Sonntag, 11. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 68531

Im Porträt: Nadia Petrova: Zurück auf dem richtigen Weg

(lifePR) (Stuttgart, ) Vor zwei Jahren feierte Nadia Petrova in der Porsche-Arena einen ihrer größten Erfolge: Ihrem 300. Einzelsieg ließ sie im Finale des Porsche-Tennis-Grand-Prix einen weiteren Triumph über Tatiana Golovin folgen. Nach einem schweren Start in die aktuelle Saison befindet sie sich wieder auf dem richtigen Weg. In dieser Woche möchte sie in Stuttgart den Titel, den sie 2006 gewann, zurückerobern.

Die 26-jährige Russin war bereits die Nummer 3 der Welt - sowohl im Einzel als auch im Doppel. Aber neben den Hochs gab es in Petrovas Karriere auch viele schreckliche, durch Verletzungen geprägte Momente. Der Start in die aktuelle Saison zählte nicht zu den besten: In den ersten sieben Turnieren schied sie bei sechs Veranstaltungen bereits in der ersten Runde aus. Aber sie kam zurück. Beim Turnier in Eastbourne stand sie im Endspiel, danach erreichte sie das Viertelfinale in Wimbledon und Los Angeles. Und dann, als alle ihren Blick auf die Olympischen Spiele richteten, gewann Petrova in Cincinnati. Nach den US Open folgten Halbfinalteilnahmen in Bali und Tokyo, wo sie gegen Ana Ivanovic gewann.

Natürlich hofft sie, dass sie nun nicht schon wieder durch Verletzungen gestoppt wird. Wie beispielsweise im Jahr 2006, als sie nach ihrem Erfolg in Doha in Bestform gewesen ist, in Amelia Island, Charleston sowie Berlin drei Titel in Folge holte und dann durch hartnäckige Hüftprobleme zurückgeworfen wurde. Nachdem sie wieder fit war, viel es ihr schwer, wieder in ihre alte Form zu finden. Sie wusste, wie es geht. Aber sie konnte es nicht umsetzen. Erst am Ende der Saison ging es wieder aufwärts - mit dem Sieg in Stuttgart und dem Erreichen der Endspiele in Moskau und Linz.

Auch die darauf folgende Saison war erfolgreich für Petrova. Sie holte den Titel beim Hallenturnier in Paris und stand im Finale von Amelia Island und Los Angeles - obwohl sie bei einigen Turnieren verletzt aufgeben musste. Ihre Schwierigkeiten auf dem Platz kommen aber nicht allein von Verletzungen. Sie gibt zu, dass sie sich manchmal selbst im Weg steht und ihr härtester Gegner ist. Denn gerade wenn sie durch schwierige Zeiten geht, macht sie es oft noch schlimmer, als es in Wirklichkeit ist. "Ich bin ein sehr emotionaler Mensch", sagt Nadia Petrova. "In meinem Kopf kämpfen immer viele Stimmen gegeneinander. Das führt dazu, dass ich mich oft selbst in schwierige Situationen bringe. Ich versuche das abzustellen, aber das ist nicht so leicht. Wenn ich meinen Kampf mit mir selbst wenigstens blockieren könnte, um befreit auf den Platz zu gehen und das Beste aus einem Match zu machen. Es kam sogar schon vor, dass ich deshalb am liebsten gar nicht gespielt hätte. Dieses Problem beeinflusst mich und mein Spiel. Oft fällt es mir schwer, mich richtig auf das Match zu konzentrieren und fokussiert zu bleiben. Das raubt mir so viel Energie."

Auf dem Platz wirkt Nadia Petrova oft sehr ernst. Sie hat aber einen guten Sinn für Humor, lacht gerne und viel - sogar über Schiedsrichterentscheidungen. "Die Zuschauer denken oft, dass ich keinen Spaß verstehe", so die Russin. "Das stimmt nicht. Ich zeige gerne, wie ich mich fühle. Auf dem Platz kann ich ein Teufel sein, abseits davon bin ich ein glücklicher Mensch. Ich erzähle gerne Witze und würde mich selbst als sehr freundlich einschätzen. Ich liebe Musik und höre so ziemlich alles: Club Sounds, House, Lounge-Musik und natürlich Pop und Rock. Am liebsten bin ich im Freien unterwegs - egal ob Winter oder Sommer. Schnee finde ich auch klasse."

