Dienstag, 06. Dezember 2016


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Le Mans Series, 5. Lauf in Silverstone, Großbritannien, Qualifikationstraining: Jos Verstappen holt im RS Spyder die fünfte Pole-Position

(lifePR) (Stuttgart, ) Die Bilanz der Premierensaison könnte nicht besser sein: Auch beim Finale der Le Mans Series startet der Porsche RS Spyder vom ersten Startplatz der LMP2-Klasse. Die fünfte Pole-Position im fünften Rennen holte Jos Verstappen (Niederlande, Van Merksteijn Motorsport). Der ehemalige Formel-1-Fahrer umrundete den 5,141 Kilometer langen Kurs in 1:34.212 Minuten - und verwies seine Konkurrenten klar auf die Plätze. Verstappen, der im August auf dem Nürburgring bereits die Fahrermeisterschaft in der LMP2-Klasse geholt hatte, war 1,166 Sekunden schneller als der Zweite. Von den Startplätzen fünf und sechs gehen die RS-Spyder-Piloten der Teams Essex (Dänemark) und Horag Racing (Schweiz) in das 1.000-Kilometer-Rennen. Gute Ausgangspositionen sicherten sich auch die Porsche-Piloten der GT2-Klasse mit dem 911 GT3 RSR als Zweite, Dritte und Vierte.

"Es war einfach perfekt", sagte Jos Verstappen. "Der RS Spyder hat alles, was man als Rennfahrer braucht, um schnell zu sein: eine ausgezeichnete Straßenlage und Balance, Abtrieb und Power. Mit einem solchen Rennauto hier durch die schnellen Kurven zu fahren, macht großen Spaß. Ich habe eine freie Runde erwischt und keine Fehler gemacht." Der 36-Jährige, der in seiner Formel-1-Karriere sieben Mal in Silverstone gestartet war, tritt beim LMS-Finale wieder zusammen mit Peter van Merksteijn an. Der Teameigner hatte beim vierten Lauf in der Eifel pausiert. Dort holten Verstappen und Landsmann Jeroen Bleekemolen mit dem Sieg auch vorzeitig die Teamwertung in die Niederlande.

Die Dänen haderten mit dem sonnigen Wetter in Mittelengland. John Nielsen und Casper Elgaard (Team Essex) waren am Freitag beim freien Training im Nassen die Schnellsten gewesen. "Wir werden heute Nacht einen Regentanz aufführen", scherzte Nielsen. "Auf trockener Strecke haben unsere Dunlop-Reifen nicht den nötigen Grip aufgebaut. Wir werden natürlich versuchen, die Abstimmung noch etwas zu verbessern und wissen im Übrigen, dass wir über die Distanz mit Zuverlässigkeit weiter nach vorne kommen können. Wir würden sehr gerne den zweiten Platz der Teamwertung nach Dänemark holen - und morgen einen Podiumsplatz zum Saisonabschluss feiern."

Auch die Fahrer des Schweizer Teams Horag Racing fühlen sich gut für das Rennen präpariert. "Ich hatte ein wenig Pech im Qualifying, weil ich entweder im Verkehr stecken geblieben bin oder sich vor mir Konkurrenten gedreht haben", bilanzierte Jan Lammers (Niederlande). "Aber das Auto lag sehr gut; ich hätte sicher schneller fahren können. Insofern sind wir optimistisch, dass wir im Rennen mit einer guten Strategie und schnellen Boxenstopps die Chance haben, unseren sechsten Startplatz in ein gutes Resultat zu verwandeln." Der ehemalige Le-Mans-Sieger und Formel-1-Fahrer Lammers fährt den 476 PS starken Sportprototypen gemeinsam mit Fredy Lienhard (Schweiz) und Didier Theys (Belgien).

Schnellster Porsche-Fahrer in der seriennahen GT2-Klasse war Werksfahrer Richard Lietz. Der Österreicher sicherte sich und seinem Teamkollegen von IMSA Performance Matmut, Raymond Narac (Frankreich), den zweiten Startplatz im Porsche 911 GT3 RSR. "Ich hoffe, dass wir einen Podiumsplatz holen können", sagte Lietz, "das wäre ein schöner Saisonabschluss. Unser 911er müsste auf die Distanz auf jeden Fall gut gehen. Und vielleicht haben wir ja eine Chance, weil Robert Bell, der im Ferrari vor uns startet, um die Meisterschaft fährt und entsprechend vorsichtig sein sollte." Zweiter der GT2-Kategorie wurde LMS-Gaststarter Dirk Werner im 911 GT3 RSR des Teams Farnbacher Racing. Der Deutsche ist sonst in der ALMS, dem amerikanischen Pendant der Le Mans Series, unterwegs. In Silverstone bildet er mit dem Dänen Lars Erik Nielsen ein Duo. Erst auf dem vierten Startplatz der GT2-Klasse folgen Marc Lieb (Ludwigsburg) und Alex Davison (Australien). Die beiden Fahrer des Teams Felbermayr-Proton haben mit nur drei Punkten Rückstand auf die Führenden der GT2-Klasse noch Chancen auf den Titelgewinn.

