Freitag, 09. Dezember 2016


Krankenversicherung: Schutz bis Jahresende überprüfen

Mit der Einführung von Basistarif und Gesundheitsfonds sollten Versicherte ihren Schutz überprüfen

(lifePR) (Wiesloch, ) Zum 1. Januar 2009 startet der zwischen CDU und SPD ausgehandelte Gesundheitsfonds - mit Beitragssteigerungen von bis zu 1000 Euro pro Jahr für gesetzlich Versicherte. Sie alle zahlen einen einheitlichen Beitragssatz, voraussichtlich 15,5 Prozent. Der Jahresbeginn stellt aber auch in der privaten Krankenversicherungen (PKV) eine Zäsur dar: Die Versicherer sind verpflichtet, den so genannten Basistarif anzubieten. Dieser ist vom Leistungsumfang her gleichzusetzen mit den GKV-Pflichtleistungen und tritt neben die bisherigen Tarife der Vollversicherung.

"Vor allem gesetzlich Versicherte, die in die private Krankenversicherung wechseln wollen, sollten den Schritt noch in diesem Jahr vollziehen. Damit sichern sie sich deutliche Vorteile", sagt Clemens Keller, Leiter Produktmanagement Krankenversicherung bei MLP. Denn wer noch 2008 in die PKV wechselt, spart gegenüber einem späteren Wechsel Beiträge. Der Grund: Weil Versicherte, die sich ab 2009 für die PKV entscheiden, ihre Altersrückstellungen zumindest teilweise mitnehmen dürfen, müssen die Versicherer dies in ihrer Beitragskalkulation berücksichtigen. Steigerungen von bis zu 15 Prozent für Neuverträge sind möglich.

GKV-Versicherte, die aufgrund ihres zu geringen Einkommens noch nicht wechseln können, haben andere Möglichkeiten: Optionstarife bieten dem Kunden nicht nur eine private Zusatzversicherung, sondern sichern die Einstufung auf Basis seines aktuellen Gesundheitszustands. Er kann dann zu einem späteren Zeitpunkt ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine private Vollversicherung wechseln.

Zudem kann ein Wechsel in eine andere Kasse für gesetzlich Versicherte auch nach der Einführung des Gesundheitsfonds weiterhin sinnvoll sein: Einige Anbieter haben bereits attraktive Bonusmodelle angekündigt. "Nicht zu empfehlen ist dagegen der Wechsel in Wahltarife der gesetzlichen Krankenkassen", sagt Keller. "Sie besitzen den gravierenden Nachteil, dass sich der Versicherte drei Jahre bindet und damit seine Flexibilität verliert."

Wer bereits heute privat versichert ist, sollte seinen Anbieter auch nicht wechseln - trotz der Möglichkeit, im ersten Halbjahr 2009 einen Teil der Alterungsrückstellungen mitnehmen zu können. Denn bei einem solchen Wechsel können Versicherte immer nur einen Teil der Rückstellungen mitnehmen. Dies führt - bei gleichen Leistungen - genauso zu höheren Prämien wie die Tatsache, dass das Beitragsniveau ab 2009 generell steigt. Ein weiterer Nachteil: Bei einem Wechsel des Anbieters müssen die Versicherten zunächst 18 Monate im Basistarif des neuen Versicherers bleiben, bevor sie wieder das Leistungsniveau der Voll-PKV erreichen können.

"Wer mit seinem Versicherungsschutz unzufrieden ist oder seine Beiträge senken möchte, sollte besser über einen Tarifwechsel beim bisherigen Versicherer nachdenken", sagt Keller. "Denn hierbei gehen keine Alterungsrückstellungen verloren."

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