Samstag, 03. Dezember 2016


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Bilder gegen den Schmerz

Weltweit erste klinische Studie beweist die "Kraft der Bilder" bei chronischen Schmerzpatienten

(lifePR) (Düsseldorf, ) Chronische Schmerzen sind zu einer echten Volkskrankheit geworden. Das Schmerzzentrum des Roten Kreuz Krankenhauses in Kassel kommt im Rahmen einer klinischen Studie, mit Unterstützung von NIKON Deutschland und in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, zu einem eindrucksvollen Ergebnis: Bilder, die ein positives Gefühl auslösen, lindern chronische Schmerzen. In jedem dritten Haushalt in Europa lebt ein Mensch, der unter Schmerzen leidet. Mehr als 12 Millionen Menschen in Deutschland sind von lang anhaltenden Schmerzen betroffen. Die Patienten leiden unter Dauerschmerz, der häufig ihren Alltag bestimmt.

Neue Hoffnung für Patienten

"Ich leide seit vier Jahren an unerträglichen Kopfschmerzen - jeden Tag. Nach etlichen Untersuchungen bei Orthopäden und alternativen Medizinern in Spezialkliniken, ist die Schmerztherapie in Kassel meine große Hoffnung", erzählt die Patientin Manuela Spangenberg aus Thüringen. Im Rahmen der multimodalen Schmerztherapie, eine Mischung aus Medikamenten, psychologischer Schmerztherapie und Physiotherapie, gehört sie zu den Studien-Teilnehmern, die mehrere Tage lang digitale Bilder von ihren Angehörigen, fremden Personen, schönen Landschaften oder optischer Täuschungen zu sehen bekamen. Die Patienten bewerteten unmittelbar vor und nach dem Betrachten ihre aktuell empfundene Schmerzintensität. "Wir haben im Rahmen der Studie gesehen, dass sich die Kraft der Bilder für wissenschaftliche Untersuchungen einsetzen lässt und dass es einen positiven Effekt gibt, der über das bloße Hinstellen eines Fotos hinausgeht", erklärt Dr. Andreas Böger, Studienleiter und Chefarzt des Schmerzzentrums Kassel.

Interaktiv helfen

Das Pilot-Projekt "NIKON - Kraft der Bilder" Ende 2012 basierte auf einer Studie der Professorin Naomi Eisenberger von der Universität Los Angeles, die besagt, dass sich Schmerzen beim Anblick von Fotos geliebter Menschen verringern. Im Rahmen des Pilot-Projektes konnten Angehörige von Patienten des Roten Kreuz Krankenhauses Kassel Fotos von sich auf interaktive Bilderrahmen schicken. Auf einer begleitenden Webseite gab es ebenfalls die Möglichkeit, Bilder hochzuladen. Es war ein Versuch, den Schmerzpatienten das Weihnachtsfest ein wenig erträglicher zu gestalten.

Erfolg für Patienten und Partner

Aus dem erfolgreichen Pilot-Projekt entwickelte Dr. Böger mit seinem Team die wissenschaftliche Studie. Das Ergebnis: Die schmerzlindernde Wirkung des Betrachtens von Bildern wurde erstmals unter klinischen Bedingungen nachgewiesen. "Die Studie ist ein großer Erfolg und ein weiterer Schritt für die Betroffenen in ein nahezu normales Leben. Wir möchten, dass die Patientinnen und Patienten - wie Frau Spangenberg - die Methoden, die ihnen hier im Schmerzzentrum helfen, selbst zu Hause anwenden können", erklärt der 45-jährige Chefarzt. "Wenn das, statt einer Schmerztablette, das Anschauen eines positiv empfundenen Bildes ist, dann ist das ein großer Erfolg."

Auch Martin Broderick, General Manager Marketing & Sales Strategy bei NIKON Deutschland, hat ein Lächeln im Gesicht wenn er über die Ergebnisse der Studie spricht. "Nach den ersten positiven Erfahrungen im Rahmen des Pilotprojektes Ende 2012 war klar, dass wir auch die wissenschaftliche klinische Studie unterstützen würden. Die Ergebnisse der Studie sind eindrucksvoll und eröffnen mögliche weitere Wege in der Schmerztherapie. Schöne Bilder lösen ein Wohlgefühl aus, sie geben uns Kraft. Sogar die notwendige Kraft, eine Schmerztherapie zu durchstehen. Wir freuen uns, dass NIKON im besten Sinne unseres Versprechens 'At the heart of the image' ein Stück dazu beitragen konnte." Bei Manuela Spangenberg zeigt das Betrachten der Bilder eine spürbar positive Auswirkung. "Wenn ich schöne Landschaften oder lachende Familienmitglieder sehe, breitet sich bei mir ein wohltuendes Gefühl aus und ich fühle mich deutlich besser", erzählt sie.

Ausblick in die Zukunft

Längst nicht alle Ursachen chronischer Schmerzen sind bekannt. Klar ist jedoch, dass die Anzahl durch genetische Vorbelastung, Kopf- oder Rückenschmerzen, psychische Belastung oder eine ungesunde Lebensweise steigt. Eine psychische Behandlung wird immer wichtiger. Dr. Böger blickt zuversichtlich in die Zukunft. "Wir wissen nun, dass positiv empfundene Bilder chronische Schmerzen lindern können und das sollte uns inspirieren, Nachfolgestudien durchzuführen und zu schauen, ob der Effekt weiter verstärkt werden und somit vielen Menschen geholfen werden kann." Elemente der Studie werden im Roten Kreuz Krankenhaus in Kassel in der stationären multimodalen Schmerztherapie genutzt und eingesetzt. Kooperationen mit weiteren Kliniken sind in Planung.

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