Samstag, 03. Dezember 2016


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Deutscher Bruttowerbemarkt wächst im ersten Quartal 2010 um mehr als acht Prozent

Bruttowerbedruck in den Above-the-line-Medien steigert sich auf knapp 5,5 Milliarden Euro

(lifePR) (Hamburg, ) Laut der aktuellen Werbestatistik von Nielsen, dem globalen Informations- und Medienunternehmen, ist der Bruttowerbedruck in den Above-the-line-Medien in Deutschland in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 um 421 Millionen Euro auf knapp 5,5 Milliarden Euro gestiegen. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem Plus von 8,3 Prozent (bereinigt: plus 8,2 Prozent). "Das Plus im ersten Quartal 2010 ist durch das schwache Vorjahresquartal stark beeinflusst. Aber es ist auch Ausdruck einer leichten Aufhellung der wirtschaftlichen Situation und der allgemeinen Stimmung. Es ist bekannt, dass Werbung Märkte und Marken treibt und deshalb wird auch wieder in die Markenführung investiert. Zusätzlich haben wir mit der anstehenden Fußball-WM in Südafrika wieder ein sportliches Highlight in diesem Jahr, das dem Markt noch einmal Impulse gibt.", so Ludger Wibbelt, Geschäftsführer der Nielsen Media Research GmbH.

Die ersten beiden Monate schlossen bereits mit einem Plus von 5,0 Prozent bzw. plus 4,8 Prozent. Im März wurde ein rasanter Anstieg des Werbedrucks auf plus 13,5 Prozent verzeichnet. Dieses enorme Plus ist neben dem Osterfest auch durch verschiedene werberelevante Umfelder, wie z.B. interessante Sport- und Unterhaltungs-Highlights begründet, die insbesondere im Fernsehen verfolgt werden konnten. Sie boten den Werbungtreibenden in diesem Monat einen zusätzlichen Werbeanreiz.

Mit plus 51 Millionen Euro auf 197 Millionen Euro verbuchte die Branche Online-Dienstleistungen im ersten Quartal 2010 die höchsten absoluten Zuwächse. Mit insgesamt 72 Millionen Euro und einem Plus von 17 Millionen Euro sind es größtenteils die Online-Vermittlungsdienste, die ihre Services im ersten Quartal 2010 stärker bewarben. Ludger Wibbelt: "Das Internet hat die Lebensweise der Menschen bereits nachhaltig verändert, was sich dementsprechend auch auf das soziale Leben auswirkt. Die Partnersuche im Internet boomt wie nie zuvor. Die Vermittler der Liebe per Mausklick sind bestrebt sich auf dem mittlerweile hart umkämpften Markt für ihre Produkte und Services, aber auch hinsichtlich Qualität und Sicherheit, vom Wettbewerb abzuheben, was sie durch einen verstärkten Werbedruck zu erreichen versuchen."

Während die Online-Dienstleistungen die höchsten Zuwächse im ersten Quartal verzeichneten, reduzierten die Versicherungsanbieter ihren Werbedruck mit minus 30 Millionen Euro auf 67 Millionen Euro am stärksten. Über ein Drittel dieser Reduzierung ist auf die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft zurückzuführen. Der Konzern hatte Ende des letzten Jahres bekanntgegeben seine gesamte Mehrmarkenstrategie (u.a. D.A.S., DKV, Ergo, Hamburg-Mannheimer und Victoria) überarbeiten zu wollen. Dieser Prozess ist im ersten Quartal 2010 scheinbar noch nicht abgeschlossen, da der führende Erst- und Rückversicherungskonzern seinen Werbedruck in den ersten drei Monaten 2010 um minus 12 Millionen Euro reduzierte.

Das Wachstum im ersten Quartal wurde überraschenderweise nicht von den Handelsorganisationen geprägt. So wurden im Bereich Handel 17 Millionen Euro weniger als im Vorjahr in Werbung investiert. "Nachdem besonders die Discounter über den Ausbau ihres Werbedrucks den gesamten Werbemarkt stützten und diesem Dynamik verliehen, beobachten wir eine deutliche Werbezurückhaltung gegenüber dem Vorjahr. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Handel angesichts des starken Wettbewerbs im Laufe des Jahres wieder werbeaktiver sein wird.", erläutert Ludger Wibbelt.

