Sonntag, 11. Dezember 2016


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Nanotechnologie schafft den Weg vom Labor in die Praxis

Mit 1,8 Billionen US-Dollar soll Nanomarkt schon bald Informatik und Telekom überflügeln

(lifePR) (Zürich/St.Gallen, ) Die Nanotechnologie ist endgültig in der Anwendungswelt angekommen. Immer mehr Unternehmen setzen nanotechnische Verfahren ein und bringen so innovative neue Anwendungen und Produkte auf dem Markt, sei es in der Medizintechnik, für die Er-zeugung von Solarstrom oder bei funktionalen Textilien. An der sechsten NanoEurope 2008, die am 16. und 17. September in St.Gallen stattfindet, zeigt sich das Potenzial der Nano-technologie deutlich. "Das ist der Innovationsmotor der Zukunft", sagte Dr. Jörg Güttinger, Geschäftsführer des Nano-Cluster Bodensee, anlässlich der Medienorientierung zur NanoEurope an der ETH Zürich.

Solartechnik, Energiespeicher, Textilien, Medizin, Lebensmittel und Industrie sind Märkte, die be-reits heute und in Zukunft noch stärker durch die Nanotechnologie beflügelt werden. Allein im Be-reich der Produkte, die mit Hilfe nanotechnologischer Effekte verbessert werden (die so genannten nano-enabled products), schätzt Lux Research den Weltmarkt im Jahr 2014 auf 1,8 Billionen US-Dollar. Diese Summe übersteigt den ganzen Telekommunikations- und IT-Markt.

Viel versprechender Wachstumsmarkt

Für Miroslav Durana, Research Analyst der Credit Suisse, ist die Nanotechnologie eine der wich-tigsten Schlüsseltechnologien der kommenden Jahre. Bereits heute sind nanotechnologisch ver-besserte Produkte auf dem Markt oder kurz vor der Markteinführung wie zum Beispiel kälteresis-tente und wasserfeste Kleidung, Anti-Graffiti-Wandbeschichtungen oder transparente Solarzellen. Bis 2010 geht die Credit Suisse von einem jährlichen Wachstum zwischen 10 und 25 Prozent für nanotechnologisch verbesserte Produkte aus.

Auch Andreas Widl, Executive Vice President Forschung und Entwicklung beim Technologiekon-zern OC Oerlikon, sieht in der Nanotechnologie eine Schlüsseltechnologie mit grossem Potenzial. Herausragendstes Beispiel ist die Dünnschicht-Silizium-Technologie, mit der Oerlikon zurzeit welt-weit einen regelrechten Boom erlebt. "Hier", so Widl, "hat die Nanotechnologie den Sprung in die grossindustrielle Anwendung geschafft."

Chancen für Industrie und KMU

Gemäss Margarethe Hofmann-Amtenbrink, Gründerin und Eignerin der MAT SEARCH Consulting, ist die Nanotechnologie diejenige Wissenschaft, die alle Themenkreise der zukünftigen Entwicklung am meisten durchdringt. Basierend auf physikalischen Eigenschaften in der kleinsten Dimension, führt sie zu vielen neuen Funktionen. Hofmann-Amtenbrink wies darauf hin, dass die Erkenntnisse der Grundlagenforschung zukünftig noch stärker in andere Technologien und Prozesse integriert werden müssen. Das Wissen der Forschung soll vermehrt für KMU und Industrie aufbereitet wer-den. Als Problemlöser diene Nanotechnologie nur, wenn dahinter eine gezielte Expertise stehe und das Wissen um Chancen und Risiken richtig eingesetzt werden.

Fréderique Neftel, Präsident und CEO der Debiotech SA, erwähnte als eine grosse Chance die Nanotechnologie in der Medizinaltechnik. Ein Meilenstein in diesem Gebiet war unter anderem die Entwicklung einer Nano-Insulin-Pumpe. Ralph Spolenak vom Schweizerischen Verband für Materi-alwissenschaft und Technologie ist überzeugt, dass die Materialien der Zukunft heute gefunden und erforscht werden müssen. Angesichts des grossen Potentials der industriellen Anwendungen müsse der Beruf der Werkstoffingenieure in der Industrie attraktiv bleiben. Nur so, sagte Spolenak, könne die Nanotechnologie das Fundament für eine nachhaltige Entwicklung werden.

NanoEurope: Industrie und Forschung im Austausch

Am 16. September öffnet in St.Gallen die sechste NanoEurope ihre Tore und bietet während zwei Tagen als Verbindung von Ausstellung, Fachmesse und Konferenz dem interessierten Publikum eine hervorragende Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand der Nanotechnologie ins Bild zu setzen. Die Nanotechnologie sei nicht nur ein faszinierendes Forschungsthema und viel gelesenes Schlagwort in der wissenschaftlich-technischen Öffentlichkeit, sondern auch ein wesentlicher Inno-vationsmotor, so Dr. Jörg Güttinger, Geschäftsführer des Nano-Cluster Bodensee.

Der europäische Fachkongress NanoEurope 2008 in St.Gallen sei das ideale Forum, wo sich In-dustrie und Forschungsinstitutionen treffen, um über Innovationen und Kommerzialisierungsstrate-gien zu diskutieren, sagte Rolf Brun, Abteilungsleiter Fachmessen der Olma Messen St.Gallen. Die NanoEurope ist die Begegnungsplattform von Forschung, Industrie und Öffentlichkeit, wo die Schnittpunkte und Perspektiven der neuen Technologie diskutiert und erläutert werden.

Informationen für Besucherinnen und Besucher sowie für Aussteller der NanoEurope 2008 sind erhältlich unter www.nanoeurope.com.

Bilder der NanoEurope 2007 finden Sie unter www.nanoeurope.com => Medien => Bilderauswahl

Nano-Cluster Bodensee

Nach der erfolgreichen Durchführung im vergangenen Jahr mit rund 3'500 Besuchern aus über 40 Ländern bietet die NanoEurope auch in diesem Jahr eine Begegnungsplattform für das interessier-te Fachpublikum. Die Ausgabe 2008 bietet Unternehmern und Managern aus der Industrie und aus Forschungsinstitutionen ein Forum zu Kommerzialisierungsstrategien und Investitions-Know-how für Manager an. Die Teilnehmenden können sich zudem mit den folgenden Schwerpunktthemen auseinandersetzen: Multifunktionale Textilien, Nanobasierte Elektronik- und Sensorsysteme sowie Systeme mit funktionalisierten Oberflächen und Strukturen. Bereits zum vierten Mal schliesslich wird im Rahmen der NanoEurope 2008 die international renommierte "NanoRegulation Konferenz" zu freiwilligen Massnahmen in der Nano Risk Governance inkl. länderübergreifendem Nano-Stakeholder-Dialog durchgeführt.

Auf einen Blick: NanoEurope 2008
Datum: 16. - 17.September 2008
Ort: Olma Messen St.Gallen, St.Gallen
Ausstellung: Halle 9.1, Kongress: Hallen 9.1.2, 9.2 und 2.1.
Anmeldung: via OnlineTicket unter www.nanoeurope.com

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