Sonntag, 04. Dezember 2016


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Forschungsförderung für die Hochschule Amberg-Weiden

1 Million Euro genehmigt

(lifePR) (Amberg, ) Für insgesamt neun Technologieprojekte an Bayerns Hochschulen für angewandte Wissenschaften - Fachhochschulen hat der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Thomas Goppel, für die Jahre 2009 bis 2015 eine Förderung in Höhe von insgesamt rund 6,42 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Ziel "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" zugesagt. De Projekte knüpfen gezielt an den Kompetenzen der Hochschulen an. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die häufig keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen vorhalten, profitieren besonders von der anwendungsbezogenen Forschung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Dabei zahlt sich die starke Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft aus, die den Wissens- und Technologietransfer von der Hochschule in die Praxis wesentlich erleichtert.

Die Hochschule Amberg-Weiden erhält vor diesem Hintergrund aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eine Förderung in Höhe von 150.000 Euro für das Projekt "Einsatz der Computertomographie in der Produktentwicklung". Dieses Vorhaben wird an der Hochschule in Weiden in der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen unter Federführung von Prof. Dr. Franz Magerl bearbeitet. Hintergrund des Projektes ist die Tatsache, dass die regionale Industriestruktur immer stärker durch Zulieferer für die Automobil-, Luftfahrt- und Transportindustrie geprägt ist. Um im globalen Wettbewerb bestehen bzw. in den Kreis der Zulieferer aufgenommen werden zu können, müssen die Unternehmen die anspruchsvollen Soft- und Hardwareanforderungen und die Entwicklungsmethodik ihrer Kunden erfüllen. Die Computertomographie als innovatives Verfahren wird im zukünftigen Produktentwicklungsprozess ein notwendiges und wichtiges Werkzeug darstellen. Bei der Umsetzung der Projektinhalte werden daher in Weiden die Schwerpunkte auf die Integration der Computertomographie in den Produktentwicklungsprozess gelegt, die den Entwicklungsablauf beschleunigen, die Entwicklungsqualität erhöhen und die unterschiedlichen Entwicklungsstufen eng miteinander verknüpfen bzw. überlappen lassen.

Zusätzlich werden in einem von Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel aufgelegten Programm rund drei Millionen Euro jährlich vom Bayerischen Wissenschaftsministerium in die Förderung der angewandten Forschung und des Technologietransfers an den Fachhochschulen investiert. In diesem Programm erfolgt in den nächsten drei Jahren in Bayern eine gezielte Unterstützung von neun Forschungsschwerpunkten sowie neun Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. An der Hochschule Amberg-Weiden werden in diesem Zusammenhang zwei Initiativen gefördert:

* Forschungsschwerpunkt "Rationelle Energiewandlung und Erneuerbare Energien" mit einer Fördersumme von 600.000 Euro. Angesiedelt in der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik an der Hochschule in Amberg wird das Vorhaben von den Professoren Dr. Franz Bischof, Dr. Stefan Beer und Dr. Markus Brautsch betreut. Der Themenbereich der umweltgerechten Energietechnik soll an der Hochschule in Amberg aufbauend auf den bereits vorhandenen Forschungskompetenzen in diesem Schwerpunkt zielorientiert gestärkt und ausgebaut werden, so etwa die Kooperation mit Partnern der Hochschule Amberg-Weiden aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Fördervoraussetzung für einen solchen Forschungsschwerpunkt ist, dass es sich um einen innovativen Bereich mit klarem Anwendungsbezug handelt, bereits eine ausgewiesene Forschungskompetenz und Reputation vorhanden ist, und schon Drittmittelaktivitäten aus Projekten mit der Praxis bestehen, Kriterien also, die alle mit Blick auf den geförderten Schwerpunkt "Rationelle Energiewandlung und Erneuerbare Energien" in den Studiengängen Umwelttechnik, Erneuerbare Energien und im Masterstudiengang Environmental Engineering erfüllt werden.

* Forschungs- und Entwicklungsvorhaben "KOBA - Möglichkeiten und Grenzen kontaktloser Backbonesysteme für anreihbare Automatisierungskomponenten" mit einer Fördersumme von 250.000 Euro. Dieses Projekt wird von Prof. Dr. Hans-Peter Schmidt an der Fakultät Elektro- und Informationstechnik der Hochschule in Amberg betreut. Hintergrund des Vorhabens ist, dass in heutigen Automatisierungssystemen vielfach schaltschrankbasierte Lösungen aufgebaut werden, in denen hochwertige Systemkomponenten zusammengefasst werden. Im Projekt KOBA soll die Möglichkeit eines fortgeschrittenen steckerlosen Backbonesystems in der Automatisierungstechnik untersucht und zur Demonstration aufgebaut werden. Zusätzlich soll unter anderem gezeigt werden, wie für dieses Einsatzfeld eine steckerlose Datenübertragung mit sehr hoher Datenrate zum Einsatz kommen kann.

Prof. Dr. Erich Bauer, Präsident der Hochschule Amberg-Weiden: "Wir können mit den vom Bayerischen Wissenschaftsministerium genehmigten Fördermitteln in Höhe von insgesamt einer Million Euro in den nächsten Jahren unsere Forschungskompetenzen in innovativen Technologiefeldern weiter ausbauen, und die Ergebnisse direkt in die Lehre für unsere Studierenden einfliessen lassen. Damit sind Lehre und Studium an der Hochschule Amberg-Weiden auf dem aktuellsten Stand der Technik garantiert. Die uns genehmigten Projektmittel stärken unser Profil, und sind eine hervorragende Basis, die Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft im Sinne des Wissens- und Technologietransfers zwischen Hochschule und Praxis weiter zu intensivieren."

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