Dienstag, 06. Dezember 2016


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Natur- und Tierpark Goldau: Ein buntes Programm erwartet die Besucher vom 16. bis 27. März 2010

(lifePR) (Goldau, ) 1. Anlass: Kurzinformation «Alle Vögel sind schon da»
16., 17., 19. und 21. März 2010, jeweils um 14 Uhr und um 16 Uhr, Beim Eingang / Waschbären

Die einheimische Vogelwelt ist anlässlich des internationalen Jahrs der Biodiversität ein wichtiges Thema - denn ihre Vielfalt ist ernsthaft bedroht. Welche Vogelarten es besonders schwer haben, zeigen im März die Ranger des Natur- und Tierparks Goldau im Rahmen von Kurzinformationen. Vögel kommen mit den unterschiedlichsten Lebensbedingungen zurecht - mit jenen am Amazonas ebenso wie mit jenen in den schneebedeckten Alpen. Weltweit sind rund 9800 Vogelarten bekannt, jedes Jahr kommen etwa zwei neu entdeckte Arten dazu. In der Schweiz kann man etwa vier Prozent aller Vogelarten antreffen - insgesamt 391 Arten. 230 davon brüten hier regelmässig. Das klingt nach viel, die Tendenz weist aber klar nach unten: Fachleute schätzen, dass rund 40 Prozent der einheimischen Vögel vom Aussterben bedroht sind und früher oder später von hier wegziehen könnten. Gründe für den Verlust der Vielfalt gibt es viele: Lebensräume schwinden, die Vögel werden zu häufig gestört, sie finden keine Nist- und Brutplätze mehr, ihre Futterquellen versiegen.

Situation der Vögel in der Schweiz

Vom 16. bis 21. März 2010 informieren die Ranger des Natur- und Tierparks Goldau über verschiedene Vogelarten der Schweiz und machen Besuchende auf die Situation der Vögel aufmerksam, zeigen mit Fotos deren Lebensräume und informieren über ihre Lebensweise. Zuhörerinnen und Zuhörer sollen dafür sensibilisiert werden, wie mit der Wahl geeigneter Baumarten und mit der Pflege naturnaher Gärten oder mit zusätzlichen Nisthilfen neue Lebensräume für aussterbende Vogelarten geschaffen werden können. Zudem erfahren sie Wissenswertes über das internationale Jahr der Biodiversität.

2. Anlass: Standaktionen «Wilde, tierfreundliche Gärten»
19. und 21. März 2010, jeweils vom 11 bis 15 Uhr beim Panoramaplatz

Wilde und tierfreundliche Gärten

Naturnahe Gärten tragen zur Biodiversität bei, denn sie bieten besonders vielen Vögeln und Säugetieren einen geeigneten Lebensraum. Anlässlich des internationalen Jahrs der Biodiversität zeigt der Natur- und Tierpark Goldau, wie man seinen Garten tierfreundlich gestalten kann; Partner der zwei Standaktion im März sind Pro Natura Schwyz und die Baumschule Kündig AG aus Ibach. Manche werden sich angesichts des internationalen Jahrs der Biodiversität fragen: «Was kann ich schon tun?»

Natürlich lässt sich die Überbauung von Grünräumen und das generelle Verschwinden von Hecken, Wasserläufen und hochstämmigen Bäume nur schwer aufhalten. Doch im eigenen Garten kann jede und jeder Einzelne vielen Tieren einen geeigneten Lebensraum bieten. Worauf man dabei achten muss, zeigt der Natur- und Tierpark Goldau an zwei Standaktionen, die er im März gemeinsam mit der Baumschule Kündig AG aus Ibach und der Pro Natura Schwyz durchführt. An zwei Nachmittagen erfahren die Tierpark-Besuchenden beim Panoramaplatz Wissenswertes über die Gestaltung von naturnahen, tierfreundlichen Gärten.

Welche Wildstauden sind einheimisch und dienen Vögeln und Säugetieren als Lebensraum? Wo können geeignete Pflanzen gekauft werden? Wie kann man sogar einen Balkon oder eine Terrasse tiergerecht gestalten? Fachleute geben Anregungen zur Gartengestaltung und Pflege, verkaufen Pflanzen und verteilen Unterlagen mit Tipps.

