Samstag, 10. Dezember 2016


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Frauen fördern und Hunger besiegen

Oxfam und KDFB zum Internationalen Frauentag

(lifePR) (Berlin/Köln, ) Zum Internationalen Frauentag am 8. März rufen die Hilfsorganisation Oxfam und der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) die Bundesregierung auf, sich eindringlich für eine gesicherte Welternährung einzusetzen.

Weltweit hungern eine Milliarde Menschen. Da Frauen und Mädchen bei der Hungerbekämpfung eine besonders wichtige Rolle einnehmen, müssen sie stärker unterstützt und beteiligt werden.

In der Landwirtschaft sind es vor allem Frauen, die arbeiten und deren Löhne unmittelbar den Familien zugute kommen. "Um Hunger langfristig zu besiegen, müssen Frauen gleichberechtigt sein", sagt Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam. Nur dann hätten sie Zugang zu Krediten, Ausbildung und Beratung. "Wenn Frauen bei politischen Entscheidungen und in Hilfsprojekten stärker berücksichtigt werden, lassen sich Unterernährung und Ungerechtigkeit leichter überwinden", bekräftigt Ingrid Fischbach, Präsidentin des KDFB. Deshalb sei es unerlässlich, gerade am Internationalen Frauentag an eine nachhaltig gestaltete Zukunft zu denken und kraftvoll eine weltweite Gleichberechtigung der Frauen zu fordern. "Wir müssen solidarisch sein und uns dafür einsetzen, dass der Welternährung eine ebenso große Bedeutung zukommt, wie sie auch für den Klimaschutz gefordert wird", so Fischbach.

Obwohl in vielen Ländern hauptsächlich Frauen Lebensmittel für den lokalen Markt anbauen und ihre Familie versorgen, haben gerade Frauen kaum Zugang zu Land, Krediten und Beratungsdienstleistungen. "In Afrika bauen Frauen 70 Prozent der Nahrungsmittel an, erhalten aber weniger als 10 Prozent der Kredite für kleinbäuerliche Betriebe und besitzen nur ein Prozent des Landes", stellt Wiggerthale klar. Nur fünf Prozent der Beratungsdienstleistungen weltweit (z.B. Anbautechnik und Vermarktung) stünden Frauen zur Verfügung.

In den letzten Jahren ist die Zahl der weltweit Hungernden auf mehr als eine Milliarde angestiegen, davon 60 Prozent Frauen und Mädchen. "Nach der Nahrungsmittelkrise setzen die Geberländer und internationalen Finanzinstitutionen sehr stark auf eine bloße Steigerung der Nahrungsmittelproduktion. Doch das macht die Menschen nicht automatisch satt", so Wiggerthale. Vielmehr müsse auch die Einkommenssituation der Hungernden, insbesondere der Frauen, durch faire Löhne verbessert werden. Dies wirke sich dann auf die gesamte Familie aus. In einem weiteren Schritt müssen laut Oxfam und KDFB endlich faire internationale Handelsregeln geschaffen und angemessene Preise für Agrarprodukte gezahlt werden.

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