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Umweltminister Stefan Birkner am 10. Jahrestag der Elbeflut: "Hochwasserschutz bleibt eine Daueraufgabe"
Die Jahrhundertflut an der Elbe 2002 forderte 20 Menschenleben und verursachte Schäden in Höhe von insgesamt 9 Milliarden Euro. Wenngleich die Deichbrüche im Oberlauf der Elbe dazu beitrugen, dass die niedersächsischen Deiche entlastet und noch größere Schäden verhindert wurden, so waren in Niedersachsen die Gebiete Hitzacker und Amt Neuhaus von der Katastrophe besonders betroffen. Jürgen Schulz und Manfred Nahrstedt, die Landräte von Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, schilderten ihre Erinnerungen an die Katastrophe. "Besonders schlimm traf es bei uns im Landkreis Lüneburg das Amt Neuhaus, das noch die alten und völlig unzureichenden Sanddeiche aus DDR-Zeiten hatte", sagte Landrat Nahrstedt. Zwischen Schnackenburg und Geesthacht schützen mittlerweile mehr als 230 Kilometer Deiche das Hinterland im 113 Kilometer langen Hochwasserschutzbereich "Untere Mittelelbe". Minister Birkner lobte diese "hervorragende Leistung": "Die Stadt Hitzacker und die Jeetzelniederung sind heute wirksam geschützt."
Birkner betonte aber: "Der Hochwasserschutz ist und bleibt eine Daueraufgabe! Der Naturraum, in dem sich die Elbe bewegt, ist ein streitbares Thema. Die einen wollen die Gewalt des Wassers zähmen, indem die Deiche stärker und höher werden. Die anderen wollen der Elbe mehr Platz zugestehen. Es ist mir ein ganz besonderes Anliegen, dass im Interesse des Hochwasserschutzes und der Menschen, die hinter den Deichen leben, Wasserwirtschaft und Naturschutz gemeinsam nach Lösungen suchen, um die Abflussleistung der Elbe zu verbessern." Künftige Hochwasserschutzprojekte an der Elbe sollen zudem durch eine länderübergreifende Zusammenarbeit vereinfacht werden. Einen Grundstein dafür legt die zu Anfang dieses Jahres von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern unterzeichnete "Erklärung zum gemeinsamen Vorgehen beim Hochwasserschutz an der Elbe".
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