Schön gefährlich

Eine besondere Bedrohung für die einheimische Pflanzen- und Tierwelt sind die so genannten Neophyten oder Exoten. Die auf den ersten Blick attraktiven Pflanzen, wie der Sommerflieder oder die Kanadische Goldrute stammen aus anderen Ökosystemen, verbreiten sich bei uns sehr schnell - und verdrängen schon bald einheimische Pflanzenarten. Die unliebsame Konkurrenz im eigenen Garten hat schwerwiegenden Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt. Besuchende erfahren deshalb am Stand, welche Exoten sie besser nicht in ihrem Garten anpflanzen sollten - und was man tun kann, wenn sich Neophyten plötzlich vermehren.

3. Anlass Workshop «Bauen mit Weiden»
Samstag, 27. März 2010 (Ausweichdatum 10. April 2010), 9 bis 16 Uhr
Mindestens 10, höchstens 15 Teilnehmende ab 12 Jahren
Voranmeldung bis 19. März erforderlich:
Telefon 041 859 06 24 oder tierpark-schule@tierpark.ch
Kosten: 20 Franken, Eintritt und Dokumentation inbegriffen
Treffpunkt bei der Tierparkkasse

Weidentunnels für Mensch und Tier

Interessierte können im Natur- und Tierpark Goldau lernen, wie man Weidentunnels baut. Ein Dach aus dem vielseitig einsetzbaren Rohstoff ist eine Zierde für jeden Garten. Darüber hinaus dient es als Lebensraum für viele Tierarten - und passt damit hervorragend zum internationalen Jahr der Biodiversität. Weidenruten dienten während Jahrhunderten als Material im Hausbau, für Zäune und Korbwaren. Das vielseitige Naturprodukt war in der traditionellen Kulturlandschaft überall anzutreffen. Doch dann geriet es als Baustoff für längere Zeit in Vergessenheit. Heute werden Weiden als Werkstoff wieder neu entdeckt, denn sie weisen viele Vorteile für Mensch und Natur auf. Weiden dienen zahlreichen Vogelarten und Säugetieren als natürlicher Lebensraum: der selten gewordene Steinkauz braucht Kopfweiden-Höhlen als Brut und Schlafplatz. Auch andere Vögel oder Fledermäuse, Gartenschläfer und Igel finden in den Weiden Unterschlupf oder brüten dort. Das kühle und feuchte Klima unter den Weiden zieht eine grosse Zahl von Insekten an, die wiederum vielen Vogelarten als Nahrung dienen.

Zum Selberbauen animieren

Doch nicht nur Vögel und Säugetiere freuen sich an Weiden, sondern auch die Menschen. Mit Weidenruten kann man attraktive begrünte Tunnels, Pergolas oder Tipis bauen, die im Sommer Schatten spenden. Kinder fühlen sich von den belaubten Gängen und Höhlen stärker angezogen als von Plastikspielgerät - der natürliche Baustoff regt ihre Fantasie an und animiert sie zum Selberbauen. Wie man mit Weiden baut, können Gross und Klein am 27. März 2010 im Natur- und Tierpark Goldau lernen. An diesem Samstag organisiert der Tierpark den Workshop «Bauen mit Weiden»; er dauert von 9 bis 16 Uhr. Teilnehmende errichten unter fachkundiger Anleitung zwei Weidentunnels beim Schuttbach, bei der Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf. Sie erhalten nach der praktischen Arbeit eine ausführliche Dokumentation zum Bau mit Weidenruten und sind nach dem Workshop in der Lage, selbst ähnliche Bauten zu erstellen. Für den Workshop ist eine Anmeldung erforderlich, die Teilnehmendenzahl ist beschränkt. Die Teilnahme kostet 20 Franken, eingeschlossen sind der Eintritt in den Tierpark sowie die Dokumentation.

Vielseitige Weiden

Weiden dienen schon seit Jahrhunderten als vielseitig verwendeter Rohstoff: Als Gerüst für Lehm verputzte Wände, für Zäune oder Korbwaren. Dank ihren schnell wachsenden und biegsamen, aber stabilen Zweigen symbolisiert die Weide den Frühling: In der Mythologie stand sie für Lebenskraft und Fruchtbarkeit. Einen völlig anderen Verwendungszweck hat die Weide ebenfalls schon seit Jahrhunderten: Sie dient als Arzneimittel. Schon der griechische Arzt Hippokrates setzte den Saft der Weidenrinde gegen Fieber und Schmerzen ein. Die Herstellung und Verwendung wurde immer weiter verfeinert, bis schliesslich Ende des 19. Jahrhunderts industriell Acetylsalicylsäure aus Weidenrinde gewonnen wurde - das war die Geburtsstunde des heute noch gebräuchlichen Aspirin.

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