Donnerstag, 21. August 2014


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Elaine Sturtevant ist Preisträgerin 2013 des Kurt-Schwitters-Preises der Niedersächsischen Sparkassenstiftung

(lifePR) (Hannover, ) Die Niedersächsische Sparkassenstiftung verleiht ihren Kurt-Schwitters-Preis der in Paris lebenden amerikanischen Konzeptkünstlerin Elaine Sturtevant (geb. 1930 in Lakewood, Ohio). Der Preis wird 2013 zum neunten Mal vergeben, er ist mit 25.000 Euro dotiert.

Die international besetzte Jury begründet ihre Wahl wie folgt:

"Mit Elaine Sturtevant wird eine Künstlerin geehrt, die mit großer Insistenz über lange Jahre gegen viele Widerstände ihr Werk entwickelt hat. Dabei hat Sturtevant unterschiedliche künstlerische Medien genutzt und immer wieder zentrale Begriffe der künstlerischen Moderne, wie die des Originals oder der künstlerischen Autorenschaft, distanzierend unterlaufen.

Seit den 1960er-Jahren arbeitete Sturtevant an ihren 'Wiederholungen', für die sie Werke von Künstlern der Pop-Art wie Andy Warhol, Jasper Johns, Robert Rauschenberg und Roy Lichtenstein anfertigte. In europäischen Ausstellungen folgten Wiederholungen von Arman und Martial Raysse, Künstlern des Nouveau Réalisme aus Paris. Zu Auseinandersetzungen mit Künstlern und ihren Erben kam es, als sie Werke von Claes Oldenburg oder Joseph Beuys wieder erschuf. Der Rückzug in ein Jahrzehnt des künstlerischen Schweigens führte sie Ende der 1980er-Jahre schließlich zur Kunst zurück; in eine offene Distanzierung zur 'Appropriation Art' der New Yorker Szene und in eine beginnende Distanzierung zu den genutzten künstlerischen Originalen, indem sie selbst als handelnde Figur in ihren Wiederholungen aufzutreten begann.

Sturtevant begann ab der Jahrtausendwende mit ihrer Arbeit im Bereich Video und Film, mit Installationen und präzisen theatralischen Inszenierungen. In Deutschland ist sie seit den 1980er-Jahren aus Ausstellungen der Galerie Paul Maenz und ihrer großen Retrospektive im Frankfurter Museum für Moderne Kunst 2004 bekannt; 2011 erhielt sie auf der Biennale in Venedig den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk."

Der Kurt-Schwitters-Preis 2013 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung wird am 22. September 2013 verliehen. Anlässlich der Preisvergabe wird eine Ausstellung der Künstlerin gezeigt.

Die Jury zur Vergabe des Kurt-Schwitters-Preises 2013:

Prof. Dr. Ulrich Krempel, Direktor Sprengel Museum Hannover (Vorsitzender), Prof. Dr. Beatrice von Bismarck, Prorektorin Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, Hendrik Driessen, Direktor De Pont museum voor hedendaagse kunst (Tilburg, Niederlande), Dr. Fabrice Hergott, Direktor Musée d'Art moderne de la Ville de Paris, Adrian Searle, Kunstkritiker, The Guardian London, Prof. Thomas Wagner, Kunstkritiker (Frankfurt am Main)

Anliegen des Kurt-Schwitters-Preises ist es, Künstler zu würdigen, "deren Werk durch die Berufung auf Kurt Schwitters gekennzeichnet ist und sich durch das Vorwagen in neue Bereiche künstlerischen Gestaltens und künstlerischer Vorstellungen auszeichnet, oder deren Werk einen Beitrag zur Verbindung und Integration der künstlerischen Gattungen leistet".

Die Vergabe des Kurt-Schwitters-Preises ist ein wichtiger Baustein der Kulturförderung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, die sich nicht nur für die bildende Kunst, sondern auch in den Bereichen Musik, Museen und Denkmalpflege engagiert.

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