Samstag, 10. Dezember 2016


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American Le Mans Series, 8. Lauf in Bowmanville, Kanada: Podium für Porsche RS Spyder

(lifePR) (Stuttgart, ) Beim achten Lauf der American Le Mans Series auf dem Mosport International Raceway fuhren Sascha Maassen (Aachen) und Patrick Long (USA) im Porsche RS Spyder des Teams Penske Racing auf den dritten Platz der Klasse LMP2. Timo Bernhard (Dittweiler) und Romain Dumas (Frankreich) wurden im Schwesterauto trotz eines Fehlers in der Kraftstoffstrategie Sechste und verteidigten damit ihre Führung in der Meisterschaft.

Das Rennen nordöstlich von Toronto (Kanada) war eines der schnellsten und dramatischsten in der Geschichte der ALMS. Nur zwei Mal wurde es durch das Safetycar unterbrochen. Die letzte Pacecar-Phase endete eine Stunde vor Rennende und beeinflusste so die Strategie der Teams erheblich. Durch besonders sparsame Fahrweise kam Sascha Maassen im RS Spyder mit Startnummer sechs ohne einen weiteren Boxenstopp ins Ziel und sicherte sich somit die dritte Position. "Ich habe von Anfang an mit dem Sprit geknausert. Das hat sich heute ausgezahlt", freute sich Maassen.

Großes Pech hatten Timo Bernhard und Romain Dumas, die das Rennen nach einer Stunde noch angeführt hatten. Durch einen Fehler in der Kraftstoffstrategie ging ihnen das Benzin aus und sie wurden nur als Sechste gewertet. "Schade, dass es heute nicht zum Sieg gereicht hat, denn Timo und ich waren das ganze Wochenende die Schnellsten in der LMP2-Klasse", sagte Dumas nach dem Rennen. "Mein Start war sehr gut. Ich konnte meine Führung in meinem Stint immer weiter ausbauen", ergänzte Bernhard. "Ich hätte zwar gerne wieder auf dem Siegertreppchen gestanden, aber in der Meisterschaft haben wir noch zehn Punkte Vorsprung. Nächstes Wochenende werden wir in Detroit wieder angreifen und unsere Führung hoffentlich weiter ausbauen."

Auf den Plätzen sieben und acht überquerten die RS Spyder des von Porsche unterstützten US-Privatteams Dyson Racing die Ziellinie. Chris Dyson (USA) und Guy Smith (Großbritannien) hatten im Ziel ebenso zwei Runden Rückstand auf die Sieger wie ihre Teamkollegen Marino Franchitti (Großbritannien) und Butch Leitzinger (USA).

In der Klasse GT2 für leicht modifizierte Seriensportwagen fuhren Dirk Werner (Kissenbrück) und Pierre Kaffer (Burgbrohl) im Porsche 911 GT3 RSR des Teams Farnbacher Loles Racing auf Platz zwei. "Ich bin überglücklich erneut auf dem Podium zu stehen. Dieses Ergebnis zeigt, wie gut das Team arbeitet", freute sich Werner. Jörg Bergmeister (Langenfeld) vom Team Flying Lizard Motorsports lieferte sich in seinem GT3 RSR bis ins Ziel einen packenden Zweikampf mit Ferrari-Pilot Dirk Müller. Da Müller für eine überharte Attacke nachträglich zurückversetzt wurde, konnten sich Bergmeister und Teamkollege Wolf Henzler (Nürtingen) über die dritte Position freuen und somit ihre Führung in der Meisterschaft weiter ausbauen. "Der Kampf mit Dirk war wirklich heftig", sagte Bergmeister. "Meine Boxenmannschaft hat uns heute wieder einmal super schnell abgefertigt. Den Mechanikern verdanken wir einen großen Teil unseres heutigen Erfolges."

"Aus einem noch zu analysierenden Grund ist die Kraftstoffstrategie beim RS Spyder mit Startnummer sieben heute nicht aufgegangen. Das müssen und werden wir genauestens überprüfen", kommentierte Uwe Brettel, Leiter Porsche-Kundensport, den Rennausgang. "Abgesehen von dieser Panne haben die Porsche-Teams heute eine tolle Leistung gezeigt. Die Boxenstopps waren extrem schnell und die Fahrer haben einen tollen Job gemacht."

Statistik: 8. von 11 Rennen der American Le Mans Series in Bowmanville, Kanada

Rennergebnis

1. Werner/Luhr (D/D), Audi R10 (LMP1), 127 Runden
2. Pirro/Capello (I/I), Audi R10 (LMP1), 127
3. Brabham/Sharp (AUS/USA), Acura ARX-01B (LMP2), 127
4. Fernandez/Diaz (MEX/MEX), Acura ARX-01B (LMP2), 127
5. Maassen/Long (D/USA), Porsche RS Spyder (LMP2), 127
6. Rossiter/Montagny (GB/F), Acura ARX-01B (LMP2), 127
7. de Ferran/Pagenaud (BRA/F), Acura ARX-01B (LMP2), 126 8. Bernhard/Dumas (D/F), Porsche RS Spyder (LMP2), 126
9. Dyson/Smith (USA/GB), Porsche RS Spyder (LMP2), 125
10. Leitzinger/Franchitti (USA/GB), Porsche RS Spyder (LMP2), 125

