuchs aber im 3. Quartal 2009 allein betrachtet um 8% auf 74,1 Mio. EUR (3. Quartal 2008: 68,7 Mio. EUR).

Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive soll das 2009 eingeleitete konzernweite Projekt "STADA - build the future" beitragen. Der Vorstand von STADA hält an der Erwartung fest, mit diesem Projekt zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielen zu können, die sich mit der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen auf Einsparungen im jährlich zweistelligen Millionenbereich addieren. Konzernweit werden die Ergebnisse der laufenden vollständigen Struktur- und Prozessanalyse voraussichtlich im 1. Quartal 2010 abschließend analysiert sein und dann als Grundlage für Entscheidungen über zu treffende Maßnahmen herangezogen werden können.

Regionale Entwicklungen im STADA-Konzern

In Europa (Umsatzanteil 96%) reduzierte sich der Umsatz des STADA-Konzerns in den ersten 9 Monaten 2009 um 8% auf 1.093,0 Mio. EUR (1-9/2008: 1.191,1 Mio. EUR). Bereinigt stieg der Umsatz des Konzerns in Europa leicht um 1%. In Westeuropa (Umsatzanteil 73%) wies STADA in den ersten 9 Monaten 2009 einen Umsatzrückgang von 8% auf 825,8 Mio. EUR (1-9/2008: 895,2 Mio. EUR) aus - maßgeblich auf Grund der Desinvestition von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsaktivitäten in Großbritannien. Der bereinigte STADA-Umsatz in den Märkten Westeuropas war um 2% rückläufig. In Osteuropa (Umsatzanteil 23%), den so genannten CEE-Ländern, verringerte sich der Umsatz - im Wesentlichen bedingt durch Währungseinflüsse - um 10% auf 267,1 Mio. EUR (1-9/2008: 285,9 Mio. EUR). Der bereinigte Umsatz des Konzerns in Osteuropa stieg um 8%.

In Asien (Umsatzanteil 3%) verzeichnete STADA in den ersten 3 Quartalen 2009 einen Umsatzrückgang von 11% auf 32,2 Mio. EUR (1-9/2008: 36,3 Mio. EUR). Der bereinigte Umsatz von STADA nahm in Asien um 8% zu.

Der Konzernumsatz (Umsatzanteil 1%) in der restlichen Welt stieg in den ersten 9 Monaten 2009 um 197% auf 13,3 Mio. EUR (1-9/2008: 4,5 Mio. EUR). Der bereinigte Umsatzzuwachs des Konzerns belief sich hier auf 288%.

Lokale Entwicklungen in den fünf wichtigsten STADA-Märkten

In Deutschland, dem unverändert größten nationalen Markt von STADA, ging der Umsatz in den ersten 9 Monaten 2009 um 6% auf 407,4 Mio. EUR (1-9/2008: 435,5 Mio. EUR) zurück. Damit trugen die deutschen Aktivitäten von STADA im Berichtszeitraum 35,8% (1-9/2008: 35,4%) zum Konzernumsatz bei.

Die Umsätze des Kernsegments Generika hatten im deutschen Markt einen Anteil von 78% am Konzernumsatz (1-9/2008: 79%). Unverändert zeichnet sich der Generika-Markt in Deutschland durch ein kontinuierlich rückläufiges Preisniveau und hohe Rabatte an Krankenkassen auf Grund der regulatorisch initiierten Rabattverträge zwischen Herstellern und Krankenkassen aus.

Angesichts der sehr schwierigen Rahmenbedingungen reduzierte sich der Generika- Umsatz von STADA in Deutschland in den ersten 3 Quartalen 2009 um 8% auf 318,4 Mio. EUR (1-9/2008: 345,6 Mio. EUR). Bei den aus den deutschen Apotheken abverkauften Generika nahm der Marktanteil des STADA-Konzerns in den ersten 3 Quartalen des laufenden Geschäftsjahres dennoch leicht auf 13,6% (1-9/2008: 13,5%) zu.

Zu dem Generika-Umsatz in Deutschland trug unverändert insbesondere ALIUD PHARMA, das größte der konzerneigenen Vertriebs-Label im deutschen Generika- Markt, bei, das - geprägt von den vorstehend geschilderten schwierigen Marktbedingungen - nach 9 Monaten einen leichten Umsatzrückgang um 1% auf 181,5 Mio. EUR (1-9/2008: 182,7 Mio. EUR) zu verzeichnen hatte. Unverändert nahm ALIUD PHARMA in den ersten 9 Monaten im deutschen Generika-Markt Platz 3 ein.

Die zweite konzerneigene deutsche Generika-Linie STADApharm konnte die zu Jahresbeginn als Abschluss einer vertrieblichen Neupositionierung eingeführte aggressive Preispolitik durch Absatzzuwächse nach wie vor noch nicht voll kompensieren. Angesichts dessen ging der Umsatz dieses Labels in den ersten 9 Monaten 2009 um 22% auf 114,7 Mio. EUR (1-9/2008: 146,4 Mio. EUR) zurück.

