Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Entlang der Heide

Exkursion in den Nationalpark Kellerwald-Edersee

(lifePR) (Bad Wildungen/ Frankenau-Altenlotheim, ) Am Samstag, den 29. August, lädt Ranger Volker Nagel zu einer dreistündigen Wanderung in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Nationalparkeingang Altenlotheim (Koppe). Über die Bösenberg-Route gelangen die Wanderer zum Fahrentriesch und über das Hainchen zurück zum Ausgangspunkt. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk sowie Erfrischungsgetränke. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei.

Das Besondere an der Landschaft um Altenlotheim ist die außergewöhnlich hohe Zahl an verschiedenen Heidetypen. So gibt es die Wacholderheide, die Heide, die viele aus der Lüneburgerheide kennen. Doch auch der Borstgrasrasen auf dem Fahrentriesch ist eine Art Heide, ebenso, wie der Silikatmagerrasen auf der Koppe und die Heidelbeerheide. Allen gemeinsam ist die Entstehungsgeschichte.

Heiden sind vom Menschen und seinen Haustieren geformte ehemalige Waldflächen. Schafe und Ziegen, die die "Kühe des kleinen Mannes" waren, wurden auf diese Fläche getrieben und haben den Aufwuchs von Wald verhindert. Übrig geblieben sind die Wacholderbüsche, die den Schafen und Ziegen nicht schmeckten und das Heidekraut, das den Verbiss durch die Tiere ausgehalten hat. Auf diesen Flächen haben sich viele Tierarten des Freilandes optimal entwickelt und sind heute Raritäten. Zu ihnen gehören Reptilien, Vögel, Wanzen, Bienen und eine Unzahl angepasster weiterer Pflanzen bis hin zu Orchideen.

Gemeinsam mit den Teilnehmern erkundet Ranger Volker Nagel die Heide- und Wacholderflächen im Reich der urigen Buchen. Welchen krautigen Schätzen werden die Wanderer außerdem begegnen? Welches Kleinod verbirgt sich hinter dem wohlklingenden Namen Katzenpfötchen? Spannende Fragen, die die Wanderer mithilfe des Altenlotheimer Rangers lösen können.

Am Fahrentriesch wird Ranger Volker Nagel den Wanderern das oberste Ziel eines Nationalparks, den Prozessschutz, veranschaulichen und die Besonderheiten des Buchengroßschutzgebiets erläutern. So gilt im Nationalpark Kellerwald-Edersee bereits auf über 90 Prozent der Fläche das Motto "Natur Natur sein lassen". Managementmaßnahmen beschränken sich lediglich auf die geringen verbleibenden Prozente und die wenigen Dauerpflegeflächen, wie z. B. den Fahrentriesch.

Ranger Volker Nagel wird berichten, wie die wolligen Rasenmäher - Heidschnucken und ihre Lämmer - auf ganz natürliche Weise zum Erhalt und zur Pflege des Trieschs beitragen. Wie entstanden die Triescher? Was macht sie zu etwas Besonderem und warum sollen sie für Besucher erlebbar bleiben? Welche spannende Geschichte verbirgt sich hinter dem Fahrentriesch- Pavillon?

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