Sonntag, 04. Dezember 2016


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Projekt "Selbstbestimmt gesünder III" läuft an

SOD-Gesundheitsprogramm Healthy Athletes®

(lifePR) (Berlin, ) Gute Nachrichten für Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung: Das Projekt "Selbstbestimmt gesünder III" des Gesundheitsprogramms Healthy Athletes® von Special Olympics Deutschland, für die Jahre 2015/16 vom Bundesministerium für Gesundheit erneut bewilligt, ist in den Projektländern Baden-Württemberg, Niedersachsen, NRW, Saarland und Sachsen-Anhalt angelaufen. Es richtet sich mit Angeboten zur Prävention und Gesundheitsförderung insbesondere an junge Erwachsene mit geistiger und Mehrfachbehinderung direkt in ihren Lebenswelten. Special Olympics Berlin-Brandenburg und Special Olympics Bayern, Projekt-Landesverbände bei "Selbstbestimmt gesünder I und II", werden seit April 2015 von ihren Bundesländern gefördert.

Das Projekt reicht wie seine Vorgänger "Selbstbestimmt gesünder I und II" weit über das weltweit bewährte Healthy Athletes® Programm von Special Olympics hinaus, bei dem sich Sportlerinnen und Sportler bei Veranstaltungen kostenlos untersuchen lassen können. Denn das Special Olympics Modellprojekt ermöglicht die Ausweitung des Healthy Athletes® Programms in den Alltag. In den Pilotländern werden Mitarbeiter für das Gesundheitsprogramm finanziert, die vor Ort Netzwerke aufbauen und pflegen, das Programm bekannt machen und nun in der dritten Stufe des Projekts dafür sorgen, dass es auch direkt im Lebensumfeld der Athletinnen und Athleten angeboten werden kann.

Junge Erwachsene mit geistiger und Mehrfachbehinderung werden insbesondere in den Organisationen der Behindertenhilfe, in Wohneinrichtungen, Werkstätten und Schulen sowie bei Veranstaltungen von Special Olympics Deutschland aufgesucht und mit den Maßnahmen zur Gesundheitsförderung vertraut gemacht. Das geschieht mit Methoden und Materialen, die sich in Form und Sprache direkt an sie richten, um damit Selbstbestimmung und Teilhabe an der eigenen Gesundheitsvorsorge zu verbessern.

Dazu erklärt Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit: "Prävention und Gesundheitsförderung sind besondere Anliegen der Bundesregierung. Wir haben deshalb ein Präventionsgesetz auf den Weg gebracht, das sich derzeit in den parlamentarischen Beratungen befindet und zügig verabschiedet werden soll. Ein Ziel des Gesetzes ist es, das Wissen, die Befähigung und die Motivation der Bevölkerung zu einem gesundheitsbewussten Verhalten in allen Lebensphasen zu stärken und damit gesundheitliche Risiken zu senken. Damit dies gelingen kann, müssen wir die Menschen dort erreichen, wo sie leben, arbeiten und lernen. Genau dies tut Special Olympics mit seinem Projekt 'Selbstbestimmt gesünder' und trägt seine bewährten Ansätze zur Prävention von Menschen mit Behinderungen in die Fläche. Deshalb unterstützt und fördert das Bundesministerium für Gesundheit das Projekt gerne weiter."

"Prävention und Gesundheitsförderung dürfen nicht ausgeschlossen sein, wenn ein Mensch eine Behinderung hat. Das Special Olympics Gesundheitsprogramm Healthy Athletes ebnet und erleichtert Menschen mit Behinderung den Zugang zur Gesundheitsversorgung", sagt SOD-Vizepräsident Hubert Hüppe MdB. "Dem Gesundheitsprogramm ist zu danken, dass gesundheitliche Probleme entdeckt werden, die sonst womöglich unerkannt geblieben wären. Mit teilweise einfachen Maßnahmen wie z.B. Brillen trägt es zu einer maßgeblichen Verbesserung der Lebensqualität bei. Besonders wichtig ist, den Menschen mit Behinderung selbst in die Lage zu versetzen, auf seine Gesundheit zu achten. Mit dieser dritten Stufe des Projekts 'Selbstbestimmt gesünder' setzen wir genau dort an, können unser Gesundheitsprogramm noch weit mehr Menschen anbieten und sie direkt in ihrem Lebensumfeld ansprechen."

Im Rahmen des Projektes werden Materialien in Leichter Sprache mit individualisierten Handlungsempfehlungen zum Gesundheitsverhalten entwickelt und den Teilnehmern zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sollen nun auch persönliche Bedarfe der Teilnehmer festgehalten werden, um damit langfristig deren Selbstwirksamkeit nachhaltig zu verbessern. Auf diese Weise können Handlungskompetenzen zu Fragen des gesundheitlichen Wohlbefindens wie gesunde Ernährung und Körpergewicht, Hygiene, Blutdruck, Sonnenschutz, Nichtrauchen, Hör- und Sehvermögen, Zahn- und Mundhygiene, Fußpflege und Bewegungsförderung nachhaltig gestärkt und erweitert werden.

Neben Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung werden auch deren Familien, Mediziner, medizinisches Fachpersonal, Lehrer und Betreuer der Einrichtung in das Projekt einbezogen. Das Projekt ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und soll nach Abschluss auf weitere Bundesländer erweitert und dauerhaft etabliert werden.

Die Projektleitung erfolgt in der SOD- Bundesgeschäftsstelle Berlin durch Ines Olmos MPH und Dr. Imke Kaschke MPH.

Weitere Informationen unter www.specialolympics.de

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