Samstag, 03. Dezember 2016


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Chefdirigenten von Rundfunkchor Berlin und RIAS Kammerchor werden verlängert

Simon Halsey und Hans-Christoph Rademann unterzeichnen ihre Verträge

(lifePR) (Berlin, ) Die Chefdirigenten der beiden Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH Berlin (ROC) haben ihre Verträge verlängert. Simon Halsey, seit 2001 Chefdirigent des Rundfunkchores Berlin, wurde um weitere fünf Jahre von 2011 bis 2016 verlängert. Hans-Christoph Rademann, dem RIAS Kammerchor seit 2007 als Chefdirigent verbunden, tritt seine zweite Amtszeit von 2011 bis 2015 an. ROC-Intendant Gernot Rehrl erklärt: "Wir freuen uns, mit der Verlänge­rung der beiden Chef­dirigenten die Grundlage für die weitere künstle­rische Entwick­lung gelegt zu haben und danken unseren Gesell­schaftern für das uneinge­schränkte Bekennt­nis zur Einzigartigkeit und künstlerischen Qualität dieser beiden Weltklasseensembles."

Die beiden Chöre zählen zu den international renommiertesten und profilier­testen Ensembles im Bereich der professionellen Chormusik. Regelmäßige Auszeichnungen mit den wichtigsten Musikpreisen und Gastspiele bei den bedeutenden Festivals dokumentieren ihren hohen künstlerischen Stellenwert. Ins­ge­samt 64 Konzerte hat der Rundfunkchor Berlin im Jahr 2009 gegeben, davon 45 Konzerte vor rund 94.000 Zuhörern in Berlin. Mit insgesamt 47 Konzerten hat der RIAS Kammer­­­chor im Jahr 2009 rund 40.000 Zuhörer im In- und Ausland erreicht, davon 20 Konzerte vor rund 10.000 Zuhörern in Berlin.

Der Rundfunk­chor Berlin steht für die Interpretation anspruchs­voller Chor­sinfonik mit den weltweit führenden Orchestern und Dirigenten. Mit außer­gewöhnlichen und innovativen künstlerischen Projekten erschließt der Chor darüber hinaus neue Konzert­formate und Erlebnis­weisen von Chor­musik. Chefdirigent Simon Halsey: "Ich freue mich, meinen Vertrag als Chefdirigent des Rundfunkchores Berlin erneut verlängern zu können. Der Geist und die Offenheit sowie das Streben nach Perfektion machen die Arbeit mit dem Rundfunkchor Berlin zu einer wahren Freude. Ich sehe einer weiteren Zeit herausragender kreativer Zusammenarbeit entgegen."

Chorische Kammer­musik auf Höchst­niveau ist das Markenzeichen des RIAS Kammer­chores, das der Chor gleichermaßen führend auf dem Gebiet der Alten Musik wie im Bereich der zeitgenössischen Komposition als Kulturbot­schaf­ter Deutschlands in die Welt trägt. Chefdirigent Hans-Christoph Rademann: "Ich freue mich auf weitere Jahre der Zusammen­­­­arbeit mit dem Spitzenensemble RIAS Kammer­chor. Stil­sicherheit, klangliche Brillanz, ein Höchstmaß an Intonati­ons­­reinheit und Expressivität wollen wir gemeinsam weiter perfek­tionieren und damit ein hohes Kulturgut durch Qualität sichern."

Der Rundfunkchor Berlin und der RIAS Kammerchor sind Ensembles der ROC GmbH Berlin, die seit 1994 das gemeinsame Dach der ehemals dem Ost- und West­rundfunk angeglie­derten Rundfunkklangkörper bildet und neben den beiden Chören außerdem das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (DSO) und das Rundfunk-Sinfonie­orchester Berlin (RSB) umfasst.

SIMON HALSEY

Simon Halsey ist seit 2001 Chefdirigent des Rundfunkchores Berlin und als solcher soeben um weitere fünf Jahre von 2011 bis 2016 verlängert. Seine Begeis­terungsfähigkeit, sein Witz, sein Perfektionismus und seine Leiden­schaft für die Musik und machen ihn zum weltweit gefragten Dirigenten und Dozenten.

Geboren 1958 in London, wurde er mit 22 Jahren Musikdirektor der University of Warwick. 1982 lud ihn Sir Simon Rattle ein, die Leitung des City of Bir­ming­­­ham Symphony Chorus zu übernehmen. In den 28 Jahren ihrer unver­mindert engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit brachten die beiden zahllose Projekte auf den Weg. In Birmingham gründete Halsey drei weitere Chöre sowie mit Graham Vick die City of Birmingham Touring Opera. Von 1989 bis 1994 war er Künstlerischer Leiter des Salisbury Festivals und Chor­direktor der Vlaamse Opera Antwerpen sowie von 1997 bis 2008 zunächst Gast- und später Chefdirigent des Rundfunkchores Hilversum.

