Sonntag, 04. Dezember 2016


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Missbrauch im Kindesalter bedeutet für die Betroffenen nicht nur ein schweres psychisches Trauma, sondern führt in vielen Fällen zu lebenslangen Ganzkörperschmerzen

(lifePR) (Pöcking, ) »Missbrauch im Kindesalter bedeutet für die Betroffenen nicht nur ein schweres psychisches Trauma, sondern führt in vielen Fällen zu lebenslangen Ganzkörperschmerzen«, erklärt Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie auf dem Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt.

Körperliche, seelische und sexuelle Misshandlungen und Überforderung können die Ursache für schwere chronische Schmerzerkrankungen sein. »Nach unseren Erfahrungen stehen Missbrauch und Überforderung im Kindesalter bei etwa 80 Prozent der Patienten mit schweren Ganzkörperschmerzen im Hintergrund«, sagt Dr. Gerhard H. H. Müller-Schwefe. Missbrauch verursache nicht nur eine psychische Traumatisierung, sondern auch eine nachhaltige Störung der körpereigenen Schmerzkontrolle.

Die "primären" Schmerzen, welche die Opfer während einer Misshandlung ertragen mussten, können im Körper unmittelbar Spuren hinterlassen und sich tief in das "Schmerzgedächtnis" einbrennen. Doch auch ohne körperliche Gewalt können allein schon die Angst und die Traumatisierung schwere chronische Ganzkörperschmerzen verursachen", betont Müller-Schwefe.

»Wenn Seelenschmerz zu körperlichen Schmerzen wird, ist eine multimodale Therapie erforderlich«, erklärt Müller-Schwefe. Zunächst muss der Arzt eine tragfähige therapeutische Beziehung aufbauen, die den Patienten Achtung und Respekt entgegenbringt und die Betroffenen erfahren, dass der Arzt ihnen glaubt. Dann gilt es, die gestörte Schmerzkontrolle wieder herzustellen, etwa durch kognitive Verfahren oder Achtsamkeitstraining. Weitere wichtige Komponenten der Therapie sind die Synchronisierung des Schlaf-Wach-Rhythmus, körperliche Aktivität, gegebenenfalls mit medikamentöser Unterstützung und falls erforderlich eine antidepressive Therapie.

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