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Samstag, 27. März 2010, 10 bis 19 Uhr: KONTEXTARCHITEKTUR

Tagung im Sprengel Museum Hannover / Kurt-Schwitters-Platz, 30169 Hannover im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Philosophie:Kunst 2009-2011" / Eintritt frei

(lifePR) (Hannover, ) Die Tagung findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe Philosophie:Kunst 2009-2011-eine Kooperation der Kulturstiftung des Bundes und der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Mit der Errichtung des Fridericianums in Kassel im Jahre 1779 wurde der weltweit erste Museumsbau geschaffen, der einzig und allein der Präsentation von Kunst- und Kulturschätzen diente. Seitdem gehören Museen zu den wichtigsten Projekten namhafter Architekten.Visionäre wie Karl Friedrich Schinkel haben auf diesem Gebiet außergewöhnliche Ideen entwickelt. Das Bauwerk Museum galt als Aushängeschild der historischen Baukunst bis mit dem Ende des 20. Jahrhunderts die moderne Architektur verstärkt auch die Museumswelt prägte. Nicht nur das Guggenheim-Museum von Bilbao sorgte im Zuge dessen bei traditionellen Kunstwissenschaftlern und Museologen für hitzige Diskussionen. Parallel zu vielen modernen Projekte, die seitdem folgten, entbrannte ein Architekturstreit um das Verhältnis von Inhalt und Form. Verschwindet die Bedeutung der ausgestellten Objekte hinter einer avancierten Museumsarchitektur, die als "Metaausstellungsstück" selbst in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt? Oder gewinnt die Kunst mit der neuen Fassade gerade an Popularität?

Im Rahmen der öffentlichen Tagung "Kontextarchitektur" diskutieren namhafte Philosophen, Architekten und Architekturkritiker die theoretischen und praktischen Anforderungen an eine zeitgenössische Architektur für den musealen Raum. In was für einen Kontext stellt diese die ausgestellte Kunst? Und in welchem Kontext steht die museale Architektur selbst?Das Sprengel Museum Hannover bietet für diese Fragen zahlreiche Anknüpfungspunkte.Von der Architektengruppe Peter und Ursula Trint, Köln, und Dieter Quast, Heidelberg, entworfen, 1979 eröffnet und 1992 durch einen zweiten Bauabschnitt erweitert, wird das Museum von einem Konzeptionsprinzip des Dialoges zwischen "Öffnung und Schließung", zwischen "öffentlichem Bereich und Kunstaura" getragen.

Zu den besonderen Attraktionen des Museums, das mit Schwerpunkten wie dem deutschen Expressionismus und der französischen Moderne zu den bedeutendsten Museen der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zählt, gehören seine Künstlerräume. Das wiedererrichtete "Kabinett der Abstrakten" von El Lissitzky und die Rekonstruktion des Merzbaus von Kurt Schwitters stellen zwei herausragende, dabei jedoch ganz unterschiedliche Konzepte vor, Raum künstlerisch zu gestalten. James Turrells Lichträume setzen diesen Schwerpunkt für die Kunst der Gegenwart fort.

Mit der Auslobung eines internationalen Architektenwettbewerbs im Sommer 2009 begannen die Planungen für den Erweiterungsbau des Sprengel Museums. Gelegen auf dem angrenzenden Parkplatz neben dem Museum, soll der künftige 4350 Quadratmeter umfassende Anbau- neben zusätzlichen Nutzflächen für Depots und Büros - neue Ausstellungsflächen für eine umfangreichere Präsentation der Sammlung sowie Platz für Sonderausstellungen bieten.Die 56 Entwürfe, Modelle und Pläne des Architekturwettbewerbs sowie sein Preisträger, das Züricher Büro Meili + Peter, sind bis 31. März im Sprengel Museum zu sehen, und werden das Thema der Tagung somit um aktuellste Bezüge bereichern.

Architektur ist der zweite von insgesamt fünf Themenschwerpunkten des bundesweiten Projekts Philosophie:Kunst 2009-2011, das im Oktober 2009 mit einer Vortragsserie zur Ästhetik von Kunst und Design im Neuen Museum in Nürnberg eröffnete.Philosophische Analysen stärker noch in den öffentlichen Kunstdiskurs einzubeziehen und einem möglichst breiten Publikum durch den Dialog von Wissenschaft und Bildender Kunst Perspektiven für ein vertieftes Kunstverständnis vorzustellen, ist das Ziel dieses Kooperationsprojekts der Kulturstiftung des Bundes und der Ludwig-Maximilians-Universität München(Lehrstuhl für Philosophie IV, Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin).Bis Juli 2011 wird die Reihe mit Veranstaltungen im Staatlichen Museum Schwerin, im Museum Villa Stuck München und abschließend im Kunstmuseum Bonn fortgesetzt.

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