Dienstag, 06. Dezember 2016


Kunstankauf aus der Provenienz Stolberg-Wernigerode durch die Stiftung Schloß Wernigerode

(lifePR) (Wernigerode, ) Am 1. April 2009 wurden bei Christie's in Amsterdam vierzig Gegenstände aus dem Eigentum des Prinzen Philipp Konstantin zu Stolberg-Wernigerode verauktioniert. Teile dieser Auktionsgegenstände entstammen direkt der Dauerausstellung des Schlosses Wernigerode.

In einer konzertierten Auktion zwischen dem Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, der Kulturstiftung der Länder in Berlin und der Stiftung Schloß Wernigerode wurden insgesamt 13 Versteigerungsposten mit insgesamt 22 Gegenständen dauerhaft für die Ausstellung auf Schloß Wernigerode angekauft.

Die wichtigsten Positionen waren originale Möbel, die in den sogenannten Henrichskammern im 2. Rundgang auf Schloß Wernigerode in der Raumfassung der 1920er Jahre präsentiert wurden. Es handelt sich dabei um im Renaissance-Stil gehaltene Möbel des Historismus, deren Oberfläche gleichwohl aus originalen Renaissance-Schnitzereien besteht. Die Schloß Wernigerode GmbH hat daraufhin im Oktober 2009 den kompletten Raum nach historischem Vorbild rekonstruiert. Zu diesen Positionen gehören auch zwei geschnitzte Frührenaissance-Plastiken, die ebenso in diesem Raum präsentiert werden.

Darüber hinaus wurden hochwertige Porzellangegenstände, zwei Meißner Bisquitporzellanfiguren Cupido und Psyche sowie Diane und Endymion, ein deutscher silberner Ananaspokal des 19. Jahrhunderts sowie wertvolle Fayencen und wertvolle Textilien angekauft. Sämtliche Gegenstände werden sukzessive der Dauerausstellung auf Schloß Wernigerode wieder zugeführt.

Schloss Wernigerode GmbH

Schloß Wernigerode versteht sich als erstes museales Zentrum für die Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts in Deutschland, den Zeitraum zwischen 1803 und 1918 betreffend. Es hat im Jahr ca. 180.000 Besucher und ist damit das mit Abstand besucherstärkste Museum des Landes Sachsen-Anhalt. Das Haus selbst ist ein historistisches Gesamtkunstwerk und präsentiert originale Wohnräume des Hochadels vor 1918 und Themenräume zur Höfischen Repräsentation, wie zur Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts.

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