Im Sommer 2009 schuf das Royal Welsh College of Music & Drama in Cardiff speziell für Simon Halsey den Lehrstuhl "Choral Conducting". Die Univer­sity of Birming­ham verlieh ihm die Ehrendoktorwürde für seine langjährigen und vielfältigen Verdienste für das Chorwesen. Darüber hinaus wirkt Halsey als Gastdozent und Dirigent an der University of Minnesota sowie an der Yale University.

Für seine Choreinstudierungen von Brahms' "Deutschem Requiem" und Strawinskys "Psalmensinfonie" in den gemeinsamen CD-Einspielungen von Rundfunkchor Berlin und Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle gewann Simon Halsey 2008 und 2009 den Grammy Award in der Kategorie "Best Choral Performance".

RUNDFUNKCHOR BERLIN

Ausgezeichnet mit hochrangigen Preisen und regelmäßig zu Gast bei den bedeutenden Festivals ist der Rundfunkchor Berlin gefragter Partner inter­nationaler Orches­ter und Dirigen­ten wie Sir Simon Rattle, Christian Thiele­mann oder Yannick Nézet-Séguin. Er ist ständiger Partner der Berliner Phil­harmoniker sowie des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin (DSO) und des Rundfunk-Sinfonie­orchesters Berlin (RSB) und ihrer Dirigenten.

Sein breit gefächertes Repertoire in jeweils adäquater Stilistik, absolute Präzision, Experimentierfreude, seine mitreißende Ansprache und sein unver­wechselbarer warmer, reich schattierter Klang machen den Rundfunkchor Berlin zu einem der heraus­ragenden Chöre der Welt.

Broadening the Scope of Choral Music - den Wirkungskreis der Chormusik erweitern - heißt die Initiative des Rundfunk­chores Berlin, die international auf großes Interesse stößt. In Zusammenarbeit mit Künstlern unterschiedlicher Disziplinen bricht der Chor die klassische Konzertformation auf und erschließt neue Erlebnisweisen von Chormusik für ein neues Publikum. Rodion Shche­drins "Versiegelter Engel" war mittlerweile in vielen Ländern zu Gast.

2009 wurde die Aufführung von Sir John Taveners "The Veil of the Temple" von Boomtown Media in Zusammenarbeit mit dem Rundfunk Berlin-Branden­burg filmisch-visuell umgesetzt. Im Mai 2010 wird Holsts "Savitri" im Berliner Techno-Club Berghain mit DJs, VJs und Kontorsionistinnen zur Aufführung kommen. Mit regelmäßigen Kompositionsaufträgen entwickelt der Rundfunk­chor Berlin das Chorrepertoire weiter, darunter Werke von Christian Jost, Jonathan Harvey, Mauricio Kagel, Marc-Anthony Turnage oder James MacMillan.

Mit seinen jährlichen Aktivitäten für unterschiedliche Zielgruppen - dem großen Mitsingkonzert in der Philharmonie Berlin, dem LeaderChor Berlin für Führungskräfte, der Liederbörse für Kinder und Jugendliche - lädt der Rund­funk­chor Berlin Menschen aller Altersstufen und Gesellschaftsschichten ein, in die Welt der professionellen Chormusik einzutauchen. Im Herbst 2010 lädt der Rundfunkchor Berlin erstmals zur Internationalen Meisterklasse Berlin für junge Chordirigentinnen und -dirigenten ein.

1925 in Berlin gegründet und von Dirigenten wie Helmut Koch, Dietrich Knothe (1982-1993) und Robin Gritton (1994-2001) geprägt, wird der Rundfunkchor Berlin seit 2001 von Simon Halsey geleitet.

HANS-CHRISTOPH RADEMANN

Hans-Christoph Rademann ist seit 2007 Chefdirigent des RIAS Kammer­chores und wurde als solcher soeben von 2011 bis 2015 verlängert. Richtungweisende Zeichen setzt er durch seine Interpretationen der Werke von Bach und Händel, von Mendelssohn und Krenek. Sein aktueller Schwerpunkt liegt auf Wieder­ent­deckungen aus der Bach-Familie.

Er sucht den Dialog mit zeitgenössischen Komponistinnen und Komponisten über Möglichkeiten und Perspektiven vokalen Komponierens. Kompositions­aufträge ergingen u.a. an Steffen Schleiermacher, Benjamin Schweitzer und an Samir Odeh-Tamimi, dessen Werk in der nächsten Saison zur Uraufführung kommt.

