Sonntag, 11. Dezember 2016


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Familie Peters und die Universität Witten/Herdecke

Alle drei Kinder durchliefen die Fakultät für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Witten/Herdecke als Studierende und Mitarbeiter

(lifePR) (Witten, ) Im Dezember 2009 ging mit der Exmatrikulation von Wiebke Peters eine Ära an der Fakultät für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Witten/Herdecke zu Ende. Seit 1994 war vorher ununterbrochen immer ein Mitglied der Familie Peters an der Fakultät als Studierender eingeschrieben oder als Mitarbeiter beschäftigt. Den Anfang machte vor gut 15 Jahren Wiebkes Bruder Hajo. "Es ist schon sehr ungewöhnlich, dass alle Kinder einer Familie, die bisher gar nichts mit Zahnmedizin zu tun hatte, Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der UW/H studieren", findet er, "aber das Fachgebiet hat uns alle interessiert. Außerdem haben wir uns hier immer sehr wohl gefühlt, die UW/H ist ein einzigartiger Ort." Bruder Eike bestätigt: "Wenn ich mal Kinder habe, die Zahnmedizin studieren möchten, dann werde ich sie hierhin schicken." Ein größeres Kompliment kann man seiner Uni wohl kaum machen.

Die Begeisterung für die UW/H, die man der ganzen Familie anmerkt, führte dazu, dass die Brüder Hajo und Eike auch nach Ihrer Studentenzeit der Fakultät erhalten blieben. So arbeitete Hajo zwei Jahre in den Abteilungen für Chirurgie und konservierende Zahnheilkunde, bevor er für fünf Jahre an die Berliner Charité wechselte. Vor zwei Jahren wurde er Juniorpartner in einer chirurgischen Praxis in der Nähe von Stuttgart. Sein jüngerer Bruder Eike begann die Ausbildung zum Facharzt der Oralchirurgie an der UW/H unter Leitung von Professor Jackowski und war zusätzlich Lehrbeauftragter in Chirurgie und Hygiene. Seit vier Jahren ist er ebenfalls als Juniorchef in einer chirurgischen Praxis in Köln tätig.

Auch das Nesthäkchen der Familie, Wiebke Peters, wird der Uni nach Abschluss ihres Studiums - ganz der Familientradition entsprechend - nicht den Rücken kehren. Seit Februar 2010 ist sie als Lehrbeauftragte im Integrierten Kurs der Zahnklinik tätig. Noch in diesem Monat wird sie ihre zahnärztliche Tätigkeit in einer Praxis in Bochum aufnehmen. Diese soll im Rahmen einer Kooperation mit der UW/H als Hospitationspraxis der Uni aufgenommen werden, so dass die Studierenden auch hier einen Einblick in den Arbeitsablauf eines niedergelassenen Zahnarztes erhalten können. "Diese Kombination aus zahnärztlichem Alltag und Lehre ist eine der großen Stärken der UW/H", findet sie. "Hier ist die Praxis immer in die Wissenschaft integriert. Nur so kann ein vernünftiger Wissenstransfer in beide Richtungen zustande kommen." Gerade der Integrierte Kurs, der nun auch von anderen Unis übernommen wurde, biete den Studierenden die Möglichkeit, über den "zahnärztlichen Tellerrand" hinauszublicken. Wiebke Peters: "An staatlichen Unis ist es so, dass die Studierenden etwas vorgegeben bekommen, was sie präparieren müssen. Eine Woche geht es um Kronen, in der nächsten um Kunststofffüllungen. Im Integrierten Kurs in Witten betreuen die Studierenden Patienten von Beginn an. Es werden allgemeinmedizinische Aspekte berücksichtigt, zahnärztliche Lösungskonzepte mit dem Patienten und unter Aufsicht eines leitenden Zahnarztes erarbeitet und umgesetzt." Ihr Bruder Eike ergänzt: "Ich habe nicht vergessen, was uns Prof. Jackowski damals gepredigt hat. Sein Leitspruch: "Vergesst nie, dass an dem Zahn immer auch noch ein Mensch hängt', hat mich bis heute geprägt."

Besonders die familiäre Atmosphäre an der Fakultät hat die drei Peters-Sprösslinge beeindruckt. So sprechen sie vom ehemaligen Dekan der Fakultät, Prof. Peter Gängler, auch als "Familienoberhaupt". Des Weiteren erinnern die drei sich gerne an Lehrveranstaltungen bei Prof. Joachim Jackowski, den sie als den "Fels in der Brandung" bezeichnen, und Prof. Wolfgang Arnold, dem "Urgestein der UW/H-Familie".

Doch nicht nur die fachliche Ausbildung hat die drei stark beeinflusst, sondern auch das Angebot des so genannten Studium fundamentale. "Wir sehen uns nicht einfach als Zahnärzte", ist sich die Familie einig. "Wir sind mundspezifische Mediziner mit kulturellem, wirtschaftlichem und sozialem Know-How." Gerade der Einblick in die anderen Fakultäten der Uni und ins Kulturangebot des Stufu habe für den nötigen Weitblick gesorgt und Anstöße gegeben, immer wieder über den fachlichen Tellerrand hinauszublicken. "Botanische Exkursionen mit Professor Bertram oder Einblicke in die Kunst durch den leider verstorbenen Professor Bockemühl haben mich sehr beeindruckt und zudem viel von dem vermittelt, was man wohl den 'Wittener Geist' nennt", sagt Eike. Überhaupt betonen die Geschwister, "dass es zu jeder Zeit die Menschen waren, die die Uni zu einer ganz besonderen gemacht haben". Hajo Peters: "Es gab hier nie ein betoniertes Konzept. Das kann man als Nachteil sehen oder aber als das, was die Faszination UW/H ausmacht. Das waren nämlich schon immer die Kontraste und die Vielfalt, die Kreativität und der persönliche Einsatz der Dozenten, Mitarbeiter und Studierenden."

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