Ergebnis Klasse LMP2

1. Brabham/Sharp (AUS/USA), Acura ARX-01B (LMP2), 127
2. Fernandez/Diaz (MEX/MEX), Acura ARX-01B (LMP2), 127
3. Maassen/Long (D/USA), Porsche RS Spyder (LMP2), 127
4. Rossiter/Montagny (GB/F), Acura ARX-01B (LMP2), 127
5. de Ferran/Pagenaud (BRA/F), Acura ARX-01B (LMP2), 126 6. Bernhard/Dumas (D/F), Porsche RS Spyder (LMP2), 126
7. Dyson/Smith (USA/GB), Porsche RS Spyder (LMP2), 125
8. Leitzinger/Franchitti (USA/GB), Porsche RS Spyder (LMP2), 125

Weitere Klassensieger

LMP1: Werner/Luhr (D/D), Audi R10
GT1: O'Connell/Magnussen (USA/DK), Chevrolet Corvette
GT2: Salo/Melo (FIN/BRA), Ferrari F430

Punktestände
Fahrer Klasse LMP2

1. Timo Bernhard, Romain Dumas, Porsche, 149
2. David Brabham, Scott Sharp, Acura, 139
3. Sascha Maassen, Patrick Long, Porsche, 90
4. Butch Leitzinger, Marino Franchitti, Porsche, 79
5. Chris Dyson, Guy Smith, Porsche, 66

Hersteller Klasse LMP2 - Motor
1. Porsche 156
2. Acura 150

Hersteller Klasse LMP2 - Chassis
1. Porsche 156
2. Acura 150

Teams Klasse LMP2
1. Penske Racing, Porsche 156
2. Highcroft Racing, Acura 139
3. Dyson Racing, Porsche 90

Fahrer Klasse GT2
1. Jörg Bergmeister, Wolf Henzler, Porsche 135
2. Dominik Farnbacher, Dirk Müller, Ferrari 125
3. Johannes van Overbeek, Patrick Pilet, Porsche 95

Hersteller Klasse GT2
1. Porsche 159
2. Ferrari 147

Teams Klasse GT2
1. Flying Lizard Motorsports, Porsche 152
2. Tafel Racing, Ferrari 131

Der 9. Lauf der American Le Mans Series wird am 30. August 2008 in Detroit (USA) ausgetragen und führt über 2:45 Stunden.

Daten und Fakten

Das ist die American Le Mans Series

Die American Le Mans Series (ALMS) wurde 1999 ins Leben gerufen. Das Reglement basiert auf dem Regelwerk der 24 Stunden von Le Mans. In dieser Saison werden elf Rennen in den USA und Kanada gefahren. Die traditionellen Höhepunkte sind die 12 Stunden von Sebring und das 1000-Meilen-Rennen "Petit Le Mans" in Road Atlanta. Die meisten Rennen dauern 2:45 Stunden. Die ALMS ist das amerikanische Gegenstück zur in Europa beheimateten Le Mans Series (LMS).

Das Starterfeld bilden zwei unterschiedliche Sportfahrzeug-Kategorien: Sportprototypen und Seriensportwagen. Sie sind in vier Klassen eingeteilt:

Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 750 PS und einem Mindestgewicht von 925 Kilogramm (in der LMS: 750 PS/900 Kilogramm). Leistungsgewicht: rund 1,2 kg/PS.

Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 500 PS (bei Saugmotoren) und 800 Kilogramm Mindestgewicht (in der LMS: 500 PS/825 Kilogramm). Leistungsgewicht: rund 1,7 kg/PS. In dieser Klasse startet der Porsche RS Spyder.

Klasse GT1: Stark modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 650 PS und einem hohen Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (in der LMS: 650 PS/1.125 - 1.325 Kilogramm).

Klasse GT2: Leicht modifizierte Seriensportwagen mit 450 bis 470 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (in der LMS: 450 bis 470 PS/1.125 - 1.325 Kilogramm). In dieser Klasse ist der Porsche 911 GT3 RSR am Start.

Alle Rennwagen starten gleichzeitig, werden aber nach Klassen getrennt gewertet. Dieses System sorgt für abwechslungsreiche und spannende Rennen mit vielen Überholmanövern. Punkte gibt es nur für die Platzierung in der jeweiligen Klasse. Meistertitel werden in den Klassen LMP1 und LMP2 für Fahrer, Chassis- und Motorenhersteller, Teams und Reifenlieferanten vergeben, in den Klassen GT1 und GT2 für Fahrer, Automobilhersteller und Teams. Porsche gewann mit dem RS Spyder sowohl 2006 als auch 2007 die Meistertitel für Fahrer (Sascha Maassen/Lucas Luhr bzw. Timo Bernhard/Romain Dumas) sowie für Hersteller Chassis, Hersteller Motor und Team (Penske Racing).

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