Freitag, 02. Dezember 2016


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Kobolde der Nacht

Besuch der Fledermäuse im Nationalpark Kellerwald-Edersee / Fledermauserlebnisabend mit der Naturschutzjugend Frankenberg im NationalparkZentrum Kellerwald

(lifePR) (Bad Wildungen/ Vöhl-Schmittlotheim/ Vöhl-Herzhausen, ) Die Rotbuchenwälder des Nationalparks Kellerwald-Edersee zeichnen sich durch ihre Naturnähe und einen überdurchschnittlich hohen Altholzanteil mit Urwaldrelikten und Urwaldzeigern aus. Zahlreiche Specht- und Fledermausarten belegen den Strukturreichtum dieser alten Wälder. Am 25. und 26. August gibt es spannende Angebote für die ganze Familie, die auch für aktive Rollstuhlfahrer geeignet sind, rund um diese faszinierenden Flugkünstler und Kobolde der Nacht.

Am Dienstag, den 25. August, lädt Ranger Volker Nagel zu einer besonderen Abendveranstaltung in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein. Die zweieinhalbstündige Exkursion führt in die Jagdreviere der Fledermäuse, die Teilnehmer folgen den fliegenden Säugetieren bei ihrem nächtlichen Treiben. Treffpunkt ist um 20:30 Uhr der Nationalparkeingang Elsebach in Vöhl-Schmittlotheim. Die kostenfreie Tour ist auch für Kinder und Rollstuhlfahrer geeignet. Um Anmeldung wird bis zum Freitag, 21. August, bis 13:00 Uhr unter 05621-75249-0 oder info@nationalpark-kellerwald-edersee.de gebeten. Teilnehmer denken bitte witterungsangepasste Bekleidung.

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist führend in der Fledermausforschung. Seine alten und höhlenreichen Laubbaumbestände mit entsprechend hohem Totholzanteil bieten ideale Lebensbedingungen für Fledermäuse. Damit wird ein überregional bedeutender Beitrag für den Schutz von an den Wald gebundenen Fledermausarten geleistet. Ranger Volker Nagel wird den Fledermausinteressierten sowohl die nachtaktiven kleinen Säuger näher bringen, als auch über die vielfältigen Strukturen ihres Lebensraums im Nationalpark informieren.

Gemeinsam mit den großen und kleinen Teilnehmern wird Ranger Volker Nagel die Jagd- und Lebensgebiete der Fledermäuse erforschen und sich auf Spurensuche nach den scheuen Jägern der Nacht begeben.

"Alle Fledermausarten orientieren sich hauptsächlich mit den Ohren, nicht mit den Augen", führt Volker Nagel aus. Die scheuen Tiere stoßen Ultraschallwellen aus und erkennen ihre Umgebung am zurückkehrenden Echo der vorhandenen Bauwerke oder Bäume.

Was frisst eine Fledermaus? Wo bekommt sie ihre Jungen und wie zieht sie sie groß? Haben Fledermäuse Lieblingsorte? Und saugen sie - wie der Vampirmythos Dracula vermuten lässt - wirklich Blut? Diese und weitere spannende Fragen wird Ranger Volker Nagel den Teilnehmenden gerne beantworten.

Am Mittwoch, den 26. August, laden das Team des NationalparkZentrums Kellerwald und die Naturschutzjugend (NAJU) Frankenberg gemeinsam zu einem spannenden Erlebnisabend rund um die Kobolde der Nacht ein. Treffpunkt ist um 19:30 Uhr der SeminarRaum des NationalparkZentrums, Weg zur Wildnis 1 in Vöhl-Herzhausen. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei. Die Veranstaltung ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Frank Seumer, 1. Vorsitzender der NAJU Frankenberg, und Ömer Balkaya, stellv. Vorsitzender, leiten den Fledermauserlebnisabend, der neben einer einführenden Diashow auch Mitmachaktionen sowie eine Exkursion in die Jagdreviere der Fledermäuse am nahgelegenen Teichmannsee beinhaltet.

Der ca. 60 minütige Bildvortrag stellt die Fledermausarten im Landkreis Waldeck-Frankenberg vor. Welche Arten gibt es und wie sehen die Lebensräume aus? Fressen Fledermäuse auch Beeren oder ernähren sie sich ausschließlich von Insekten? Wie funktioniert die Orientierung mithilfe von Ultraschallwellen? Spannende Fragen, die die beiden Experten gerne auflösen werden. Außerdem werden sie den Bereich der Mythologie streifen und erklären, warum die harmlosen und friedfertigen Säugetiere im Mittelalter als Dämonen verteufelt wurden.

Bei den darauffolgenden Mitmachaktionen können sich die großen und kleinen Teilnehmer gleichermaßen in die faszinierenden Flugakrobaten versetzen und in die Welt der Fledermäuse eintauchen. Anhand von sieben Fledermauspräparaten können sie die verschiedenen Arten aus nächster Nähe betrachten und lernen, sie aufgrund von Erkennungsmerkmalen voneinander zu unterscheiden.

Anschließend geht es gemeinsam zum nahgelegenen Teichmannsee, um dort mit Schweinwerfern, Ultraschalldetektoren und etwas Glück Wasserfledermäuse zu beobachten.

Der Weg zu den Jagdrevieren der Wasserfledermäuse ist auch für Rollstuhlfahrer frei zugänglich. Ein Mindestalter für die Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Der nächste Fledermauserlebnisabend findet statt am Freitag, den 11. September, von 19:00 bis 21:00 Uhr.

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