Donnerstag, 08. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 155029

Geringe Mittel, imposante Ergebnisse

Kuratorium beriet Arbeitsbericht und Arbeitsplanung des Nordfriisk Instituut

(lifePR) (Bredstedt, NF, ) "Erneut hat uns die kleine Mitarbeiterschar des Nordfriisk Instituut ein erstaunliches Arbeitsergebnis vorgelegt." Mit diesen Worten eröffnete Professor Dr. Dieter Lohmeier, seit 20 Jahren Sprecher des Kuratoriums, die Sitzung des im zweijährigen Rhythmus tagenden Gremiums. Auch die fast vollzählig anwesenden Kuratoriumsmitglieder, namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und öffentlichem Leben, zeigten sich vor dem Hintergrund, dass das Institut nur noch zweieinhalb feste Wissenschaftlerstellen zu bieten hat, von der Leistung beeindruckt.

Als "Leuchtturmprojekte" hob Institutsdirektor Professor Dr. Thomas Steensen die Erarbeitung moderner friesischer Sprachkurse, die "Neuentdeckung" des friesischen Wissenschaftlers Friedrich Paulsen sowie die Vollendung der sechsbändigen Geschichte Nordfrieslands hervor. In die europaweit verbreitete Beschäftigung mit "Erinnerungsorten" reihe sich nun auch ein Buch über Nordfriesland ein. Die in viele Sprachen der Welt übersetzte Erzählung "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry gebe es jetzt auch in zwei friesischen Dialekten. Viele weitere Resultate werden aufgezeigt in dem 32 Seiten umfassenden Arbeitsbericht des Instituts.

Nächstes Ziel im sprachlichen Bereich sei ein Online-Sprachkurs für Frasch, Fering und Sölring im Internet, demonstrierten die Sprachlektorinnen Antje Arfsten und Wendy Vanselow. Aufgebaut werde auf einem Vorbild aus Westfriesland. Fiete Pingel erläuterte den für 2010 geplanten zwölfteiligen "Kanon der nordfriesischen Kultur". 2011 werde man der Frage nachgehen, wie einst die Selbstverwaltung in den friesischen Landschaften und Harden funktionierte. Harry Kunz regte an, einen umfassenden "Kultur-Kanon Nordfriesland" unter Beteiligung von Experten zu erarbeiten.

In eindrucksvollen Gastvorträgen stellte der Freiburger Musikwissenschaftler Professor Dr. Konrad Küster das Projekt "Musik - Kultur der Marschen" vor, und Professor Dr. Dietrich Scholze, Direktor des Sorbischen Instituts in Bautzen und langjähriges Kuratoriumsmitglied, berichtete über Sinn und Unsinn einer Evaluierung seiner Einrichtung.

Sparen ist auch in Schleswig-Holstein sinnvoll, aber nur sinnvolles Sparen schafft und erhält Werte! Mit diesen Gedanken ging das Kuratorium am Ende seiner vierstündigen Tagung auseinander.

Der Arbeitsbericht des Nordfriisk Instituut ist kostenlos erhältlich: Tel. +49 (4671) 60120, info@nordfriiskinstituut.de. Er ist auch im Internet einzusehen: www.nordfriiskinstituut.de

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