Dienstag, 21. Mai 2013


  • Pressemitteilung BoxID 329169

"Salmonella Panama" im Landkreis Göttingen

ML-Empfehlung: Fleisch vollständig erhitzen und nicht roh verzehren

(lifePR) (Hannover, ) Seit April 2012 gibt es im Vergleich zu den Vorjahren vermehrte Erkrankungsfälle durch Salmonellen mit dem Schwerpunkt in der Region Eichsfeld, die in Thüringen und einem Teil des Landkreises Göttingen im südlichen Niedersachsen liegt. Die Erkrankungen werden durch Salmonella Panama verursacht. Es wird vermutet, dass sie im Zusammenhang mit dem Verzehr von Mett oder Rohwurst - zum Beispiel Teewurst oder so genannte Knacker - stehen. Nachdem es ab Mitte Mai zu einer Beruhigung des Geschehens gekommen war, sind aktuell seit Mitte Juni wiederum vermehrte Erkrankungen zu verzeichnen. Gesundheitsämter und Lebensmittelüberwachungsbehörden ermitteln derzeit gemeinsam, um die Eintragsquelle zu identifizieren. Erkrankte Personen der betroffenen Region im Landkreis Göttingen werden standardisiert durch das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) befragt, um weitere Hinweise auf mögliche Infektionsquellen und -ketten zu systematisieren. Ein großer Teil der befragten Patienten hat während des Infektionszeitraums rohes Mett oder Rohwurst gegessen. Im niedersächsischen Landkreis Göttingen sind mit Stand vom 2.07.2012 insgesamt 31, in den umliegenden Landkreisen weitere 15 Fälle gemeldet worden. Die Ermittlungen und Maßnahmen werden zwischen den Ländern Thüringen und Niedersachsen abgestimmt.


Salmonellen gehören zu den Bakterien, die insbesondere in Hackfleisch relativ leicht wachsen und beim Menschen zu Erkrankungen führen können. Der beste Schutz vor einer Kontamination ist das vollständige Erhitzen von Fleisch oder Mett. Besonders wichtig ist auch das Einhalten allgemeiner Hygieneregeln im privaten Haushalt beim Umgang mit rohem Fleisch oder Mett.

Das Niedersächsische Verbraucherschutzministerium nimmt das aktuelle Geschehen zum Anlass, auf die Pressemitteilung des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) vom März 2012 "Hackepeter und Mett sind nichts für kleine Kinder" (http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2012/11/hackepeter_und_rohes_mett_sind_nichts_fuer_kleine_kinder_-129122.html) hinzuweisen. Darin rät das BfR besonders empfindlichen Personengruppen von dem Verzehr von rohen, vom Tier stammenden Lebensmitteln ab. Diesem Rat schließt sich das Niedersächsische Verbraucherschutzministerium an.

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