Dienstag, 06. Dezember 2016


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Bode stellt Gutachten für mehr Sicherheit auf der A 2 vor

(lifePR) (Hannover, ) Verkehrsminister Jörg Bode hat heute in Hannover gemeinsam mit Prof. Karsten Lemmer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), sowie Dr. Robert Zobel, Leiter der Volkswagen-Konzern Unfallforschung in Hannover ein Konzept zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit auf der A 2 vorgestellt.

Das Konzept wurde im Rahmen einer umfassenden Forschungsarbeit erarbeitet, die das Niedersächsische Verkehrsministerium mit finanzieller Beteiligung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Auftrag gegeben hatte. Für die Forschungsarbeit wurde ein neuer interdisziplinärer Ansatz gewählt, der straßenbauliche, entwurfstechnische, betriebliche und verkehrspsychologische Aspekte umfasst. Unter der Federführung von Prof. Karsten Lemmer (DLR) waren folgende Institutionen an der Forschungsarbeit beteiligt:

- Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Prof. Dr.-Ing. Karsten Lemmer)
- Technische Universität Braunschweig (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Bernhard Friedrich)
- Technische Universität Dresden (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Lippold)
- Medizinische Hochschule Hannover (Prof. Dipl.-Ing. Dietmar Otte)

"Die A 2 ist eine der meist befahrenen Autobahnen im gesamten Bundesgebiet. Und immer wieder kommt es hier zu schweren Unfällen", erläuterte Bode die Motivation für die Studie. "Dieses Gutachten präsentiert Ergebnisse und Lösungsansätze, die nicht nur einen Teilaspekt des Verkehrsgeschehens berücksichtigen, sondern alle relevanten Disziplinen überspannen."'

"Wir haben ein genaues Bild von jedem Streckenabschnitt der A2 hinsichtlich seiner Sicherheit und Leistungsfähigkeit entworfen", skizzierte Prof. Karsten Lemmer, Leiter des DLR-Instituts für Verkehrssystemtechnik, das Vorgehen der Studie. "Mit dieser Grundlage konnten wir gezielt konkrete Maßnahmen ableiten, die wir hinsichtlich Kosten, Nutzen und Wirksamkeit bewertet haben."

"Volkswagen investiert seit Anfang der 90er in die Unfallforschung. Die Rückschlüsse aus den Auswertungen, die auch Bestandteil der heute vorgestellten Studie sind, fließen direkt in die Fahrzeugentwicklung. Alle Modelle von Volkswagen werden mit den neuesten Sicherheits-Technologien ausgestattet, beispielsweise dem serienmäßigen Sicherheits- und Assistenzsystem ESP (Elektronisches Stabilisierungsprogramm). Damit leistet Volkswagen nicht nur einen signifikanten Beitrag zur Erhöhung der Fahrzeugsicherheit, sondern macht diese Technologie auch allen Menschen zugänglich", erläuterte Dr. Robert Zobel, Leiter der Konzern-Unfallforschung im Rahmen der Veranstaltung. "Wir stellen uns unserer Verantwortung als Automobilhersteller und wollen die Diskussion um verkehrssicheres Fahren intensivieren." Er verwies dabei insbesondere auf den Erfolg der speziellen Fahrertrainings, bei denen jährlich mehrere Tausend Teilnehmer auf den richtigen Umgang mit dem Fahrzeug und riskante Situationen im Straßenverkehr vorbereitet werden.

Minister Bode bezeichnete den Betrieb einer intelligenten und modernen Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) auf der gesamten A 2 in Niedersachsen als ersten wichtigen Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit: "Die beiden noch bestehenden Lücken in der VBA werden noch in diesem Jahr geschlossen. Westlich von Hannover wird die Installation der VBA im 2. Quartal abgeschlossen sein und in Betrieb gehen, zwischen Lehrte-Ost und Braunschweig-Nord Ende des Jahres. Wir verfügen dann mit der A 2 über eine intelligente Verkehrsachse durch Niedersachsen."

Darüber hinaus kündigte Bode die Einsetzung einer Arbeitsgruppe an. Diese solle sich mit der konkreten Umsetzungsmöglichkeit der im Gutachten vorgestellten Handlungsoptionen kümmern. Außerdem soll eine Lenkungsgruppe Ideen entwerfen, wie Verkehrssteuerung in Zukunft im Bereich der A2 aussehen kann. Dabei wird es um die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf Schiene und Wasserstraße gehen und welche Strecken die A2 zusätzlich entlasten können.

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