Das 1.000-Kilometer-Rennen wird morgen um 11.20 Uhr Ortszeit (MESZ 12.20 Uhr) gestartet und führt über 195 Runden oder maximal sechs Stunden. Eurosport überträgt die Anfangsphase von 12.15 Uhr bis 12.45 Uhr live und zeigt ab 22.15 Uhr eine Zusammenfassung. Der Pay-TV-Kanal MotorsTV sendet live von 12.00 bis 14.00 Uhr und von 16.00 bis 18.30 Uhr (MESZ).

Ergebnis Qualifying LMP2 1. Jos Verstappen (NL), Porsche RS Spyder, 1:34.212 Minuten 2. Michael Vergers (NL), Zytek 07S, + 1,166 Sekunden 3. Xavier Pompidou (F), Lola B08/80, + 1.695 4. Miguel Amaral (P), Lola AER, + 1.786 5. Casper Elgaard (DK), Porsche RS Spyder, + 2.070 6. Jan Lammers (NL), Porsche RS Spyder, + 2.126 7. Darren Manning (GB), WF01 - Zytek, + 2.556 8. Warren Hughes (GB), WF01 - Zytek, + 2.708 9. Karim Ojjeh (SAU), Zytek 07S, + 3.065 10. Tommy Erdos (BRA), MG Lola EX 265, + 3,541

Ergebnis Qualifying GT2 1. Robert Bell (GB), Ferrari F430 GT, 1:48.960 Minuten 2. Richard Lietz (A), Porsche 911 GT3 RSR, + 0.892 Sekunden 3. Dirk Werner (D), Porsche 911 GT3 RSR, + 1.533 4. Alex Davison (AUS), Porsche 911 GT3 RSR, + 1.877 5. Stéphane Daoudi (F), Ferrari F430 GT, + 2.643

Daten und Fakten

Das ist die Le Mans Series

Die 2004 erstmals ausgetragene Le Mans Series (LMS) bietet den Fans spannenden Sportwagensport. Das Reglement basiert auf dem Regelwerk der 24 Stunden von Le Mans. In dieser Saison werden fünf Wertungsläufe auf Traditionsrennstrecken in Europa gefahren. Die Rennen gehen über die Distanz von 1.000 Kilometern. Die LMS ist das europäische Gegenstück zur American Le Mans Series (ALMS) in den USA und Kanada.

Das Starterfeld bilden zwei unterschiedliche Sportfahrzeug-Kategorien: Sportprototypen und Seriensportwagen. Sie sind in vier Klassen eingeteilt:

Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 750 PS und einem Mindestgewicht von 900 Kilogramm (in der ALMS: 750 PS/925 Kilogramm). Leistungsgewicht: rund 1,2 kg/PS.

Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 475 PS (mit Saugmotor) und 825 Kilogramm Mindestgewicht (in der ALMS: 475 PS/800 Kilogramm). Leistungsgewicht: rund 1,7 kg/PS. In dieser Klasse startet der Porsche RS Spyder.

Klasse GT1: Stark modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 650 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (in der ALMS: 650 PS/1.125 - 1.325 Kilogramm).

Klasse GT2: Leicht modifizierte Seriensportwagen mit 450 bis 470 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (in der ALMS: 450 bis 470 PS/1.125 - 1.325 Kilogramm). In dieser Klasse ist der Porsche 911 GT3 RSR am Start.

Alle Rennwagen starten gleichzeitig, werden aber nach Klassen getrennt gewertet. Dieses System sorgt für abwechslungsreiche und spannende Rennen mit vielen Überholmanövern. Punkte gibt es nur für die Platzierung in der jeweiligen Klasse. Meistertitel werden in allen vier Klassen für Fahrer, Hersteller und Teams vergeben. Porsche-Werksfahrer Marc Lieb gewann 2005 und 2006 den Fahrertitel in der Klasse GT2.

Der RS Spyder ist in dieser Saison erstmals in der Le Mans Series am Start.

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