Montag, 05. Dezember 2016


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Umschlag in den Niedersächsischen Seehäfen erholt sich langsam

41,380 Millionen Tonnen Güterumschlag im Seeverkehr in den ersten drei Quartalen / Wirtschaftskrise bereitet Rückgang um 10 %

(lifePR) (Oldenburg, ) Als ein "erstes positives Signal" wertet Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen GmbH die Umschlagsergebnisse, die in den neun Niedersächsischen Seehäfen von Januar bis September im Seeverkehr erzielt worden sind. Zwar sei der Umschlag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in 2008 mit 41,380 Millionen Tonnen zweistellig um 10 % gesunken, doch gebe es Anzeichen, dass einzelne Gütergruppen sich langsam erholen. Nichtsdestotrotz haben die Häfen mit der Wirtschaftskrise zu kämpfen.

Der Hafen Brake musste von Januar bis September bei einem umgeschlagenen Volumen von 3,357 Millionen Tonnen im Seeverkehr ein Minus von 23 % (4,347 Millionen Tonnen von Januar bis September 2008) hinnehmen. Ursächlich hierfür war der schwache Umschlag von Forstprodukten, Eisen & Stahl sowie Getreide. Ein deutliches Plus von 48 % (48.625 Tonnen von Januar bis September 2009; 32.844 Tonnen von Januar bis September 2008) konnte dagegen bei der Verladung von Windenergiekomponenten erreicht werden.

"Für alle Standorte gilt, dass der Bereich Windenergie besonders beschäftigungs- und wertschöpfungsintensiv ist. Dies spiegelt sich in der Statistik, die den Umschlag in "Gewichtstonnen" angibt, nicht entsprechend wider", erklärt Andreas Bullwinkel.

In Cuxhaven ist der Umschlag im Seeverkehr mit 1,252 Millionen Tonnen um 21 % gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr zurückgegangen (1,580 Millionen Tonnen von Januar bis September 2008). Die schwache Wirtschaftslage hat im Standort an der Elbe zu Rückgängen beim Stückgut-, beim Automobilumschlag und bei RoRo-Verladungen geführt. Zulegen konnten die Bereiche Windenergie mit insgesamt 171.457 Tonnen (66.236 Tonnen von Januar bis September 2008) und - im Zuge der umfangreichen Baumaßnahmen in Cuxhaven - Baustoffe mit 219.951 Tonnen (6.735 Tonnen von Januar bis September 2008).

In Emden verlor der seeseitige Umschlag mit 2,592 Millionen Tonnen im Vergleich zu 3,404 Millionen Tonnen im Vorjahr um 24 %. Der Umschlag von Kraftfahrzeugen ging mit 570.230 Fahrzeugen in den ersten drei Quartalen 2009 gegenüber dem Vorjahr um 27 % zurück (786.543 Stück von Januar bis September 2008). Der Papier- und Zellstoffumschlag sank um -20 % auf 417.049 Tonnen von Januar bis September 2009 (521.327 Tonnen von Januar bis September 2008). Für den Bereich Forstprodukte und Automobilverladungen hofft man zum Jahresende auf eine leichte Verbesserung der Situation. Der Umschlag von Windenergie-Komponenten bleibt stark, verliert aber mit 174.688 Tonnen von Januar bis September 2009 um 6 % (185.837 Tonnen von Januar bis September 2008).

Der Standort Nordenham musste trotz gestiegener Mengen beim Kohleumschlag (+ 15 %; 1,508 Millionen Tonnen von Januar bis September 2009, 1,309 Millionen Tonnen von Januar bis September 2008) ein Minus im Seegüterverkehr hinnehmen. Insgesamt wurden 2,304 Millionen Tonnen Güter von Januar bis September 2009 umgeschlagen, 9 % weniger als im Vergleichszeitraum 2008 (2,536 Millionen Tonnen). Ursache sind Umschlagsrückgänge bei Mineralölprodukten, Erzen und Abbränden sowie bei Eisen & Stahl.

Der Seehafen Stade verbucht mit 3,680 Millionen Tonnen in den ersten drei Quartalen 2009 ein Minus von 13 % im Seeverkehr, im Vorjahr sind im gleichen Zeitraum 4,237 Millionen Tonnen umgeschlagen worden. Zuwächse gab es in Stade beim Umschlag von Aluminiumoxyd und -hydroxid (+17 %; 301.278 Tonnen von Januar bis September 2009, 258.228 Tonnen von Januar bis September 2008) sowie bei chemischen Grundstoffen (+ 39 %; 1,731 Millionen Tonnen von Januar bis September 2009, 1,243 Millionen Tonnen von Januar bis September 2008). Umschlagsrückgänge gab es dagegen bei Metallerzen und Flüssiggas.

In Wilhelmshaven beläuft sich der Umschlag der ersten drei Quartale auf 27,674 Millionen Tonnen, 7 % weniger als noch im gleichen Zeitraum in 2008 als 29,623 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen worden sind. Eine Rolle spielt hierbei der rückläufige Umschlag von Rohöl (-3 %; 20,130 Millionen Tonnen von Januar bis September 2009, 20,689 Millionen Tonnen von Januar bis September 2008) und Mineralölprodukten (-11 %; 4,330 Millionen in 2009, 4,871 Millionen in 2008). Aufgrund der laufenden Revision bei der Wilhelmshavener Raffinerie, die regelmäßig durchgeführt werden muss, ist damit zu rechnen, dass die Umschlagzahlen bis Jahresende nochmals absinken. Der Kohleumschlag ist aufgrund der an der Niedersachsenbrücke laufenden Ausbauarbeiten nur temporär negativ beeinflusst

(-6 %; 1,580 Millionen Tonnen von Januar bis September 2009, 1,684 Millionen Tonnen von Januar bis September 2008).

Der Hafen Oldenburg verzeichnete ein erfreuliches Plus von 83 % beim Seegüterumschlag. In den ersten neun Monaten des Jahres 2009 wurden hier 116.300 Tonnen umgeschlagen (63.600 Tonnen von Januar bis September 2008).

Papenburg registrierte ein leichtes Minus im Seegüterumschlag von 3 %, das aus der reparaturbedingten Sperrung der Seeschleuse im Juli resultiert. Insgesamt wurden im Seeverkehr seit Jahresbeginn 345.544 Tonnen umgeschlagen, in 2008 belief sich der Seegüterumschlag im gleichen Zeitraum auf 354.651 Tonnen.

Der Standort Leer verbuchte mit einem Umschlagsvolumen von 56.442 Tonnen ein Minus von 32 % im Seegüterverkehr von Januar bis September 2009 (83.360 Tonnen von Januar bis September 2008).

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