Das STADA-Generika-Vertriebs-Label cell pharm, Spezialanbieter für die Indikationsfelder Onkologie und Nephrologie, wies in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres eine Umsatzsteigerung in Höhe von 42% auf 21,0 Mio. EUR (1-9/2008: 14,8 Mio. EUR) auf. Ein Grund für diese anhaltend positive Umsatzentwicklung war die weitere Marktpenetration des ersten Biosimilars des Konzerns SILAPO® (Wirkstoff Epozeta), das in den ersten 3 Quartalen 2009 einen Umsatz von 9,0 Mio. EUR erzielte (1-9/2008: 2,3 Mio. EUR bei Einführung im 1. Quartal 2008).

Unverändert sind im deutschen Generika-Markt derzeit von diversen Krankenkassen weitere Ausschreibungen für Rabattverträge eingeleitet oder angekündigt. Im Rahmen dessen zeichnet sich eine größere Vielfalt an Rabattvertragsstrukturen ab, nach dem durch zwischenzeitliche Rechtsprechung die Erteilung von Zuschlägen an mehrere Unternehmen pro Wirkstoff innerhalb eines Gebietsloses als zulässig bestätigt worden ist. Zudem sind für 2010 von der neu gebildeten Bundesregierung weitere strukturelle Veränderungen im deutschen Gesundheitssystem zu erwarten. Dabei sind auch für das Strukturelement der Rabattverträge, das für den Generika- Markt von zentraler Bedeutung ist, Änderungen in der Diskussion, u.a. mit den Zielen einer höheren Patientenakzeptanz sowie eines verbesserten Kartellrechtsschutzes. Für die verschiedenen Ergebnisszenarien der Ausschreibungen sowie der etwaigen rechtlich oder regulatorisch veranlassten Änderungen der strukturellen Rahmenbedingungen im deutschen Generika-Markt bereitet sich STADA im Rahmen des operativ Möglichen unverändert angemessen vor. So wird auch aktuell die bislang von STADA verfolgte lokale Vertriebsstrategie im deutschen Markt einer eingehenden Prüfung unterzogen.

Im Kernsegment Markenprodukte stieg der Umsatz in Deutschland im Berichtszeitraum leicht um 3% auf 87,3 Mio. EUR (1-9/2008: 85,1 Mio. EUR). Markenprodukte hatten in Deutschland in den ersten 9 Monaten 2009 damit einen Anteil von 21% (1-9/2008: 20%) am deutschen Konzernumsatz.

Insgesamt ist für den Konzern in Deutschland für das Geschäftsjahr 2009 zu erwarten, dass bei moderat reduziertem Umsatz die operative Profitabilität planmäßig weiter unter dem Konzerndurchschnitt liegen wird.

Vor diesem Hintergrund hatte der Vorstand im Rahmen des Projektes "STADA - build the future" bereits Maßnahmen für den deutschen Konzernstandort Bad Vilbel vorgesehen. Zwar hatte sich dabei der Betriebsrat des Standortes Bad Vilbel zum Abschluss einer Betriebsvereinbarung bereit erklärt, die u.a. eine einvernehmliche Verlängerung der Wochenarbeitszeit an diesem Standort von bisher 37,5 auf 39 Stunden ohne Lohnausgleich vorsah. Allerdings konnte im Rahmen der gesetzlich notwendigen Zustimmung der Tarifvertragsparteien trotz Zustimmung des Arbeitgeberverbandes die der zuständigen Gewerkschaft IG BCE nicht erreicht werden. Der Vorstand sieht damit die Verhandlungen als gescheitert an und wird nach alternativen Möglichkeiten suchen, die erwarteten Einsparungen im Personalkostenbereich zu erreichen.

In Russland (Umsatzanteil 11%), dem für STADA unverändert zweitwichtigsten Markt, konnte der Konzern in lokaler Währung - trotz der dort weiterhin schwierigen konjunkturellen Situation - eine erfreuliche Umsatzsteigerung in Höhe von 17% erreichen. In Euro war der Umsatz um 3% auf 127,4 Mio. EUR (1-9/2008: 132,0 Mio. EUR) leicht rückläufig, da im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum der Durchschnittskurs des russischen Rubel für die ersten 9 Monate 2009 gegenüber dem Euro deutlich schwächer notierte.

Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung geht STADA für 2009 weiterhin von einer deutlichen Ausweitung des russischen Geschäfts bei einer unverändert oberhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität aus. Dabei wird die weitere Entwicklung der Währungsrelation des russischen Rubel zum Euro jedoch auch künftig einen wesentlichen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der russischen Geschäftsaktivitäten auf Konzernebene haben.

