Mittwoch, 18. Januar 2017


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Die Brachsenmakrele: Winterlicher Irrgast

Strandwanderer werden um Mithilfe gebeten

(lifePR) (Wilhelmshaven, ) Die Brachsenmakrele (Brama brama) ist in allen Meeren der Südhalbkugel beheimatet, auf der Nordhalbkugel nur im Atlantik. Im Herbst zieht diese wandernde wärmeliebende Fischart vom Nordatlantik wieder Richtung Süden. Bei plötzlichem Kälteeinbruch können sich die Tiere jedoch in die Nordsee verirren und gehen hier an Unterkühlung zugrunde.

Im Dezember 2009 wurde eine Umfrage gestartet mit der Bitte, an unserer Küste auf gestrandete Brachsenmakrelen zu achten und über gefundene Tiere Meldung zu machen. Bis zum Jahreswechsel wurden 18 Tiere gemeldet, davon 17 aus Niedersachsen und eines aus Schleswig-Holstein.. Bis auf einen Fund am Festland (Hooksiel) kamen alle von den Inseln. Die meisten Fundmeldungen kamen von Borkum (7) und Wangerooge (5). Initiator Dr. Hermann Michaelis bedankt sich bei allen Unterstützern.

Nach einer Masseninvasion im Herbst 1979 blieb die Brachsenmakrele unseren Küsten fast drei Jahrzehnte lang fern. Wie die jetzige Umfrage ergab, strandeten aber erste Vorläufer schon im Herbst 2008, und zwar je ein Tier auf Borkum, auf Norderney und auf Baltrum.

Die Invasion dieses Jahres war offenbar schwächer als die von 1979, als 74 Funde gemeldet wurden. Allerdings war der damals getriebene Aufwand erheblich größer, denn es wurde dreimal in monatlichen Abständen über 18 Tageszeitungen zur Meldung von Funden aufgerufen.

Zu den Meldern der Funde weiß Michaelis Interessantes zu berichten: "Nebenbei bemerkt, deuten folgende Indizien darauf hin, dass die Zeiten sich geändert haben: 1979 kamen alle Mitteilungen ausschließlich von männlichen Zeitgenossen und alle auf dem Postweg. Heute sind Frauen mit immerhin 33 % an den Funden beteiligt, und 17 von 18 Meldungen gingen per Telefon oder E-Mail ein, letztere oft mit Belegfoto wie dem beigefügten Bild von Helmut Stratmann, Wangerooge. Anders als 1979 wurden dieses Jahr nur in wenigen Fällen Daten über Körperlänge und Gewicht mitgeliefert."

Mit vereinzelten Nachzüglern kann noch bis Mitte Januar gerechnet werden; um Mitteilung eventueller weiterer Funde wird gebeten!

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