Freitag, 02. Dezember 2016


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Rundfunkrat genehmigt Wirtschaftsplan 2010 und Mittelfristige Finanzplanung

(lifePR) (Bremen, ) Die Rundfunkratsmitglieder von Radio Bremen haben auf ihrer heutigen Sitzung (3.12.09) den Wirtschaftsplan für das Jahr 2010 genehmigt und der Mittelfristigen Finanzplanung zugestimmt. Das Gremium folgte damit einer entsprechenden Empfehlung des Verwaltungsrates und des Finanz- und Organisationsausschusses. Der Haushalt sieht für 2010 Erträge in Höhe von 93,0 Millionen Euro (Vorjahr: 91,8 Millionen Euro) vor. Dem stehen Aufwendungen von 90,8 Millionen Euro (Vorjahr: 93,0 Millionen Euro) gegenüber. Die Mittelfristige Finanzplanung weist zum Ende des Planungszeitraums 2012 ein ausgeglichenes Ergebnis aus.

Der geplante Jahresüberschuss von 2,2 Millionen Euro wird dem Finanzplan zugewiesen. Das Jahr 2010 ist das zweite Jahr einer vierjährigen Gebührenperiode. In einem solchen Vier-Jahres-Zeitraum steigen die Ausgaben einer Rundfunkanstalt inflationsbedingt, während die Einnahmen durch zunehmende Gebührenbefreiungen und Forderungsausfälle zurückgehen. In den ersten Jahren einer Gebührenperiode werden deshalb nach Möglichkeit Rücklagen gebildet, die zur Deckung der Fehlbeträge in den letzten Jahren der Periode herangezogen werden können.

Nach wie vor erweist sich die Gebührenentwicklung als kritischer Faktor. "Allein im Jahr 2009 sinken die Einnahmen aus Gebühren und aus dem deshalb ebenfalls rückläufigen ARD-Finanzausgleich um rund eine Million Euro", erklärte Radio Bremen-Intendant Jan Metzger. Die ARD und Radio Bremen erwarten zunehmende Ertragsverluste auf Grund der negativen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. "Sinkende Einnahmen und steigende Ausgaben allein durch allgemeine Preissteigerungen zwingen Radio Bremen weiterhin zu einem harten Sparkurs", so Metzger weiter, "um am Ende der Gebührenperiode keine Finanzierungslücke zu haben".

Radio Bremen hat im September 2009 eine Vereinbarung mit der ARD erreicht, nach der die Gemeinschaft den Sender in der laufenden Gebührenperiode um weitere acht Millionen Euro entlastet. Da dies noch nicht ausreicht, hat Radio Bremen im Wirtschaftsplan 2010 weitere Einsparungen von 2,7 Millionen Euro im Bereich der Sach- und Personalaufwendungen beschlossen.

Schließlich will Radio Bremen in den kommenden Jahren durch erneute Überprüfung aller Budgets, der Arbeitsprozesse und der Organisation, weitere Einsparungen erzielen.

"Die Mittelfristige Finanzplanung und der Wirtschaftsplan 2010 zeigen deutlich, dass Radio Bremen sein Ziel einer schwarzen Null zum Ende der laufenden Gebührenperiode erreichen will", sagte die Rundfunkratsvorsitzende Eva-Maria Lemke-Schulte. "Auch andere ARD-Anstalten müssten sparen. Finanzielle Spielräume wird es für Radio Bremen auch in den kommenden Jahren nicht geben. Umso wichtiger wird es sein, dass der Sender in der nächsten Gebührenperiode endlich eine stabile Finanzgrundlage erhält", betonte die Vorsitzende.

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