Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Doppel-Pole für den Porsche RS Spyder beim Heimrennen

(lifePR) (Stuttgart, ) Die erste Hürde haben die Porsche RS Spyder bei ihrer Deutschland-Premiere mit Bravour genommen. Beim Training zum vierten Lauf der Le Mans Series (LMS) auf dem Nürburgring holten sie die Startplätze eins, zwei und sechs in der LMP2-Klasse. Erneut unterstrich dabei der ehemalige Formel 1-Fahrer Jos Verstappen seine Extraklasse. Zum vierten Mal in vier Rennen markierte der Niederländer die Trainingsbestzeit für das Team Van Merksteijn Motorsport (Niederlande). Die zweitbeste Rundenzeit im 476 PS starken Sportprototypen aus Weissach gelang dem dreimaligen dänischen Tourenwagen-Meister Casper Elgaard (Essex-Team). Die beiden bestplatzierten RS Spyder nehmen das 1.000-Kilometer-Rennen gemeinsam aus der vierten Startreihe in Angriff. Auch die Porsche-Piloten in der seriennahen GT2-Klasse haben sich eine gute Ausgangsposition für das Rennen auf der 5,148 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke geschaffen. Sie eroberten im 911 GT3 RSR die Positionen zwei, drei und vier.

"Ich bin sehr zufrieden und auch sehr optimistisch für das Rennen", sagte Verstappen. "In den freien Trainingssitzungen haben wir uns ein ausgezeichnetes Set-up fürs Rennen erarbeitet und sind bereits viel versprechende Long-runs gefahren. Ein so gut ausbalanciertes Rennauto wie den RS Spyder auf dem Nürburgring zu fahren, macht außerdem großen Spaß." Van-Merksteijn-Teamkollege ist Landsmann Jeroen Bleekemolen. Der 26-Jährige, der zurzeit auch überlegen den Porsche-Mobil1-Supercup anführt, ist am Nürburgring erstmals in dieser LMS-Saison am Start. Den RS Spyder kennt er allerdings gut: Zusammen mit Teameigner Peter van Merksteijn und Jos Verstappen feierte er Mitte Juni den Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans.

Auch das Dänen-Duo Casper Elgaard und John Nielsen strahlte nach dem Training Zuversicht aus. "Unsere Reifentests Mitte Juli in Estoril haben sich ausgezahlt, wir sind sehr gut sortiert", bilanzierte Nielsen. "Dass Jos schneller war als Casper, sehen wir als einen besonderen Ansporn an. Das Rennen wird sicher hart. Bei der Distanz von 1.000 Kilometern und mit einem Feld von 46 Fahrzeugen auf diesem kurvenreichen Kurs, muss man sechs Stunden lang voll konzentriert sein und darf sich keine Fehler erlauben."

Ein klein wenig Enttäuschung herrschte bei Didier Theys, der kurz vor Schluss des Trainings den vierten Startplatz in der LMP2-Klasse verlor. Der in den USA lebende Belgier fährt den RS Spyder des Schweizer Teams Horag Racing zusammen mit dem ehemaligen Formel 1-Fahrer Jan Lammers (Niederlande) und dem Eidgenossen Fredy Lienhard. "Als Rennfahrer ärgert man sich erstmal darüber, nur noch Sechster statt Vierter zu sein", so Theys, "aber im Grunde ist das Entscheidende, dass wir fürs Rennen ein sehr gutes Auto haben. Wir haben uns von Session zu Session gesteigert und fühlen uns insofern gut präpariert."

Von den Positionen zwei drei und vier gehen drei Porsche-Werksfahrer in der GT2-Klasse für ihre Teams ins Rennen. Der Deutsche Marc Lieb, der zusammen mit dem Australier Alex Davison für das Team Felbermayr-Proton (Österreich) fährt, war dabei der Schnellste im Porsche 911 GT3 RSR. "Uns fehlt nur ein starkes Zehntel auf den schnelleren Ferrari. Insofern gehen wir optimistisch ins Rennen, denn die bisherigen Läufe der LMS haben gezeigt, dass Alex und ich über die Distanz zuverlässig und konstant sind. Uns fehlt 2008 noch ein Sieg - und diesen hier beim Heimrennen zu holen, wäre einfach nur schön." Zweitschnellster war der österreichische Werksfahrer Richard Lietz, der sich im 911er des französischen Teams IMSA Performance Matmut mit Raymond Narac (Frankreich) abwechselt. Der vierte Startplatz ging an den Briten Richard Westbrook. Der Gewinner des Porsche-Supercups startet zusammen mit dem Australier Allan Simonsen und dem Dänen Lars Erik Nielsen für das deutsche Team Farnbacher Racing. Die drei waren erstmals mit dem neuen Porsche-Vierliter-Sechszylinder-Motor unterwegs.