Im Rahmen des konzernweiten Projektes "STADA - build the future" hat zudem für ein wesentliches Teilprojekt in Russland im laufenden 4. Quartal die Implementierungsphase begonnen. Allein aus diesem russischen Teilprojekt sollen im Zuge der Implementierung sukzessive steigende Einsparungen erzielt werden, die sich bei Abschluss aller Maßnahmen auf mehr als 10 Mio. EUR pro Jahr addieren sollen. Dazu werden im Laufe des Jahres 2010 mit überschaubaren Investitionen im einstelligen Millionenbereich die operativen Voraussetzungen geschaffen.

In Belgien (Umsatzanteil 8%) nahm der von STADA erwirtschaftete Umsatz in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 10% auf 90,4 Mio. EUR (1- 9/2008: 82,5 Mio. EUR) zu. Neben Neueinführungen profitierte der Konzern hier insbesondere von einer zu Jahresbeginn eingeführten moderaten regulatorischen Stimulation von Generika. Aus heutiger Sicht geht STADA für das Geschäftsjahr 2009 hier von einer deutlichen Umsatzerhöhung bei einer weiterhin in etwa im Konzerndurchschnitt liegenden operativen Profitabilität aus.

In Italien (Umsatzanteil 7%) erhöhte sich der Umsatz in den ersten 9 Monaten 2009 leicht um 3% auf 83,1 Mio. EUR (1-9/2008: 80,6 Mio. EUR). Aus heutiger Sicht kann in Italien für das Geschäftsjahr 2009 weiterhin insgesamt mit einem moderaten Umsatzanstieg bei einer erneut in etwa im Konzerndurchschnitt liegenden operativen Profitabilität gerechnet werden.

In Serbien (Umsatzanteil 7%) war der Umsatz von STADA in den ersten 9 Monaten 2009 um 9% in lokaler Währung und in Euro um 23% auf 78,7 Mio. EUR (1-9/2008: 101,9 Mio. EUR) rückläufig. Im Wesentlichen trugen zu dieser Entwicklung lokale Nachfrageschwächen infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise bei. Allerdings stieg der Umsatz im 3. Quartal 2009 allein betrachtet um 11% in lokaler Währung; in Euro ging der Umsatz dabei um 8% auf 33,5 Mio. EUR (3. Quartal 2008: 36,5 Mio. EUR) zurück. Für das Geschäftsjahr 2009 insgesamt muss in Serbien mit einem Umsatzrückgang gerechnet werden. Ob auch im Geschäftsjahr 2009 noch wie in den Vorjahren das Ziel einer oberhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität des von Serbien aus geführten Teilkonzerns erreicht werden kann, ist aus heutiger Sicht offen. Zudem hängen die Umsatz- und Ergebnisbeiträge dieses Teilkonzerns auch weiterhin maßgeblich von der Entwicklung der Währungsrelation der lokalen Währung, des serbischen Dinar, die der Teilkonzern zum Ausweis seiner Ergebnisse verwendet, zum Euro ab.

Unverändert ist in Serbien offen, wann die sehr schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen dort wieder ein signifikantes Wachstum zulassen werden. So ist vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation des Landes ein steigender regulatorischer Preisdruck in Serbien in Diskussion; auch können weitere Zahlungsausfälle nicht ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund fokussiert der Konzern in Serbien weiterhin auf Kostensenkungen im operativen Geschäftsbetrieb; Serbien gilt deswegen auch als ein voraussichtlicher Schwerpunkt für ertragsverbessernde Maßnahmen im Rahmen des konzernweiten Projekts "STADA - build the future".

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungskosten von STADA erreichten in den ersten 9 Monaten 2009 einen Wert von 33,8 Mio. EUR (1-9/2008: 34,1 Mio. EUR). Insgesamt führte STADA in den ersten 3 Quartalen des laufenden Geschäftsjahres weltweit 335 einzelne Produkte (1-9/2008: 322 Produkteinführungen) in einzelnen nationalen Märkten ein.

Finanz- und Vermögenslage sowie Cashflow

Nach Ansicht des Vorstands ist die Finanz- und Vermögenslage des STADAKonzerns unverändert stabil. So betrug die Eigenkapitalquote zum 30.09.2009 34,5% (31.12.2008: 34,0%) und liegt nach Ansicht des Vorstands damit weiterhin deutlich im zufriedenstellenden Bereich von über 30%.

Die Nettoverschuldung belief sich zum 30.09.2009 auf 1.004,8 Mio. EUR (31.12.2008: 1.015,7 Mio. EUR) und lag damit um erfreuliche 58,0 Mio. EUR unter dem Wert zum 30.06.2009. STADA ist dabei nach wie vor maßgeblich über langfristige Schuldscheindarlehen verschiedener internationaler und nationaler Banken mit Fristigkeiten im Bereich 2010-2015 finanziert und verfügt zudem unverändert über ca. 500 Mio. EUR offene, d.h. vom Konzern nicht in Anspruch genommene Kreditlinien.

