Freitag, 09. Dezember 2016


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Von der Idee zum Produkt

Innovationen in der Textilindustrie

(lifePR) (Emsdetten, ) Die Herstellung von Textilien ist so alt wie die Menschheit. Mit der Industrialisierung hat sie sich weltweit - trotz nationaler Unterschiede - zu einem wichtigen Industriezweig entwickelt. Technologische Entwicklungen halten den Markt seit jeher in Bewegung. Unter dem Motto "Ein besserer Faden für ein besseres Leben" präsentierte DuPont 1938 die neuartige Kunstfaser Nylon. Damals eine kleine Sensation. In der jüngeren Vergangenheit gab es besonders im Bereich so genannter technischer Textilien zahlreiche Neuentwicklungen. Verwendung finden diese unter anderem im medizinischen Bereich, in der Automobilbranche oder in der Sportbekleidungsindustrie.

Auch Dekorationstextilien sind heutzutage mehr als ein schön anzusehender Teil der Innenausstattung: Die Herstellung flammhemmender Stoffe beispielsweise ist ein Meilenstein der letzten Jahrzehnte. In Deutschland leistet deren Einsatz heute einen entscheidenden Beitrag zum Brandschutz in Objekten. Wenn ein Unternehmen mit einer solchen Innovation auf den Markt gehen will, muss es zunächst Zeit und Geld in eine Idee investieren. Ob das Wagnis von Erfolg gekrönt wird, lässt sich nicht vorhersehen. Aber welche Neuheiten werden auf dem Markt angenommen und welche nicht?

1980 wurde in Japan ein Verfahren entwickelt, welches nach dem Katalysatorprinzip eines Automobils Abgase über Edelmetall leitet und somit eine Katalyse bewirkt. Ermöglicht wird so das Aufbrechen von Schad- und unangenehmen Geruchsstoffen in der Luft. Das Verkaufspotenzial der Entwicklung für die Textilindustrie erkannte das deutsche Unternehmen Schmitz-Werke GmbH + CO. KG . Es erwarb das alleinige Vertriebsrecht und brachte unter dem Dach der eigenständigen Tochterfirma drapilux GmbH Textilien mit luftreinigender Wirkung auf den Markt. Geplant war zunächst eine Dauer von einem Jahr, um die gewünschte Marktdurchdringung zu erreichen. Theoretisch erschließt sich dem Anwender der Zusatznutzen lufterfrischender Textilien sofort, praktisch lässt er sich aber am POS nicht erfahrbar machen. Für den Vertrieb stellt dies eine große Herausforderung dar: "Das Problem liegt darin, dass man selber erst einmal die Wirkung erfahren haben muss, um persönlich davon überzeugt zu sein", so Bernd Möller, Verkaufsleiter bei drapilux. Besonders wichtig ist daher die Schulung des Vertriebs. Dieser muss den Nutzen glaubwürdig transportieren.

Außer einer bestimmten minimalen Oberflächengröße der Textilien im Verhältnis zur Raumgröße gibt es übrigens keine Vorraussetzung für die Entfaltung der Wirkung. Im Gegensatz zu anderen luftreinigenden Verfahren, bei denen beispielsweise Titanoxid eingesetzt wird, sind keine UV-Strahlen nötig, um den Prozess in Gang zu bringen. Ein weiterer Pluspunkt des von drapilux genutzten Verfahrens: Die Veredelung der Stoffe und die flammhemmenden Eigenschaften der Textilien stehen sich nicht gegenseitig im Wege.

Besonders gut verkaufen sich luftreinigende Textilien übrigens in China. "Viele Chinesen legen großen Wert darauf, zu Hause saubere, frische und gesunde Luft zu atmen", so Gudrun Klöhn, seit 2004 Exportleiterin bei drapilux. Gleiches gelte für den Bereich der Schifffahrt in Korea.

Heute sind luftreinigende Stoffe zwar noch kein Standard, aber am Markt etabliert - das Prinzip wird bereits in anderen Bereich der Inneneinrichtung angewendet wie beispielsweise bei Bodenbelägen oder Tapeten. Bis zum Endkonsumenten ist die Entwicklung aus Sicht der Experten bei den Schmitz-Werken noch nicht vorgedrungen. drapilux selbst vertreibt fast ausschließlich im b-to-b Bereich und konzentriert seine Marketing- Aktivitäten auf diesen Sektor. Das Unternehmen hat einst mit Mut den Weg für luftreinigende Textilien bereitet und das Risiko des Vorreiters für den Markt übernommen. "Die Kosten für die Veredelung der Stoffe sind mittlerweile Bestandteil des Fertigungsprozesses. Die Mehrkosten sind so verschwindend gering, dass sie - gemessen am Zusatznutzen - gerade im Objektgeschäft kaum relevant sind", erklärt Möller. Im Vordergrund der Kaufentscheidung steht übrigens nach wie vor das Design der Stoffe. Weitere wichtige Aspekte sind Qualität und Pflegeleichtigkeit.

Und was wird es in Zukunft Neues am Markt geben? "Denkbar wären Stoffentwicklungen für leuchtende Gewebe, die mit LEDs bestückt sind oder Gewebe mit Sensoren, die Signale aussenden, wie es das im Bereich der Oberbekleidung bereits gibt, oder Stoffe, die die Raumtemperatur überwachen können", so Klöhn.

Ob die Ideen tatsächlich am Markt eine Chance hätten, wird sich in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft zeigen.

Direkt bei drapilux erhältlich ist eine DVD mit einem kurzen Film, der anschaulich die Wirkweise des luftreinigenden Deko-Stoffes "drapilux air" darstellt. Die Bestellung ist kostenfrei. (Mail bitte senden an: info@drapilux.com)

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