Samstag, 03. Dezember 2016


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IHK: Griechenland-Krise bislang ohne Auswirkungen im Oldenburger Land

Konjunkturelle Erholung setzt sich fort / Ausblick etwas skeptischer

(lifePR) (Oldenburg, ) "Die Krise in Griechenland ist bislang weitgehend spurlos an der regionalen Wirtschaft vorbeigegangen. Die konjunkturelle Erholung hat sich im zweiten Quartal sogar 2015 fortgesetzt", beschreibt Dr. Joachim Peters, Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), die aktuelle wirtschaftliche Lage im Oldenburger Land.

Das Handelsvolumen mit Griechenland sei zu gering, um reale Änderungen zu spüren. Über 87 Prozent der Befragten bewerten die momentane Situation als gut oder befriedigend. Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der IHK. Die Region bleibe damit auf Kurs, so Peters.

Vor allem das Transport- und Logistikgewerbe berichtet über gut laufende Geschäfte im zweiten Quartal. Hier konnten höhere Preise für Logistikdienstleistungen durchgesetzt werden. Industrie, Bau- sowie Dienstleistungsgewerbe sind ebenfalls mit dem Verlauf zufrieden. Etwas skeptischer als im Vorquartal bewerten die Einzelhändler die aktuelle Lage, sie sind jedoch insgesamt zufrieden. Deutlich nachgelassen hat die Stimmung dagegen im Großhandel: Hier halten sich die "Gut"- und "Schlecht"-Meldungen etwa die Waage.

"Völlig unbeeindruckt zeigen sich die regionalen Unternehmen von der aktuellen Diskussion um den Verbleib Griechenlands in der Eurozone indes nicht", erklärt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung werde etwas vorsichtiger beurteilt als noch im Vorquartal: Jedes fünfte Unternehmen geht von einer eher günstigen Entwicklung aus, zuvor war es noch jeder vierte Betrieb. Aktuell rechnen 15 Prozent mit einem ungünstigen Verlauf in den nächsten Monaten. Neben Griechenland dürfte auch der deutliche Aktienkursverfall in China, der die Unsicherheit über das weitere Wachstum ausdrückt, für die etwas skeptischere Erwartung eine Rolle gespielt haben. Die IHK-Konjunkturklimaindex, der sich aus der aktuellen und zukünftigen Beurteilung ergibt, bleibt mit 113,3 Punkten nahezu konstant gegenüber dem Vorquartal (113,2 Punkte).

"Die Investitionsplanungen bleiben aufwärts gerichtet", so Peters. Dies sei jedoch nur auf die Industrie, die deutlich mehr investieren will, und auf das Dienstleistungsgewerbe zurückzuführen. Die anderen Branchen zeigten sich zurückhaltender. Ein echter Durchbruch sei das nicht, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Die Beschäftigungssituation bleibt laut den Planungen der Unternehmen positiv. Vor allem das Verkehrs- und das Baugewerbe wollen mehr Personal einstellen.

Die Branchen im Einzelnen:
Nach dem enttäuschend verlaufenen ersten Quartal ist die Stimmung in den Industrieunternehmen nun zuversichtlicher. Die Umsatzlage hat sich vor allem im Maschinenbau und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen gebessert. Auch im Ernährungsgewerbe und in der Kunststoffindustrie liefen die Geschäfte überwiegend gut.

Im Baugewerbe sind zwar die Auftragseingänge rückläufig, der Auftragsbestand ist aber nach wie vor ausreichend. Über 40 Prozent der Befragten geben eine Auftragsreichweite von über vier Monaten an, jeder Dritte von zwei bis drei Monaten.

Die Stimmung bei den Einzelhändlern hat gegenüber dem Vorquartal etwas nachgelassen, ist aber nach wie vor gut. Grund dürfte eine recht stabile Umsatzentwicklung im zweiten Quartal gewesen sein. Während der Einzelhandel mit Unterhaltungselektronik und elektrischen Haushaltsgeräten Umsatzzuwächse meldet, verlief das zweite Quartal für den Textileinzelhandel aufgrund des eher kühlen Wetters weniger erfreulich.

Die regionalen Großhändler bewerten die Situation skeptischer als noch im Vorquartal. Insbesondere die Export- und Importhändler äußern sich über den Verlauf des zweiten Quartals kritisch, da die Umsatzlage nach wie vor unbefriedigend ist. Über 40 Prozent der Befragten dieser Sparte beurteilen daher die aktuelle Lage als schlecht, und nur 20 Prozent sind mit ihr zufrieden.

Das Transport- und Logistikgewerbe hat im zweiten Quartal deutlich mehr Güter bewegt als noch im ersten Quartal. Zugleich konnten die Unternehmen höhere Preise für Logistikdienstleistungen am Markt durchsetzen. Die Ertragslage der Betriebe hat sich daher deutlich gebessert. 40 Prozent der Befragten bewerten die Geschäftslage als gut, lediglich 4 Prozent als schlecht.

Im Dienstleistungssektor läuft die Konjunktur weiterhin rund. Auftrags- und Umsatzlage sind zum Sommer hin gestiegen. Gut ist die Stimmung überwiegend in Medienwirtschaft und IT sowie im Grundstücks- und Wohnungswesen. Skeptischer ist hingegen die Zeitarbeitsbranche.

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