Mittwoch, 07. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 134331

Hoch hinaus: der neue OpernTurm Frankfurts

Mit Isolierverglasung von SCHOLLGLAS

(lifePR) (Barsinghausen/Tübingen, ) Der neue OpernTurm bereichert die Skyline Frankfurts um einen eindrucksvollen Hochhausbau. Zu ebener Erde betrachtet, gibt das nach einem Entwurf von Christoph Mäckler Architekten, Frankfurt, erbaute Gebäude dem Opernplatz auf seiner Westseite eine Fassung. Es stellt damit den klar definierten repräsentativen Raum rund um das Operngebäude, wie er im 19. Jahrhundert hier angelegt wurde, wieder her. Das Gebäude besteht aus dem Turm und einem siebengeschossigen Podiumsbau. Dieser nimmt die Blockrandbebauung des 19. Jahrhunderts wieder auf. Korrespondierend zum Operngebäude wurde seine Fassade in gelbem Naturstein ausgeführt. Zweigeschossige Arkaden mit Läden und Restaurants geben dem derzeit verwaisten Platz seine Urbanität wieder, von einer Dachterrasse aus kann man den Blick auf den Opernplatz genießen. Dahinter erhebt sich der 170 m hohe OpernTurm. Man betritt ihn entweder über die Galeria - einen glasüberdachten Einschnitt im Podiumsgebäude - oder über eine eindrucksvolle viergeschossige Eingangshalle auf seiner Südseite. Klassisch ist der Turm eingeteilt in einen Sockelbereich bis zum 4. Stock, Mittelteil mit Büronutzung und einen markanten Kopf mit einer Stadtloggia im 41. Stock, die weiten Ausblick über die City gewährt.

Ins Auge sticht die ausdruckvolle Plastizität des gesamten Gebäudes. Den Architekten war es wichtig, sich von den glatten Hüllen der Bürotürme abzusetzen, die die Frankfurter Skyline dominieren. Deshalb fiel in Anlehnung an die Fassade der Oper die Entscheidung für einen hellen Kalkstein. Die Besonderheit der OpernTurm-Fassade ist, dass sie nicht vorgehängt ist, sondern tatsächlich über die gesamte Höhe des Turmes selbst trägt. In der so genannten "tube in tube"-Konstruktion werden Erschließungskern und die äußere Hülle tragend ausgebildet. Im 40. Stockwerk sind sie aussteifend miteinander verbunden. Die aus der Konstruktion resultierende Tiefe der Natursteinfassade setzten die Architekten bewusst ein, um sie dreidimensional erlebbar zu machen. Die Fenster liegen tief in ihren Laibungen, was optisch durch die dunklen Profile und schmalen Lüftungsflügel aus Aluminium verstärkt wird. Die daraus resultierende Verschattung bewirkt etwa 20% Energieeinsparung.

In der Mitte jeder Turmseite zieht sich in der Natursteinfassade ein etwa 4 m breiter Einschnitt mit durchgehender Glaskonstruktion nach oben und gibt dem Gebäude schlankere Proportionen. Diese Einschnitte werden nach oben gestaffelt immer tiefer und teilen den Turm ab dem 41. Geschoss in 4 freistehende Türme. Hier endet auch die Struktur als kleinteilige Lochfassade: An den Stirnseiten im Süden und Norden bildet der Naturstein geschlossene Flächen. Daraus treten im 42. OG großflächige 9 m hohe Panoramafenster in einer vorgehängten Pfosten-Riegel-Konstruktion hervor. An West- und Ostseite setzt sich die Fassade in Form von Pfeilern nach oben fort. Die eigentliche Hülle ist eine Glasfassade aus riesigen Schiebetüren, die sechs Meter von der Natursteinpfeilern zurückversetzt ist. So entstehen überdachte Terrassen, die Stadtloggien.

Um die Plastizität der Natursteinfassade hervorzuheben, sollte das Glas des gesamten Gebäudes kaum wahrnehmbar sein, also einen hohen Weißanteil haben. Hier kamen die Vorzüge des GEWE-therm® Isolierglases zum Tragen, das bei neutraler An- und Durchsicht effektiven Wärmeschutz bietet und mit zusätzlichen Funktionalitäten ausgerüstet werden kann. Sämtliche Fenster und Fassadengläser des Turmes, rund 12.000 m², wurden aus GEWE-therm® sun mit der High-Selective-Beschichtung HS 51 realisiert. Ab 120 m Höhe war insbesondere auf der Südseite wegen des Frankfurter Flughafens zusätzliche eine radardämpfende Ausrüstung der Gläser erforderlich. Für das Glasdach der Galeria wurden Isoliergläser aus Verbundsicherheitsglas GEWE-safe® in Kombination mit teilvorgespannten GEWE-tvg® hergestellt. Um Überhitzung zu vermeiden, erhielten sie zusätzlich die Sonnenschutzbeschichtung Sunguard Solar silver grey 32. Die 18 m hohe Glasfassade der Eingangslobby sollte ebenfalls optisch zurücktreten und wurde deshalb als vorgespannte Stahl-Glaskonstruktion mit besonders schmalen Profilen von nur 10 x 120 mm ausgeführt. Entsprechend kam für die Isoliergläser GEWE-tvg® extra clear in Kombination mit GEWE-safe® zum Einsatz. Zum Schutz vor Lärm wurden die Schaufenster zusätzlich akustisch ausgerüstet.

Die Natursteinfassade in Kombination mit der eingesetzten Hochleistungsverglasung trägt entscheidend dazu bei, dass der OpernTurm 23% weniger Energie verbrauchen wird, als von der Energieeinsparungsverordnung gefordert. Dafür er hält er auch als einer der ersten Bürohochhausbauten Europas die Gold-Zertifizierung nach dem US-Umweltstandard LEED.

Objekt OpernTurm Frankfurt am Main
Bauherr Tishman & Speyer, Frankfurt a. M. / D
Architekten Christoph Mäckler Architekten, Frankfurt a. M. / D
Fassadenkonstruktion Josef Gartner GmbH, Gundelfingen / D
Glaslieferant Schollglas Technik Sachsen GmbH, Nossen/OT Heynitz/D

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