Der Brutto-Cashflow von STADA lag im Berichtszeitraum bei 131,0 Mio. EUR (1- 9/2008: 142,7 Mio. EUR). Der operative Cashflow stieg in den ersten 9 Monaten 2009 auf 124,7 Mio. EUR, bereinigt um periodenfremde Einflüsse auf 135,4 Mio. EUR (1-9/2008: 53,0 Mio. EUR, bereinigt um damalige periodenfremde Einflüsse 75,2 Mio. EUR). Der operative Cashflow im 3. Quartal 2009 für sich allein betrachtet erreichte damit 68,8 Mio. EUR und stieg somit um 36% bzw. bereinigt um 32% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum (Q3/2008: 50,6 Mio. EUR, bereinigt um damalige periodenfremde Einflüsse 52,4 Mio. EUR).

Akquisitionen und Desinvestitionen

Im Rahmen der zurzeit verfolgten behutsamen Akquisitionspolitik hat STADA im 3. Quartal 2009 nur eine sehr kleine Akquisition von spezifischen Produktionskapazitäten für ein einzelnes Konzernprodukt getätigt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt ca. 0,1 Mio. EUR. Zur Integrierung und Optimierung dieser Produktionskapazitäten werden zudem in 2010 im Rahmen von einmaligen Sondereffekten Kosten in Höhe von ca. 1,0 Mio. EUR anfallen.

Im laufenden 4. Quartal hat sich STADA in China von Randaktivitäten getrennt und den 51%-Anteil an der Health Vision Enterprise Ltd., Hongkong, China, veräußert. Die Health Vision Enterprise Ltd. ist überwiegend im Bereich der Handelsgeschäfte tätig, die bekanntlich nicht zu dem Kerngeschäft des Konzerns zählen. Der Kaufvertrag wurde im laufenden 4. Quartal am 26.10.2009 abgeschlossen. Der Vertrag sieht zeitlich gestaffelte Zahlungen des Kaufpreises von insgesamt ca. 4,2 Mio. EUR vor. STADA rechnet im Rahmen des Verkaufs mit einem moderaten Buchgewinn. Auf Grund nicht mehr gegebener Wesentlichkeit war die Health Vision Enterprise Ltd. im Konzern bekanntlich bereits zum 01.01.2009 entkonsolidiert worden.

Ausblick

Der Vorstand bestätigt grundsätzlich den im STADA-Geschäftsbericht 2008 publizierten Ausblick und Risikobericht für den Konzern unter Einbezug der diesbezüglichen ergänzenden Aussagen in den Zwischenberichten des laufenden Geschäftsjahres 2009.

Demzufolge zeichnet sich die weitere Entwicklung des STADA-Konzerns zum einen durch die vorhandenen strukturellen und operativen Wachstumschancen aus, zum anderen bestehen ein operativ weiterhin herausforderndes Umfeld sowie signifikante Belastungen auf Grund der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise.

Vor diesem Hintergrund hält der Vorstand das operative Geschäftsmodell von STADA weiter für nachhaltig und zukunftsfähig und sieht aus heutiger Sicht für die kommenden Jahre die prinzipielle Chance, ungeachtet eines weiterhin herausfordernden Umfelds Wachstum bei Umsatz und Konzerngewinn erzielen zu können.

Die für das 4. Quartal 2009 gegenüber dem 4. Quartal 2008 erwartete Umsatzsteigerung wird aus heutiger Sicht allerdings nicht mehr ausreichen, um im Geschäftsjahr 2009 insgesamt das Umsatzrekordniveau des Vorjahres erneut erreichen zu können. Bereinigt um Einflüsse aus Akquisitionen und Desinvestitionen sowie Währungseffekten erscheint für das Geschäftsjahr 2009 insgesamt im Konzern eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr jedoch weiterhin möglich.

Bei der Ertragsentwicklung sollte für das Geschäftsjahr 2009 insgesamt aus heutiger Sicht des Vorstands das Mindestziel eines bereinigten EBITDA von 250 Mio. EUR unverändert zu erfüllen sein. Damit besteht mit einer fortgesetzten Geschäftsbelebung im laufenden 4. Quartal weiterhin die Chance, im Geschäftsjahr 2009 das im Vorjahresabschluss 2008 ausgewiesene Ertragsniveau überschreiten zu können. Allerdings kann wohl das deutlich höhere um einmalige Sondereffekte sowie nicht operativ bedingte Effekte bereinigte Ertragsniveau des Vorjahres in 2009 voraussichtlich nicht mehr erreicht werden.

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