Die Werbe-Rahmenbedingungen für die Arzneimittelindustrie in Deutschland gestalteten sich im ersten Quartal wesentlich positiver. Schneemassen und eisige Kälte beherrschten das Land. Das Erkältungswetter nutzen die Arzneimittelhersteller, um ihre Produkte mit zusätzlichen 35 Millionen Euro und insgesamt 229 Millionen Euro zu bewerben. Im Mittelpunkt der Werbeaktivitäten standen - und wie zu dieser Jahreszeit nicht anders zu erwarten - Husten- und Erkältungsmittel sowie Stärkungsmittel.

Eine deutlich positive Entwicklung ist im ersten Quartal 2010 bei den Medien Kino, Internet, Fernsehen und Plakat zu beobachten. Das Plus bei den Fernsehsendern ist unter anderem auf die besagte Branche der Online-Vermittlungsdienste zurückzuführen, die für ihre Dating-Werbebotschaften gegenüber dem Vorjahresquartal zusätzliche 45 Millionen Euro in dieses Medium investierte. Die Medien Publikumszeitschriften und Zeitungen stagnierten im Vorjahresvergleich. Lediglich die Fachzeitschriften und das Radio verzeichneten ein leichtes Minus.

Die gesamten Bruttowerbeumsätze der Above-the-line-Medien verteilten sich auf die einzelnen Mediengattungen im ersten Quartal 2010 dabei wie folgt: Die Fernsehwerbung verbuchte 2,4 Milliarden Euro. Dieses entspricht einem Wachstum von 16,4 Prozent (bereinigt: plus 16,4 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Das Werbevolumen der Tageszeitungen steigerte sich in diesem Zeitraum um plus 0,5 Prozent (bereinigt: plus 0,4 Prozent) auf 1,3 Milliarden Euro, wobei Rubrikenanzeigen in der Nielsen Media Statistik nicht mit einbezogen werden. Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von 800 Millionen Euro ein leichtes Plus von 0,7 Prozent (bereinigt: plus 0,5 Prozent) gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Medium Radio erwirtschaftete Werbeerlöse in Höhe von 301 Millionen Euro, was eine Reduzierung von minus 1,4 Prozent (bereinigt: minus 2,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Werbeeinnahmen von Plakat steigerten sich um plus 7,5 Prozent (bereinigt: plus 7,5 Prozent) auf 196 Millionen Euro. Fachzeitschriften verzeichneten ein Minus von 2,8 Prozent (bereinigt: minus 2,7 Prozent) auf 98 Millionen Euro. Das Medium Kino ist prozentual gesehen das Gewinnermedium im ersten Quartal 2010 und verbuchte ein Wachstum seiner Bruttowerbeerlöse in Höhe von plus 62,0 Prozent (bereinigt: plus 62,0 Prozent) auf 15 Millionen Euro.* Um der zunehmenden Bedeutung des Internets als Werbekanal Rechnung zu tragen, integrierte Nielsen Media mit Beginn des Werbejahres 2010 die Daten der Online-Werbestatistik in die Above-the-line-Medien. In den ersten drei Monaten 2010 erzielte das Medium Online einen Werbedruck in Höhe von 438 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieses ein Wachstum von 17,1 Prozent (plus 17,1 Prozent).

Anmerkung: Die von Nielsen Media erhobenen Bruttowerbedaten geben den Werbedruck wieder, den die Werbungtreibenden auf ihren Produkten und Services beim Konsumenten entfachen. Aus den Bruttowerbedaten lässt sich detailliert ablesen, welche Mediastrategie die Werbung-treibenden verfolgen. Der Bruttowerbemarkt erhebt keinen Anspruch, die individuellen, monetären Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern widerzuspiegeln, deren Konditionen naturgemäß von der Marktmacht des Werbungtreibenden bzw. der Agentur sowie der allgemeinen Nachfrage am Werbemarkt bestimmt wird. Diese individuellen Geldflüsse zwischen den Marktteilnehmern werden auch nicht öffentlich bekannt gegeben.

Erläuterung: Basis der bereinigten Vorjahreswerte bilden alle Werbeträger inkl. der natürlichen Abgänge/Einstellungen oder Launches auf dem Medienmarkt. Aktive Titel-Aufnahmen durch Nielsen bei bestehenden Werbeträgern sowie aktive Einstellungen der werbestatistischen Erfassung bei Weiterbestehen der Werbeträger auf dem Markt werden aus dem bereinigten Trend ausgeschlossen.

* Kino: Ab dem Jahr 2010 können die Werbekunden im Medium Kino auf die neue performance-basierte Abrechnung setzen und kaufen nur noch Kontakte ein. Die Werbekunden bezahlen die Besucher, die in den gebuchten Filmen oder Kinostandorten über die Kinokasse erfasst worden sind.

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