Hans-Christoph Rademann (geb. 1965) studierte an der Musikhochschule Dresden Chor- und Orchesterdirigieren. Er gründete den Dresdner Kammer­chor, mit dem er sich einen hervorragenden Namen im In- und Ausland erarbeitete und den er noch heute leitet. Bis 1999 stand er an der Spitze der Singakademie Dresden, einer der traditionsreichsten Chöre Sachsens.

Von 1999 bis 2004 leitete er als Chefdirigent den NDR Chor. Als Gastdirigent arbeitete Rademann mit dem Rundfunkchor Berlin, dem Collegium Vocale Gent, den Chören des Bayerischen, des Mittel­deutschen und des Südwest-Rundfunks; er dirigierte Orchester wie die Staats­kapelle Dresden, die Dresdner Philharmonie, die NDR Radiophilhar­monie Hannover, das Rotterdams Philharmonisch Orkest, Concerto Köln, das Freiburger Barockorchester und die Akademie für Alte Musik Berlin.

Für seine Verdienste um das Dresdner Musikleben wurde er mit dem Förderpreis der Landeshauptstadt ausgezeichnet, 2008 wurde ihm die Sächsische Verfassungsmedaille verliehen. 2000 wurde er zum Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden berufen. Dem 2010 erstmals stattfindenden Musikfest Erzgebirge steht Hans-Christoph Rademann als Intendant vor.

RIAS KAMMERCHOR

Das künstlerische Profil des RIAS Kammerchores ist weltweit ohne Vergleich. Als erster professioneller Konzertchor wandte er sich konsequent der histo­rischen Aufführungspraxis Alter Musik zu. Hier setzte er internationale Maß­stäbe und gilt auf diesem Gebiet als führend. Zudem engagiert sich der RIAS Kammerchor für die Musik der Gegenwart. Kompositionen von Schönberg, Blacher, Krenek, Zimmermann, Henze, Schnebel, Kagel, Reimann, Pärt, Dun und Tüür verdanken dem Kammerchor ihre Ur- und Erstaufführungen.

In der Grundspannung zwischen Moderne und historischer Aufführungspraxis verleiht der Chor auch dem klassischen und romantischen Repertoire ein neues Gesicht. Hans-Christoph Rademann entwickelt das Repertoire und die Stilistik in der gesamten Breite professioneller Möglichkeiten.

Seit 1995 ist das Ensemble dem Label harmonia mundi france exklusiv verbunden. Seinen durchweg mit internationalen Preisen ausgezeichneten Einspielungen wurde ausnahmslos Referenzstatus zuerkannt.

Der RIAS Kammerchor wurde 1948 vom Rundfunk im amerikanischen Sektor Berlins (RIAS) als professioneller Vollzeitchor gegründet. In den ersten Jahren führten Karl Ristenpart, Herbert Froitzheim und vor allem Günther Arndt den Chor zu überregionalem Ansehen. Als regelmäßiger Partner Ferenc Fricsays und Herbert von Karajans, u. a. beim Eröffnungskonzert der neuen Philhar­mo­nie, gehörte der Chor zu den gestaltenden Kräften des Berliner Kulturlebens und seines Wiederaufbaus.

Uwe Gronostay (1972-1986) arbeitete vor allem am Klangbild des Ensembles, gestaltete es transparent und stilsicher in der Intonation. Marcus Creed (1987-2001) verfolgte den Weg konsequent weiter. Er gewann Spezialorchester wie Concerto Köln, Freiburger Barockorchester, Akademie für Alte Musik, Orchestre des Champs-Élysées als ständige Partner, Musiker wie Frans Brüggen, Thomas Hengelbrock und Sir Roger Norrington wurden als regel­mäßige Gastdirigenten engagiert. Unter Daniel Reuss (2003-2006) rückte die klassische Moderne ins Zentrum der Arbeit. Reuss stärkte überdies die Bindungen zu Kooperationspartnern im In- und Ausland; er ist einer der Mit­be­grün­der des TENSO-Netzwerks professioneller europäischer Kammer­chöre, das sich vor allem der Förderung zeitgenössischer Vokalmusik widmet, junge Komponistinnen und Komponisten zu Chorwerken ermutigt.

Nun setzt Hans-Christoph Rademann neue Akzente in der Entwicklung des Chorklanges und des Repertoires. Er ist einer der Initiatoren des Chordirigen­tenforums, mit dem der Deutsche Musikrat seit 2008 sein Nachwuchs­pro­gramm auf den Bereich der Chorarbeit ausdehnt. Seine erste Einspielung mit dem RIAS Kammerchor - Mendelssohns "Lieder für gemischten Chor" - wurde mit dem Jahrespreis Prix Caecilia 2008 ausgezeichnet.

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