Samstag, 21. Januar 2017


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Meilenstein für die Neuausrichtung

WestLB Hauptversammlung beschließt Portfolioauslagerung von rund 85 Mrd€

(lifePR) (Düsseldorf, ) Die Eigentümer der WestLB haben in ihrer Hauptversammlung am 11. Dezember 2009 planmäßig die erforderlichen Vertragswerke für eine Auslagerung nicht strategischer Aktivitäten im Volumen von rund 85 Mrd € beschlossen. Das Hauptportfolio wird spätestens bis zum 30. April 2010 rückwirkend zum 1. Januar 2010 in eine bundesrechtliche Abwicklungsanstalt gemäß §8a Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz (FMStFG) abgespalten.

In einem ersten Schritt wird ein Teilportfolio in Höhe von rund 6 Mrd € ausgegliedert.

"Die Entscheidung der Hauptversammlung ist für die WestLB von zentraler Bedeutung", sagt Vorstandsvorsitzender Dietrich Voigtländer. "Damit setzt die Bank ein Konzept um, das sie seit über einem Jahr mit großem Nachdruck vorangetrieben hat. Ich bin sehr dankbar, dass wir gemeinsam mit den Eigentümern und dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) diesen Weg gehen und damit eine schlagkräftige Kernbank für den Konsolidierungsprozess positionieren können."

Die WestLB ist die erste deutsche Bank, die ihre risikoreichen und nicht strategischen Aktiva ausgliedert und damit auch rechtlich abtrennt. Mit diesem Vorgehen löst sie mehrere Herausforderungen: Sie kann Auflagen der Europäischen Kommission erfüllen, die eine Verringerung von Bilanzsumme sowie risikogewichteter Aktiva vorschreiben. Und die Kernbank erhält ein auf ihre Kunden fokussiertes und nachhaltig tragfähiges Geschäftsmodell.

Die Abwicklungsanstalt wird mit 3 Mrd € Kapital von der WestLB und Garantien der Eigentümer in Höhe von einer Mrd € ausgestattet. Das zu übertragende Portfolio umfasst u. a. die Refinanzierungsnotes für die Zweckgesellschaft Phoenix, ausgewählte ausländische Staats- und Kommunalanleihen sowie verbriefte und staatlich garantierte nordamerikanische Stude ntenkredite.

Auch Liquiditätslinien für nordamerikanische Kommunen und strukturierte Finanzierungen aus den Sektoren, die nicht länger zum Kerngeschäft der WestLB zählen, gehören dazu.

An der Kernbank wiederum beteiligt sich der SoFFin mit einer stillen Einlage in Höhe von 3 Mrd €. Der SoFFin kann seine stille Einlage ab dem 1. Juli 2010 in Aktien wandeln.

"Mit den in der Hauptversammlung beschlossenen Maßnahmen erreicht die Kernbank eine angemessene Kapitalausstattung", sagt Vorstandsvorsitzender Dietrich Voigtländer. "Sie steht ihren Kunden als stabiler und zuverlässiger Partner für anspruchsvolle Finanzfragen zur Seite - im Heimatmarkt Nordrhein-Westfalen, in Deutschland und international."

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