Donnerstag, 08. Dezember 2016


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pbr Planungsbüro Rohling AG mit internationalem Architektur- und Designpreis ausgezeichnet

Iconic Award für Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik

(lifePR) (Osnabrück, ) In diesem Jahr wird die pbr Planungsbüro Rohling AG mit einem Iconic Award ausgezeichnet. Den internationalen Architektur- und Designpreis in der Kategorie „architecture public“ erhält das Architektur- und Ingenieurbüro für den Entwurf des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF) in Braunschweig. Die Preisverleihung findet am 5. Oktober 2015 in der in der Pinakothek der Moderne anlässlich der Expo Real in München statt.

Im Jahr 2009 wurde die pbr AG von der Technischen Universität Braunschweig mit der Gesamtplanung für den Neubau beauftragt. Bereits seit Februar dieses Jahres forschen hier sieben Institute der Universität gemeinsam an den Herausforderungen nachhaltiger Mobilität und entwickeln zukunftsweisenden Lösungen.

Der Neubau gliedert sich in das Institutsgebäude mit Büros, Projekthäusern, Seminar- und Vorlesungsbereich und das Technikum mit Werkstätten, Laboren und Prüfständen. In der Mitte ist ein begrünter Innenhof als gemeinsames verbindendes Element zwischen Institutsgebäude und Technikum angelegt. Jeder der drei Hauptnutzungsbereiche ist durch seine sehr unterschiedlichen räumlichen und technischen Anforderungen geprägt.

Assoziationen zum Automobilbau

Die Gebäudehülle besteht aus Aluminium-Verbund-Tafeln. Institutsbereich und Technikum werden durch eine gemeinsame, umhüllende Schale miteinander verbunden und zu einer prägnanten Silhouette verwoben. Durch den Rücksprung und die großzügige Verglasung der Fassade im Erdgeschoss wirkt das Institutsgebäude schwebend, die leicht geneigte Fassade der beiden Obergeschosse unterstreicht diese Dynamik. Passend zur Funktion des Neubaus rufen die dynamische Fassadengestaltung und die Materialität aufgrund ihrer Leichtigkeit, der glatten Oberfläche und der Farbgebung Assoziationen zum Automobilbau hervor.

Kopf der Forschung

Das Zentrum des NFF ist als dreigeschossiger Kopfbau konzipiert, in dem Büros mit den Projekthäusern und der Seminar- und Tagungsbereich untergebracht sind. Alle öffentlichen Bereiche wie die Vorlesungs- und Tagungsräume, die Bibliothek der PC-Pool und die Cafeteria werden über das langgestreckte Wandelfoyer erschlossen. Die Fassade ist zur Hermann-Blenk-Straße nach Süden verglast und bietet großzügige Aus- und Einblicke. Die Seminarräume und die Bibliothek im Erdgeschoss sind zum ruhigen Innenhof ausgerichtet. Der Seminar- und Tagungsbereich kann auch von exter¬nen Unternehmen für Konferenzen und Meetings genutzt werden. Die Büroflächen in den beiden Obergeschossen sind als Dreibund organisiert und schaffen optimale Bedingungen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Eine effektive Kommunikation der Mitarbeiter wird durch einen flexiblen Grundriss, ein hohes Maß an Transparenz und geschossübergreifende vertikale Kommunikationszonen erreicht. Besonders die Projekthäuser eröffnen neue Möglichkeiten in der Zusammenarbeit und spiegeln den Teamgedanken des NFF wieder.

Technikum als Forschungsfläche

In dem Neubau sind die Gebäudeteile für theoretisches und praktisches Arbeiten eng miteinander verknüpft. Aus den Büros im Institut ist die Versuchshalle im Technikum schnell zu erreichen. Zentraler Mittelpunkt des Technikums ist der zweigeschossige Hallenteil mit der offenen, großzügigen Verfügungsfläche. Dem Konzept des NFF als offene Arbeitswelt folgend wird diese Fläche für Versuchsaufbauten institutsübergreifend genutzt. Die Motorenprüfstände, die Großgeräteprüfstände, Werkstätten sowie Lager- und Abstellflächen sind räumlich getrennt und gruppieren sich U-förmig um die Verfügungsfläche, die mit Fahrzeugen befahren werden kann. Im Obergeschoss befinden sich die nasschemischen Labore, die Komponenten-Prüfstände, das E-Labor und der Sozialbereich. Weiterhin sind hier die hochinstallierten Technik-Zentralen mit der komplexen Gebäudetechnik für die Prüf¬stände angeordnet.

Auf dem Prüfstand

Zu den Prüfständen im Technikum gehören u. a. 16 Motorenprüfstände, ein Klimarollenprüfstand, ein Antriebsstrangprüfstand, ein Hydropulsprüfstand, ein DVRS-Simulator und der Prüfstand Elektrische Antriebe. Insbesondere die Stromversorgung für den hohen Leistungsbedarf, die hohen Kühllasten aufgrund der Wärmeentwicklung und die Abhängigkeiten in der Regelung zwischen Prüfstand und Gebäudetechnik mussten in der Planung berücksichtigt werden.

Über den Iconic Award / Rat für Formgebung

Als Initiator und Veranstalter der Iconic Awards zählt der Rat für Formgebung zu den führenden Kompetenzzentren für Kommunikation und Wissenstransfer im Bereich Design. Neben diversen wichtigen Branchenwettbewerben richtet er auch den German Design Award aus. Der Rat für Formgebung wurde 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestages gegründet, um die Designkompetenz der deutschen Wirtschaft zu stärken. Die unabhängige Jury der Iconic Awards setzt sich aus Vertretern der Bereiche Architektur, Design und Markenkommunikation zusammen. In dem ganzheitlich ausgerichteten Architektur- und Designwettbewerb werden in diesem Jahr bereits zum dritten Mal visionäre Architektur, innovative Produkte und nachhaltige Kommunikation der Bau- und Immobilienbranche prämiert.

pbr Planungsbüro Rohling AG

Die pbr Planungsbüro Rohling AG, die als Architektur- und Ingenieurbüro mit über 400 Mitarbeitern alle wesentlichen Bauplandienstleistungen erbringt, ist an zehn Standorten bundesweit niedergelassen. Schwerpunkte hat das Büro u.a. in der Planung von Gebäuden für Lehre, Forschung, Industrie und Freizeit. Zu den von der pbr AG betreuten Projekten in diesem Bereich gehören beispielsweise der Neubau eines Institutsgebäudes für das DZNE Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Magdeburg sowie die Neubauten der Hochschulen Hamm-Lippstadt und Rhein-Waal.

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