Sonntag, 11. Dezember 2016


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Land und Kammern legen "Partnerschaft Schule und Wirtschaft" neu auf Wirtschaftsminister de Jager: "Das richtige Rezept gegen Fachkräftemangel"

(lifePR) (Kiel, ) Um junge Menschen gezielt auf das Berufsleben vorzubereiten und zugleich dem Fachkräftemangel vorzubeugen, werden Schulen und Betriebe in Schleswig-Holstein noch enger zusammenrücken. Zu diesem Zweck haben die Landesregierung und die Wirtschaftsverbände heute (26. April) die seit knapp vier Jahren bestehende "Landespartnerschaft Schule und Wirtschaft in Schleswig-Holstein" erneuert. Neuer Partner im Verbund ist der Landesverband der Freien Berufe.

"Eine praxisnahe Berufsorientierung ist ein wichtiger Schlüssel, den Übergang von der Schule in eine passende Ausbildung oder in ein Studium zu erreichen und Abbrecherquoten zu verringern", sagte Wirtschaftsminister Jost de Jager. Zugleich sei es das richtige Rezept gegen den drohenden Fachkräftemangel. "In Schleswig-Holstein lernen Schülerinnen und Schüler für das Leben, nicht für die Schule", sagte Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug. Einblicke in betriebliche Wirklichkeit und in wirtschaftliche Abläufe zu gewinnen gehöre daher zu den im Schulgesetz verankerten wichtigen Zielen der Bildungspolitik.

Die Zusammenarbeit in der "Landespartnerschaft Schule und Wirtschaft" wird mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung auf eine neue Grundlage gestellt. Vorgesehen ist eine stärkere Präsenz in den jeweiligen Regionen mit Hilfe der Projekte "Regionale Fachberatung Schule und Betrieb", "Regionale Servicestellen" und "Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt". Im Projekt "Regionale Fachberatung Schule und Betrieb" wurden nach den Worten von de Jager bereits sehr positive Erfahrungen mit dem regionalen Ansatz gemacht. Dank dreier regionaler Fachberaterinnen in Flensburg (IHK), Lübeck (Handwerkskammer) und Kiel (IHK) sei es seit 2006 gelungen, 470 konkrete und nachhaltige Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben zu initiieren.

Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein: "Die Landespartnerschaft Schule und Wirtschaft in Schleswig-Holstein wurde im Oktober 2006 gegründet weil wir befürchten mussten, dass uns in naher Zukunft die geeigneten, motivierten und kreativen Köpfe ausgehen werden, ohne die Unternehmen und damit die Wirtschaft nicht funktionieren können. Diese Angst ist nicht vergangen, aber wir sind uns mit unseren Partnern einig, die richtigen Weichen für eine Verbesserung der Situation gestellt zu haben.Mit besonderer Genugtuung erfüllt mich die Tatsache, dass es uns gelungen ist, bestehende Initiativen auf diesem Gebiet zu vernetzen und mancherorts mit neuem Leben zu füllen. Für die Zukunft wünsche ich uns, dass es gelingen möge, alle Projekte mit dem notwendigen Elan voranzutreiben und mittelfristig alle allgemein bildenden Schulen mit Betrieben aus ihrer Umgebung partnerschaftlich zu verbinden."

Solche Verbindungen und Kooperationen sind auch im Interesse des Landesverbandes der Freien Berufe in Schleswig-Holstein, der neu zur Landespartnerschaft hinzu gekommen ist. Dessen Präsident Hans-Peter Küchenmeister sagte: "Wir werden entsprechend den Wünschen der Schulen aus einzelnen Praxen, Büros und Kanzleien Referenten vermitteln, um den Schülerinnen und Schülern konkrete Einblicke in deren beruflichen Lebensweg ebenso wie in den beruflichen Alltag zu geben."

Staatssekretärin Dr. Bettina Bonde erklärte für das Arbeits- und Sozialministerium: "Wir legen in unserem Arbeitsmarktprogramm einen deutlichen Schwerpunkt auf die Förderung junger Menschen und die Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit. Jeder junge Mensch wird auf dem Arbeitsmarkt gebraucht. Unser Motto lautet: Weniger Reparatur - mehr Prävention. Mit dem Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt machen wir frühzeitige Berufsorientierung bereits in der Schule, unterstützt durch Kompetenzfeststellungen und Coaching. So sorgen wir für mehr Ausbildungsreife bei den Schulabgängern. Das komplexe Übergangssystem von der Schule in den Beruf braucht eine Koordinierung, also ein Übergangsmanagement, das am besten auf regionaler Ebene funktionieren kann. Hierfür arbeiten wir aktuell an einer Entwicklungspartnerschaft zwischen Land, Kommunen und Bundesagentur für Arbeit, unter aktiver Beteiligung der Wirtschaft."

Margarete Böge, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein erklärte: "Wir wollen erreichen, dass unsere Schüler besser auf die Anforderungen in der Ausbildung und in der Wirtschaft vorbereitet sind. Dann haben sie auch die beste Chance auf eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung in unserer Gesellschaft. Wir sind zur Mitwirkung bereit."

Uli Wachholtz, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein (UVNord), ergänzte: "Die Unternehmensverbände in Schleswig- Holstein werden auch weiterhin in ihren regionalen Arbeitskreisen SchuleWirtschaft mit großem Engagement den Dialog von Schulen und Unternehmen fördern. Berufsorientierung, Wirtschaftsplanspiele und Unternehmenspartnerschaften sind ein wichtiger Beitrag, allen Schülern eine Perspektive in Arbeit, Ausbildung, Studium oder Anschlussschulen zu bieten. In der Landespartnerschaft Schule und Wirtschaft in Schleswig-Holstein ziehen alle Akteure an einem Strang, mit dem Ziel, den jungen Menschen eine Perspektive zu bieten und dem drohenden Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken."

Thomas Letixerant, Geschäftsführungsmitglied der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, unterstrich: "Eine frühzeitige Berufsorientierung ist für uns ein wichtiges Element präventiver Arbeitsmarktpolitik. Deshalb bieten wir nicht nur eine Vielzahl von Beratungsangeboten, um Jugendliche gezielt auf die Berufswahl vorzubereiten. Wir investieren darüber hinaus in Schleswig-Holstein jährlich rund 90 Millionen Euro an der Schnittstelle 'Schule-Beruf', um Jugendliche fit für den Arbeitsmarkt zu machen."

An der Landespartnerschaft "Schule und Wirtschaft in Schleswig-Holstein" beteiligen sich das Wirtschafts-, das Arbeits- und das Bildungsministerium des Landes, die Industrieund Handelskammern, die Handwerkskammern, die Vereinigung der Unternehmensverbände in Schleswig-Holstein und Hamburg und die Regionaldirektion Nord der Bundesarbeitsagentur und der neu hinzu gekommene Landesverband der Freien Berufe.

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