Samstag, 10. Dezember 2016


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Erstmals zwei Dorothea-Erxleben-Gastprofessorinnen berufen

Universität Magdeburg fördert Karrieren exzellenter Wissenschaftlerinnen

(lifePR) (Magdeburg, ) An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg werden mit der Mathematikerin Dr. Cornelia Pokalyuk und der Nanophysikerin PD Dr. Dana Zöllner erstmals zwei herausragende Wissenschaftlerinnen gleichzeitig auf die Dorothea-Erxleben-Gastprofessur berufen. Mit der Dorothea-Erxleben-Gastprofessur fördert die Universität Magdeburg exzellente Wissenschaftlerinnen und unterstützt intensiv deren weitere fachliche und persönliche Profilierung. Der Lehr- und Forschungsauftrag wird für die Dauer von jeweils einem Jahr für ein an der Universität vertretenes Fach vergeben, insbesondere auf Gebieten, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Die Professur ist nach Dorothea Erxleben benannt, die als erste deutsche Frau 1754 den medizinischen Doktortitel erwarb.

Die beiden Wissenschaftlerinnen werden ihre Arbeit in Forschung und Lehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zum Wintersemester 2015/16 aufnehmen. "Frauen sind in der deutschen Wissenschaftslandschaft leider immer noch unterrepräsentiert, auch an der Otto-von-Guericke-Universität. Das trifft vor allem auf die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächer zu", so Prof. Volkmar Leßmann, Prorektor für Forschung, Technologie und Chancengleichheit der Universität Magdeburg. "'Frauen sind Klasse, aber nicht Spitze' brachte es die Universitätsprofessorin und Politikerin Jutta Limbach einmal auf den Punkt: Die Hälfte der Studienanfänger ist weiblich, doch nicht einmal 15 Prozent der Lehrstühle bundesweit sind mit Frauen besetzt. Mit der erstmaligen Doppelbesetzung der Erxleben-Professur kommt die Universität Magdeburg ihrer Verantwortung nach, dezidiert Karrieren exzellenter Wissenschaftlerinnen zu unterstützen. Wir freuen uns sehr, dass wir dafür zwei so hervorragende Forscherinnen wie Dr. Dana Zöllner und Dr. Cornelia Poklalyuk gewinnen konnten."

Prof. Dr. rer. nat. Cornelia Pokalyuk absolvierte 2009 erfolgreich den Diplomstudiengang Mathematik mit Nebenfach Informatik an der Universität Leipzig. Anschließend war sie Doktorandin in der Forschergruppe FOR 1078 Natural selection in structured populations am Institut für Mathematische Stochastik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. 2012 wurde sie dort zur Dr. rer. nat. promoviert und nahm eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin auf. Nach einer Elternzeitpause folgte bis 2014 die Arbeit als Postdoktorandin am Institut interfacultaire de Bioingènerie an der Ècole Polytechnique de Lausanne in der Schweiz. Seit 2014 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Mathematik an der Goethe-Universität Frankfurt im DFG-Schwerpunktprogramm SPP 1590 Probabilistic Structures in Evolution. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Stochastik in der mathematischen Modellierung von populationsgenetischen Prozessen, insbesondere von Virenpopulationen.

Prof. Dr. rer. nat. Dana Zöllner hat 2001 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein Lehramtsstudium für Gymnasien in den Fächern Physik, Informatik und Mathematik abgeschlossen. Es folgte ab 2002 ein Promotionsstipendium am DFG-Graduiertenkolleg 828 Micro-Macro-Interactions in Structured Media and Particle Systems. 2006 wurde Dana Zöllner mit magna cum laude promoviert und arbeitete als Postdoktorandin. Von 2009 bis 2012 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Magdeburg im DFG-Projekt Grain growth in nanocrystalline materials. Seit 2011 hat sie einen Lehrauftrag am Institut für Experimentelle Physik der Universität. Ab 2012 war sie zwei Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Maschinenbau und der Fakultät für Naturwissenschaften tätig und forschte an der University of California Los Angeles, USA, sowie an der Universität Ulm. 2015 hat sich Dana Zöllner habilitiert und hat derzeit als Privatdozentin einen Lehrauftrag an der Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Magdeburg. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Materialphysik auf der Untersuchung der Thermodynamik und Kinetik nanokristalliner Grenz- und Oberflächen.

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