Mittwoch, 18. Januar 2017


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vbw für rasche Vollendung des europäischen Energiebinnenmarkts

Brossardt: "Europäische und deutsche Energiepolitik eng koordinieren"

(lifePR) (Niestetal, ) Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. plädiert für eine rasche und konsequente Vollendung eines europäischen Energiebinnenmarktes. Im Vorfeld einer Sitzung der EU-Energieminister zur geplanten Energieunion betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: "Eine dauerhaft sichere Energieversorgung zu bezahlbaren Preisen ist ein wesentlicher Pfeiler für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Europa. Sie herzustellen, ist eine gemeinsame Aufgabe, die wir so schnell wie möglich erledigen müssen. Wir brauchen einen vollständig liberalisierten Energiemarkt ohne regulierte Preise. Vorrangiges Ziel der Energieunion muss es sein, bestehende Hindernisse abzubauen, die Energiesysteme zu modernisieren und den Verbrauchern zu ermöglichen, von den Preisunterschieden und der Angebotsvielfalt in der EU zu profitieren."

Positiv bewertet die vbw, dass die EU mit der europäischen Energieunion beabsichtigt, die Industriebasis in Europa zu stärken. "Um Wachstum und Wohlstand zu erhalten, ist es nötig, den industriellen Wertschöpfungsanteil in Europa bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen. In Bayern beträgt der industrielle Anteil an der Bruttowertschöpfung bereits mehr als 26 Prozent", erklärte Brossardt. Die vbw erwartet von der europäischen Energie- und Klimapolitik dazu eine stärkere Ausrichtung an den ökonomischen Erfordernissen. "Um den Industriestandort nicht zu gefährden, darf die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft nicht durch ständig schärfere Anforderungen geschwächt werden. Darauf ist auch bei der angekündigten Reform des EU-Emissionshandelssystems unbedingt zu achten", so Brossardt.

Mit Blick auf Berlin mahnte Brossardt eine engere Koordination der deutschen mit der europäischen Energie- und Klimapolitik an: "Nationale Energiepolitik kann nur im europäischen Kontext gelingen. Überambitionierte deutsche Energie- und Klimaziele zusätzlich zu den Vorgaben aus Brüssel führen zu Doppelbelastungen für unsere Unternehmen." Auch bei der Entwicklung eines neuen deutschen Strommarktdesigns fordert die vbw die Bundesregierung auf, die Ziele des EU-Binnenmarkts zu berücksichtigen: "Das gilt auch für das noch immer fehlende energiewirtschaftliche Gesamtkonzept. Darin muss die Bundesregierung festlegen, wie die Energieerzeugungsarten untereinander sowie Erzeugung, Transport, Energieeffizienz und Speicherung intelligent verknüpft werden sollen, um auch künftig eine sichere und preisgünstige Energieversorgung zu garantieren. Die enge Koordination mit unseren EU-Partnern spielt gerade hier eine herausragende Rolle."

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