Freitag, 09. Dezember 2016


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Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies besucht Erdgasbohrung im Landkreis Verden

Lies: "Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen"

(lifePR) (Hannover, ) Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat heute gemeinsam mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages sowie des Niedersächsischen Landtages die Erdgasbohrung "Völkersen Nord Z7" in der Nähe der Ortschaft Grasdorf, Landkreis Verden, besucht. Vor Ort machten sich die Politiker ein Bild von den technischen Abläufen, den Umwelt- und Sicherheitsstandards sowie den Kontrollmechanismen. Wirtschaftsminister Olaf Lies forderte verlässliche Rahmenbedingungen und klare Regelungen für die Erdgasförderung. Die Delegation war von dem Betreiberunternehmen DEA Deutsche Erdöl AG, Hamburg, und dem Betriebsrat eingeladen worden.

Wirtschaftsminister Olaf Lies sagte: "Vor dem Hintergrund der aktuell geführten Debatte zum Thema Erdgasförderung ist es wichtig, dass wir uns hier vor Ort über die Abläufe informieren und offen austauschen können. In Niedersachsen wird seit mehr als 150 Jahren Erdöl und seit über 50 Jahren Erdgas gewonnen. In diesem Zeitraum hat sich dieser Industriezweig zu einem wichtigen Arbeitgeber und zu einem Garanten für die Sicherheit der heimischen Energieversorgung entwickelt. Niedersachsen ist das Erdgasland Nummer 1 in Deutschland. 95 Prozent des deutschen Erdgases werden in Niedersachsen gefördert, mehr als 20.000 hoch qualifizierte Fachkräfte arbeiten in Niedersachsen in diesem Bereich. Uns muss es gelingen, den vielen Beschäftigten in der Erdgasindustrie weiter eine Perspektive zu geben, wenngleich unter viel strengeren Regelungen zum Schutz von Mensch und Natur."

In diesem Zusammenhang hob Minister Lies die Bedeutung des von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurfs zum Thema Fracking für das Land Niedersachsen hervor: "Erdgasförderung muss im konventionellen Bereich, unter Berücksichtigung sehr viel strengerer Umweltschutzauflagen sowie maximal transparenter Genehmigungsverfahren, weiterhin möglich sein. Um endlich Rechtssicherheit und damit die Grundlage für die strengen Umweltschutzauflagen zu schaffen, halte ich die Verabschiedung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung zum Thema Fracking für zwingend erforderlich. Ein Ende der Erdgasförderung in Niedersachsen hätte schwerwiegende Folgen. Mehr als 20.000 Menschen würden ihren Job verlieren. Kernkompetenzen im Bereich der Erdgasförderung, -gewinnung und wichtiger neuer technologischen Entwicklungen für den Schutz von Umwelt und Natur würden verloren gehen. Das Gesetz der Bundesregierung trägt den Ängsten und Sorgen der Bevölkerung Rechnung ohne den vielen Beschäftigten in der Erdgasindustrie jede Perspektive zu nehmen. Niedersachsen ist das Land der Energie. Wir müssen alles daran setzen, die Arbeitsplätze und das Know-how der Erdgasbranche zu erhalten und gleichzeitig die Sicherheitsstandards und Umweltauflagen zu erhöhen."

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