Es ist eben wie mit jedem anderen Job auch. Egal wie glamourös er scheint, von Zeit zu Zeit muss man einfach etwas anderes sehen und erleben. "Ich denke, das geht jedem Sportler so. Ab und zu muss man sich erholen und auch mal gar nichts tun", so Nadia Petrova. "Es gibt Tage, da möchte man nur herumliegen, lesen und fernsehen. Und dann gibt es wieder Tage, da zieht es einen nach draußen an die frische Luft, in den Park oder Zoo, und man möchte Dinge tun, bei denen man abschalten kann." Manchmal ist es natürlich auch möglich, Arbeit und Erholung zu kombinieren. "In Amelia Island hatte ich ein unglaubliches Erlebnis. Ich war mit meinem Team zum ersten Mal in meinem Leben Hochseeangeln. Wir haben so viele Fische gefangen. Zum Schluss hatten wir sogar einen kleinen Hai am Haken. Das war sehr beeindruckend."

Die Sportler-Gene hat Nadia von ihren Eltern. Ihr Vater Victor war ein gefeierter Hammerwerfer und ihre Mutter Nadejda gewann Bronze mit der 400-Meter-Staffel bei den Olympischen Spielen in Montreal. Heute sind beide Leichtathleitk-Trainer. Wie kam Nadia dann gerade zum Tennis? "Ich dachte, dass ich eigentlich in die Fußstapfen meiner Eltern trete", sagt sie, "für Leichtathletik war ich aber zu jung. Meine Eltern arbeiteten beide und unsere Verwandten lebten nicht in Moskau. Es gab also keinen, der sich nach der Schule um mich kümmern konnte. Tennis war damals eine Art Baby-Sitting für mich. Und so hat schließlich alles angefangen."

Überraschend ist, was Nadia Petrova die größte Freude bereitet. "Ich liebe Käse. Ganz besonders gern habe ich Schmelzkäse. Ich mag sogar Käse mit Honig und Schinken. Egal was, Hauptsache es ist Käse dabei", sagt die Russin. "Käse habe ich schon immer gemocht. Als kleines Kind träumte ich davon, eine Käse-Patisserie zu eröffnen, wenn ich den Tennisschläger einmal an den Nagel hänge. Gesund klingt meine Liebe zu Käse nicht gerade. Aber wenn man nicht zuviel davon isst oder Käse mit einem geringen Fettgehalt nimmt, ist es schon okay. Meinen Käse am Morgen brauche ich unbedingt. So gerne ich esse, zum Kochen fehlt mir leider die Zeit. Und für mich alleine zu kochen, macht einfach viel weniger Spaß, als für Freunde oder meine Familie. Wann immer sich die Möglichkeit bietet, nehme ich mir Zeit dafür. Meistens lasse ich jedoch meiner Mum die Gelegenheit, mich zu verwöhnen und erhole mich einfach. Sie macht unglaublich gute Suppen und einen hervorragenden Curry aus Auberginen. Das ist mein absoluter Favorit. Aufpassen, was ich esse, muss ich natürlich. Besonders in den letzten paar Jahren kämpfe ich ein wenig mit meinem Gewicht. Die kleinen Extra-Kilo sind nur sehr schwer wegzubekommen. Deshalb passe ich eben auf. Aber manchmal schnappe ich mir hier und da doch etwas Süßes."

Auf dem Weg an die Spitze scheinen solche kleinen Sünden nicht zu schaden.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Azubis ergrillen 1.500 Euro für Brot für die Welt

, Familie & Kind, Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.

Am traditionellen Wintergrillstand verbinden Auszubildende des Diakonischen Werks Württemberg Kulinarisches mit Wohltätigkeit und Verantwortung....

Diakonie Württemberg fordert sofortigen Abschiebestopp für Menschen aus Afghanistan

, Familie & Kind, Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V.

Die Diakonie Württemberg fordert einen sofortigen Abschiebe-Stopp für Menschen aus Afghanistan. „Eine Rückkehr nach Afghanistan ist derzeit nicht...

IsoFree(R) - Befreit sanft und schonend Nase und Atemwege

, Familie & Kind, Pharma Stulln GmbH

Schnupfen bei Säuglingen, Klein- und Schulkindern kann zu einer großen Belastung werden. Gerade Babys sind durch eine verstopfte Nase in ihrem...

Disclaimer