Das Rennen wird morgen um 12.05 Uhr fliegend gestartet und nach 195 Runden oder maximal sechs Stunden abgewinkt. "Eurosport 2" überträgt von 12.00 bis 13.00 Uhr, 14.00 bis 15.30 Uhr und von 17.00 bis 18.15 Uhr live.

Ergebnis Qualifying LMP2
1. Jos Verstappen (NL), Porsche RS Spyder, 1:43.169 Minuten
2. Casper Elgaard (DK), Porsche RS Spyder, + 0,439 Sekunden
3. Andrea Belicchi (I), Lola B08/80, + 0,812
4. Michael Vergers (NL), Zytek 07S, + 0,844
5. Oliver Pla (F), Lola B05/40, + 1,513
6. Didier Theys (B), Porsche RS Spyder, + 1,659
7. Jonny Kane (GB), WF01 - Zytek, + 1,759
8. Darren Manning (GB), WF01 - Zytek, + 2,524
9. Tommy Erdos (BRA), MG Lola EX 265, + 2,734
10. Matthieu Lahaye (F), Pescarolo - Judd, + 2,864

Ergebnis Qualifying GT2
1. Anthony Beltoise (F), Ferrari F430 GT, 1:57.897 Minuten
2. Marc Lieb, (D), Porsche 911 GT3 RSR, + 0,183 Sekunden
3. Richard Lietz (A), Porsche 911 GT3 RSR, + 0,292
4. Richard Westbrook (GB), Porsche 911 GT3 RSR, + 0,330
5. Stéphane Daoudi (F), Ferrari F430 GT, + 0,872
6. Johan-Boris Scheier (F), Ferrari F430 GT, + 1,562
7. Peter Dumbreck (GB), Spyker C8, + 1,716
8. Jean-Philippe Belloc (F), Porsche 911 GT3 RSR, + 1,740
9. Benjamin Leuenberger (CH), Spyker C8, + 2,235
10. Horst Felbermayr Jr. (A), Porsche 911 GT3 RSR, + 2,566

Daten und Fakten

Das ist die Le Mans Series

Die 2004 erstmals ausgetragene Le Mans Series (LMS) bietet den Fans spannenden Sportwagensport. Das Reglement basiert auf dem Regelwerk der 24 Stunden von Le Mans. In dieser Saison werden fünf Wertungsläufe auf Traditionsrennstrecken in Europa gefahren. Die Rennen gehen über die Distanz von 1.000 Kilometern. Die LMS ist das europäische Gegenstück zur American Le Mans Series (ALMS) in den USA und Kanada.

Das Starterfeld bilden zwei unterschiedliche Sportfahrzeug-Kategorien: Sportprototypen und Seriensportwagen. Sie sind in vier Klassen eingeteilt:
Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 750 PS und einem Mindestgewicht von 900 Kilogramm (in der ALMS: 750 PS/925 Kilogramm). Leistungsgewicht: rund 1,2 kg/PS.
Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 475 PS (mit Saugmotor) und 825 Kilogramm Mindestgewicht (in der ALMS: 475 PS/800 Kilogramm). Leistungsgewicht: rund 1,7 kg/PS. In dieser Klasse startet der Porsche RS Spyder.
Klasse GT1: Stark modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 650 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 – 1.325 Kilogramm (in der ALMS: 650 PS/1.125 – 1.325 Kilogramm).
Klasse GT2: Leicht modifizierte Seriensportwagen mit 450 bis 470 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 – 1.325 Kilogramm (in der ALMS: 450 bis 470 PS/1.125 – 1.325 Kilogramm). In dieser Klasse ist der Porsche 911 GT3 RSR am Start.

Alle Rennwagen starten gleichzeitig, werden aber nach Klassen getrennt gewertet. Dieses System sorgt für abwechslungsreiche und spannende Rennen mit vielen Überholmanövern. Punkte gibt es nur für die Platzierung in der jeweiligen Klasse. Meistertitel werden in allen vier Klassen für Fahrer, Hersteller und Teams vergeben. Porsche-Werksfahrer Marc Lieb gewann 2005 und 2006 den Fahrertitel in der Klasse GT2.

Der RS Spyder ist in dieser Saison erstmals in der Le Mans Series am Start.

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