Sonntag, 22. Januar 2017


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"Brandschutz im Haushalt kann Menschenleben retten"

Herbstdienstversammlung der unterfränkischen Feuerwehrführungskräfte in Karlstadt unterstreicht Jugendarbeit und Integrationspotentiale der Feuerwehren

(lifePR) (Würzburg, ) Bei der diesjährigen Feuerwehrherbstdienstversammlung der unterfränkischen Kreis- und Stadtbrandräte und Kreis- und Stadtbrandinspektoren in Karlstadt vor einigen Tagen hatten die Teilnehmer wieder ein umfangreiches Programm zu bewältigen.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer stellte anlässlich der Versammlung insbesondere die Bedeutung der Jugendarbeit der Feuerwehren heraus. "Mit ihrer engagierten Jugendarbeit sind die Ortsfeuerwehren ein wichtiger Stabilitätsfaktor unserer Gesellschaft. Das ehrenamtliche Engagement ist nicht nur ein Dienst an der Gemeinschaft, sondern hilft den jungen Menschen auch selbst, Schlüsselqualifikationen und soziale Kompetenz zu erwerben". Beinhofer betonte darüber hinaus, dass die Feuerwehren auch bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund einen wichtigen Beitrag leisten können. "Gerade die vielen freiwilligen Feuerwehren in Unterfranken seien Ausdruck eines engen Zusammenhalts der Ortsgemeinschaft über den akuten Einsatzfall hinaus. Ein Potential, das man nicht hoch genug einschätzen könne", so der Regierungspräsident.

Beinhofer freute sich in diesem Zusammenhang, dass seit Mitte des Jahres die Feuerwehrzuwendungsrichtlinien deutlich erhöhte Fördermittel für Beschaffungen von Feuerwehreinsatzgeräten vorsehen. Trotz aller staatlichen Unterstützung der Feuerwehren appellierte Beinhofer aber auch an die Bevölkerung, der Eigenvorsorge die notwendige Aufmerksamkeit zu widmen. Rauchmelder im Haushalt können Leben retten, findet doch jeder vierte Brandeinsatz der Feuerwehren im Privathaushalt statt. So war auch die diesjährige Feuerwehr-Aktionswoche "Brandschutz im Haushalt" ein wichtiger Beitrag, die Bevölkerung für den Brandschutz zu Hause zu sensibilisieren und aufzuklären.

Aktuell repräsentieren die 3 Stadt- und 9 Kreisbrandräte und 3 Stadt- und 31 Kreisbrandin-spektoren als besondere Führungsdienstgrade 40.542 Feuerwehrleute in Unterfranken. Davon sind 3.133 Frauen, also rund 8 %.

Auf rechtlichem und fachlichem Gebiet standen Informationen über Zuwendungsrichtlinien, Sonderförderprogramme, Bayer. Feuerwehrgesetz, vorbeugenden Brandschutz, Katastrophenschutz, Fahrzeug- und Gerätetechnik sowie Ausbildungswesen im Mittelpunkt.

Der Erfahrungsaustausch über besondere Schadensereignisse wie die Brände eines Batteriemontagezentrums, einer Kunststoffproduktionshalle und einen Schiffsbrand oder über im Jahr 2008 durchgeführte Katastrophenschutzübungen rundete das zweitägige Programm ab.

Hintergrund:
Die Regierung von Unterfranken lädt auf der Basis des Bayerischen Feuerwehrgesetzes jeweils im Frühjahr und Herbst eines Jahres die Führungskräfte der unterfränkischen Feuerwehren zu einer gemeinsamen Dienstbesprechung und einem Erfahrungsaustausch ein.

Weitere statistische Informationen zu Einsätzen und Stärke der unterfränkischen Feuerwehren 2007 können zudem unserer Pressemitteilung Nr. 162 vom 4. Juni 2008 (Feuerwehrstatistik 2007) entnommen werden. Diese Presseinformation ist auch über den Internetauftritt der Regierung von Unterfranken http://www.regierung.unterfranken.bayern.de > AKTUELLES > nach wie vor abrufbar.

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