Samstag, 03. Dezember 2016


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Gelebte Idee der Genossenschaft

Winzervereinigung Freyburg wurde vor genau 75 Jahren gegründet

(lifePR) (Halle, ) Im Jubiläumsjahr der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut blicken die Winzer nicht nur auf ihr 75-jähriges Bestehen zurück, sondern auch auf ein sehr erfolgreiches Wirtschaftsjahr. So hat der Umsatz allein in den letzten drei Jahren um stolze 30 Prozent zugelegt. "Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass unsere Vorfahren vor einem dreiviertel Jahrhundert die richtige Entscheidung getroffen haben", kommentiert Vorstandsvorsitzender Siegfried Boy die rasante Entwicklung der jüngsten Vergangenheit auf der Jubiläums-Festveranstaltung in Freyburg. "Sie haben 1934 den Schulterschluss in schwierigen Zeiten vollzogen und damit dem Weinbau wieder eine Zukunft gegeben an Saale und Unstrut. Die Genossenschaftsidee hat zwei Diktaturen überstanden und blüht nun in der Demokratie regelrecht auf." Das spürten die fast 500 Mitglieder auch am wachsenden Traubengeld. "Die Anstrengungen unserer Winzer, gerade auch in den Steillagen, die immerhin 20 Prozent unsere Anbaufläche bedecken, machen sich so bezahlt." Boy verwies auf das das stringente Qualitätsmanagement, ohne dem ein moderner Betrieb dieser Größe kein Chance hätte im rauen Wettbewerb auf dem europäischen Weinmarkt. Dem hätten auch viele Investitionen gegolten, allein im letzten Wirtschaftsjahr (September 2008-August 2009) seien über eine Million Euro in die Erneuerung und Erweiterung der Kelleranlagen geflossen. Darunter auch in neue Holzfässer, die mit Unterstützung aus EU-Fonds angeschafft werden konnten.

Mit der eingefahrenen Erntemenge von 1,6 Millionen Litern und damit der Hälfte des Vorjahresertrages müsse man nun leben, meinte Boy und verwies auf die Abhängigkeit von der Natur. "Die hat uns dafür die vorangegangenen drei Jahr reichlich belohnt mit gutem Wein." Wichtig sei aber, dass "wir die wesentlichen Lieferverträge erfüllen können und somit auch im kommenden Jahr eine solide wirtschaftliche Grundlage haben."

Die hohen Zuwächse verzeichnen die Freyburger Winzer vor allem beim Verkauf im Lebensmitteleinzelhandel. Seit Frühjahr 2008 stehen die Weine der Winzervereinigung bundesweit in den Regalen einiger Supermarktketten und die jüngsten Zahlen belegen die gute Kundenresonanz. Dass die Winzervereinigung national immer stärker wahrgenommen wird, zeigt auch die gestiegene Zahl der Bestellungen über die eigene Homepage. Die unzähligen Reisen zu Messen und anderen Veranstaltungen tragen damit Früchte. Schließlich ist die Winzervereinigung jährlich auf fast einhundert Veranstaltungen präsent, wobei sich der Radius meist über Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erstreckt. Wie sehr die Weine der Winzervereinigung weiterhin als Spezialität ihrer Region geschätzt werden, zeigt das Umsatzplus der Weingalerie vor Ort in der Querfurter Straße.

Mit diesen guten Zahlen im Rücken blicken die Freyburger Winzer optimistisch in Zukunft. Im Gründungsjahr 1934 was das wohl nicht der Fall, schließlich war es eher eine Notgemeinschaft, die sich da am 28. Dezember 1934 zusammenschloss. Die preußische Regierung hatte der Staatlichen Lehranstalt für Weinbau gerade die Konzession als Lohn- und Mietkelterei entzogen. So übernahm die junge Genossenschaft den Kellerbetrieb, um die Traubenverarbeitung an Saale und Unstrut weiter abzusichern. Die 27 Gründer brachten 31 Hektar in die Vereinigung. Heute bewirtschaften rund 481 Genossenschaftsmitglieder eine Fläche von 360 Hektar und machen die Winzervereinigung so zum größten Weinproduzenten Ostdeutschlands.

Besonders in den letzten zehn Jahren zog die Bautätigkeit auf dem Gelände der Winzervereinigung Freyburg tüchtig an, 8,4 Millionen Euro wurden in diesem Zeitraum investiert, seit der Wende summieren sich die investiven Ausgaben auf 13,4 Millionen Euro. Am Anfang standen der Neubau des großen Edelstahltanklagers und der Weingalerie, es zog moderne Technik in den Keller ein. Nun ist Platz für mehr als fünf Millionen Liter Wein in den Edelstahltanks. Die Traubenannahme wurde auf eine Beeren schonende Technologie umgestellt, die Gärung erfolgt meist in Computer gesteuerten Ede-stahltanks, die durch ein raffiniertes Leitungssystem verbunden sind. Ausbau und Reife vollziehen sich nicht nur in den blitzblanken Edelstahlbehältern, sondern zunehmend wieder im historischen Holzfass-Gewölbe, der 400.000 Liter fassen kann. Eine leistungsfähige Abfüllanlage mit einer Kapazität bis zu 30.000 Flaschen pro Tag steht am Ende der Verarbeitungskette, die durch ein wohltemperiertes Lager komplettiert wird.

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