Freitag, 24. Mai 2013


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Ausstellungseröffnung Der Eiserne Harz

Harzer Eisenkunstguß des 19. Jahrhunderts

(lifePR) (Wernigerode, ) Am kommenden Dienstag, dem 17. August 2010, wird um 19 Uhr auf Schloß Wernigerode die Ausstellung Der Eiserne Harz. Harzer Eisenkunstguß des 19. Jahrhunderts durch den Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode, Herrn Peter Gaffert, dem Chef der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, Staatsminister Rainer Robra, und dem Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Dr. Josef Lange, eröffnet.


Es handelt sich bei der Ausstellung um ein dezentrales Ausstellungsprojekt, das gleichzeitig in den Museen des Schlosses Wernigerode, im Oberharzer Bergwerksmuseum Clausthal-Zellerfeld, im Südniedersächsischen Eisenhüttenmuseum auf der Königshütte Bad Lauterberg und im Hütten- und Technikmuseum Ilsenburg gezeigt wird.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen und des Sachsen-Anhaltischen Ministerpräsidenten.

Erstmalig wird auf breiter Grundlage die Produktion der verschiedenen Harzer Eisenhütten im 19. Jahrhundert gezeigt. Bislang war in einer breiteren Öffentlichkeit, aber auch in der Wissenschaft lediglich der sogenannte Preußische Eisenkunstguß von Interesse. Des Weiteren war sehr häufig im Fokus die Produktion der Buderus-Hütten in Hessen, der Sayner Hütte im Rheinland sowie der Wasseralfinger Guß in Baden-Württemberg.

Die Besonderheit der Ausstellung besteht darin, daß sämtliche Harzer Hütten zumindest teilweise in ihrer Produktion ausgestellt werden. Es handelt sich dabei im Einzelnen um die Anhaltinische Hütte unter dem Mägdesprung im Selketal, die Gräflich Stolberg-Wernigerödische Faktorei Ilsenburg, die Kurfürstlich-Hannoversche Eisenhütte auf der Königshütte bei Bad Lauterberg, die Braunschweigischen Hütten in Rübeland, Zorge und die Wilhelmshütte bei Bornum/Seesen, die Eisenhütte von Lipmann Meyer in Harzgerode, die der Hannoverschen Hütte zuzurechnende Rothe-Hütte sowie die Produktion der Eisengießerei von Wilhelm Lüders in Wernigerode.

Während letztere Produkte von Lüders, die nach Ausweis der Fachleute zu den Höhepunkte neben den Produktionen der Ilsenburger, der Königshütte und der Hütte am Mägdesprung zu rechnen sind, noch niemals ausgestellt gewesen sind, bekommt zum Beispiel die Harzgeröder Hütte von Meyer zum ersten Mal überhaupt ein breiteres Augenmerk. Die gleichzeitige Ausstellung ist thematisch aufgeteilt, so daß der Eisenkunstguß der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts im Südharzer Eisenhüttenmuseum auf der Königshütte Bad Lauterberg ausgestellt wird, die Darstellung der regionalen Strukturen und Hütten im Oberharzer Bergwerksmuseum Clausthal-Zellerfeld. Der sogenannte Historistische Eisenguß, bislang überhaupt nicht in der wissenschaftlichen Diskussion, wird auf dem Schloß Wernigerode dargestellt, während der Eisenkunstguß des Jugendstil erstmals auf breiterer Grundlage im Hütten- und Technikmuseum Ilsenburg seine Exposition findet.

Zur Ausstellung erscheint im Verlag Janos Stekovics/Wettin ein 280 Seiten umfassender Begleitband, der in monographischen Artikeln zum einen die Geschichte der einzelnen Hütten, zum Teil erstmalig, vorstellt, ausgewählte Exponate der dezentralen Gesamtausstellung bespricht und thematische Aufsätze, u. a. zur Verwendung des Eisengusses in Bauwerken in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen darbietet.

Das Buch erscheint als Band 14 in der Edition Schloß Wernigerode und gleichfalls als Veröffentlichung des Oberharzer Museumsvereins als Trägerverein des Oberharzer Bergwerksmuseums.

Insgesamt haben 25 Leihgeber rund 400 Objekte zur Verfügung gestellt, die zum Teil noch niemals öffentlich gezeigt wurden. Ein besonderer Reiz besteht auch darin, daß bestimmte Objekte, die von verschiedenen Gießereien hergestellt wurden sind, zum ersten Mal in ihrer Qualität und Ausformung miteinander verglichen werden können.

Zur Eröffnung der Ausstellung fährt die Wernigeröder Schloßbahn ab Schloßparkplatz Am Anger zur Eröffnungsveranstaltung auf dem Schloß und nach Beendigung zurück in die Stadt. Bei der Ausstellungseröffnung auf Schloß Wernigerode handelt es sich um die zentrale Ausstellungseröffnung für alle vier Orte, die Ausstellung läuft bis zum 21. November 2010 in allen vier beteiligten Museen.

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