Dienstag, 06. Dezember 2016


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Bode: Land investiert in mehr Züge und Personal, in moderne Fahrzeuge und Bahnstationen

Zukunftskonzept für den Nahverkehr auf der Schiene vorgestellt

(lifePR) (Hannover, ) Wirtschafts- und Verkehrsminister Jörg Bode hat heute zusammen mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) das Zukunftskonzept 2013+ für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Niedersachsen vorgestellt. Kern des Konzepts ist die Sicherung aller bestehenden Bahnlinien verbunden mit der qualitativen Verbesserung des Verkehrsangebots sowie die weitere Modernisierung von Fahrzeugen, Stationen und Schienen.

"Seit der Regionalisierung im Jahr 1996 ist die Entwicklung des Personennahverkehrs auf der Schiene in Niedersachsen eine echte Erfolgsstory, die wir durch zahlreiche Angebotsverbesserungen fortsetzen werden. Mit dem bis in das Jahr 2017 reichenden Zukunftskonzept sorgen wir für mehr Züge und mehr Personal sowie für modernere Fahrzeuge und Bahnstationen", sagte Bode.

Die bislang wichtigste Entscheidung war die Einführung des Wettbewerbs im Nahverkehr. Inzwischen hat die LNVG über die Hälfte aller Verkehre auf diese Art vergeben. In Folge dessen konnte auf den vergebenen Strecken die Nachfrage durchweg gesteigert und die Attraktivität erhöht werden. "In einem Flächenland wie Niedersachen ist Mobilität ein wesentlicher Standortfaktor für Wachstum und Beschäftigung. Durch den Wettbewerb kommen wir zu Qualitätssteigerungen und Kostensenkungen. Dies schafft finanzielle Spielräume für weitere Investitionen", so Bode.

Bode betonte, dass seit 1996 über 900 Millionen Euro in neue Fahrzeuge investiert werden konnten. Dabei würden die Fahrgäste durch mehr Komfort, barrierefreie Zugänge, Klimatisierung und Mehrzweckabteile, aber auch durch kürzere Fahrzeiten der schnellen und spurtstarken neuen Fahrzeuge profitieren.

Darüber hinaus wurden in diesem Zeitraum 574 Millionen Euro in die Modernisierung der niedersächsischen Bahnstationen und Bahnstrecken investiert. "Inzwischen haben wir fast die Hälfte der rund 380 Bahnhöfe in Niedersachsen mit Landesmitteln modernisiert und barrierefrei ausgebaut, auch diese Investitionen setzen wir konsequent fort", so der Minister. Neben den 40 Bahnhöfen, die im Rahmen des Bahnhofsprogramms "Niedersachsen ist am Zug! 2" in den nächsten Jahren ausgebaut werden, liegt der Schwerpunkt auf der Modernisierung der Stationen im Bremer Umland. Ferner wird die Heidebahn zwischen Buchholz, Soltau und Hannover für höhere Geschwindigkeiten von 120 km/h ausgebaut und die an der Strecke liegenden Stationen werden modernisiert.

"Zunächst ist uns angesichts der knapper werdenden Haushaltsmittel wichtig zu betonen, dass alle Strecken, auf denen heute Nahverkehr angeboten wird, auch in Zukunft langfristig weiter befahren werden", so Hans-Joachim Menn, Geschäftsführer der LNVG. "Darüber hinaus werden im Gebiet der LNVG in den nächsten Jahren rund acht Prozent mehr Züge eingesetzt, nachdem wir in den letzten zwölf Jahren die Anzahl der Zugfahrten bereits um 14 Prozent steigern konnten."

Daneben soll auch die Qualität des Angebots steigen, indem mehr Zugbegleiter in den Zügen eingesetzt werden. In den Express-Zügen sollen über den ganzen Tag hinweg Zugbegleiter an Bord sein. Auf den übrigen Regionallinien wird Servicepersonal in mindestens 40 Prozent aller Züge mitfahren; in Ballungsraumverkehren darüber hinaus ab 20 oder 21 Uhr in allen Zügen.

Im LNVG-Gebiet werden 81 Prozent der Zugfahrten mit Fahrzeugen Baujahr 2000 oder jünger erbracht. "Das ist bundesweit ein absoluter Spitzenwert", so Menn. Mit der Betriebsaufnahme der Regio-S-Bahn im Bremer Raum im Dezember sowie dem Einsatz neuer Dieseltriebwagen im Heidekreuz Ende 2011 wird die Neufahrzeug-Quote auf über 90 Prozent steigen. Zu den in diesem Jahr anstehenden Ausschreibungen gehören das so genannte Heidekreuz (Hannover - Buchholz und Bremen - Uelzen) und die Weser-/Lammetalbahn von Bünde über Hameln und Hildesheim nach Bodenburg.

Hintergrund:

Die LNVG ist zuständig für die Planung und Finanzierung des Nahverkehrs auf einem rund 3000 Kilometer langen Streckennetz. Sie beauftragt derzeit acht verschiedene Eisenbahnunternehmen mit der Durchführung der Verkehre. Jedes Jahr bestellt die LNVG rund 33 Millionen Kilometer Zugfahrten, die Fahrgäste legen pro Tag bis zu 6,6 Millionen Kilometer in diesen Zügen zurück. Aus dem eigenen Fahrzeugpool vermietet die LNVG an die Eisenbahnverkehrsunternehmen die für die Erbringung der Verkehrsleistungen erforderlichen Schienenfahrzeuge. Die Einnahmen aus Fahrkartenverkäufen decken nur zu einem Teil die Betriebskosten der Eisenbahnunternehmen. Um die so entstehenden Defizite der Unternehmen zu decken, zahlt die LNVG Zuschüsse in Höhe von jährlich etwa 250 Millionen Euro aus den ihr vom Bund bereit gestellten Mitteln (so genannte Regionalisierungsmittel). Zudem vergibt die LNVG Fördermittel für diverse Nahverkehrsprojekte.

Die Details des neuen Konzepts wird die LNVG im Rahmen von vier Regionalkonferenzen vorstellen:

Region Nord-West: Oldenburg, 22.04.2010
Region Nord-Ost: Lüneburg, 27.04.2010
Region Süd-West: Meppen, 29.04.2010
Region Süd-Ost: Hildesheim, 06.05.2010

Die Kurzfassung des Zukunftskonzepts 2013+ ist im Internet unter www.mw.niedersachsen.de als Anlage zu dieser Presseinformation abrufbar.

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