Freitag, 02. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 151134

Wer sammelt, ist neugierig!

(lifePR) (Unterschleißheim, ) Und wer sammelt, weiß mehr. Das erfahren wir immer wieder, wenn wir uns für das Briefmarkensammeln bei Kindern und Jugendlichen stark machen. Seit Jahren engagieren wir uns für den Nachwuchs in der Philatelie und vermitteln nicht nur die Freude und den Spaß an der Sache, sondern - ganz nebenbei - auch die wichtigsten Lernfaktoren für das spätere Leben.

Ob im Projekt "Lichtblick Hasenbergl" in München, wo wir jungen Menschen aus sozial schwierigen Verhältnissen die Freude am Lernen über das Medium Briefmarke vermitteln, oder im Lehrer-Seminar in Apolda, wo Pädagogen verschiedenster Fachrichtungen alles über die positiven Effekte des Briefmarkensammelns erfahren: Immer - ganz egal ob bei Kindern oder Erwachsenen - erleben wir die Begeisterung, die das Sammeln auslöst - wenn man erst einmal auf den Geschmack gekommen ist.

Dass die Kinder dabei ohne große Anstrengung jede Menge lernen - ganz ohne das Gefühl etwas lernen zu müssen - ist doch umso besser, oder?
Wie lernt man mit Briefmarken?

Das fängt schon an, wenn es darum geht, die gestempelten Briefmarken vom Briefstück abzulösen und auf dem Löschkarton zu trocknen: Nasse Briefmarken sind sehr empfindlich und müssen vorsichtig angefasst werden! Und zwar mit einer Pinzette und nicht mit den Fingern. Das fördert die Feinmotorik, das Fingerspitzengefühl und die Gewissenhaftigkeit.

Dann werden die getrockneten Marken begutachtet und fehlerhafte Stücke werden aussortiert: Hier lernen die jungen Briefmarkensammler Sauberkeit und Genauigkeit und sie erproben ihr Urteilsvermögen und Qualitätsbewusstsein.

Unsere Gespräche mit Professoren, Lehrern und Pädagogen haben ergeben, dass die Grundlagen für diese Fähigkeiten schon im Kleinkind- und Vorschulalter gelegt werden. In Familien, in denen die Eltern sich die notwendige Zeit für Ihre Kinder nehmen, sich immer wieder gemeinsam über Bilderbücher und erste Texte setzen und viel dazu sagen und erklären, wird den Kindern das Verständnis für Zusammenhänge vermittelt. Das Gesehene wird nicht nur wahrgenommen, sonder auch verarbeitet und verknüpft. Kinder dagegen, die mit 3 Jahren nur vor dem Fernseher sitzen, bekommen diese Chance nicht: Ohne die Vermittlung, Erklärung und wiederholende Bestätigung durch die Eltern bleiben die flimmernden Bilder nur unzusammenhängende Sequenzen ohne Verknüpfung. Kinder ohne diese Grundlage haben es in der Schule und im späteren Leben dann meist schwerer als Kinder, mit denen diese Fähigkeiten spielerisch trainiert wurden. Und was könnte sich besser für das Training eignen als die vielseitige Briefmarke mit all ihren Vorzügen!

Schließlich geht es ans Sortieren der Briefmarken für die Sammlung. Das kann nach geographischen oder thematischen Kriterien geschehen - nach Herausgabeland oder nach Marken-Motiv. Der eine will möglichst alle Marken Griechenlands, Norwegens oder Australiens haben, der andere alle Marken, auf denen die Märchen der Brüder Grimm zu sehen sind, oder Schiffe, oder Dinosaurier. Dabei lernen die Kinder den Umgang mit fremden Sprachen, zum Beispiel bei exotischen Ländernamen wie Hellas oder Suomi, und sie üben sich in der Benutzung von Sekundärliteratur. Schließlich will man ja ganz genau wissen, aus welchem Land die Marke stammt, die da vor einem liegt, oder was exakt auf ihr zu sehen ist. Das Allgemeinwissen wird dabei ganz automatisch gefördert und man lernt bei der Beschäftigung mit den Inhalten der Marken, mit Lexika, Briefmarkenkatalogen und Atlanten viel über Landeskunde, Geographie, Geschichte, Soziologie, Naturwissenschaften, Kunst, Literatur und Politik.

Unsere Erfahrungen mit Kindern im Vorschulalter haben gezeigt, dass eine frühe Heranführung an Bücher von nicht zu unterschätzendem Wert für die Entwicklung der Kinder ist. Und bei der Beschäftigung mit den kleinen gezackten Kunstwerken aus der Welt der Philatelie nimmt jeder früher oder später ganz von selbst das eine oder andere Buch zur Hand - sei es ein Lexikon oder ein MICHEL-Katalog. Das fördert natürlich die Allgemeinbildung, vor allem dann, wenn Eltern und Pädagogen das Kind beim Briefmarkensammeln begleiten und unterstützen.

Aber auch das Gefühl für Ästhetik und Schönheit wird durch die Beschäftigung mit der eigenen Sammlung geschult. Schließlich will man seine Briefmarken ja möglichst sehenswert präsentieren, und die Gestaltung eines Titelblattes oder der einzelnen Albenblätter fördert das künstlerische Können aber auch den Umgang mit dem Computer und dem Textverarbeitungsprogramm! Und wenn es später einmal an die Gestaltung von Ausstellungsblättern geht, muss man auswählen, anordnen, beschreiben und Unnötiges weglassen können. Denn die fachlichen Texte auf den Ausstellungsblättern sollen ja kurz und treffend sein.

Und was macht man, wenn einem eine Marke fehlt? Man versucht natürlich, die Lücke in der Sammlung zu schließen! Dafür braucht man einen Tauschpartner, der einem beim Aufbau der Sammlung hilft, und der selbst auch Unterstützung beim Anlegen seiner Sammlung gebrauchen kann. So entstehen zwischenmenschliche Kontakte und die jungen Sammler eignen sich wichtige soziale Kompetenzen an. Denn nur mit der nötigen Ausdauer und Zielorientierung kann man die Sammlung vervollständigen. Und sollte einmal eine fehlende Marke beim Händler gekauft werden müssen, liefert das erste Einblicke in den Umgang mit Geld und fördert die Kostenorientierung.

Die Philatelie macht also nicht nur richtig Spaß, sondern hilft den neugierigen Kindern in ihrer Entwicklung zum verantwortungsvollen, weltoffenen und toleranten Menschen. Eine Studie zeigt, dass Kinder, die Briefmarken sammeln, im Durchschnitt bessere Noten haben als die nichtsammelnden Klassenkameraden. Es stimmt also: Wer sammelt, weiß mehr!

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